
Düzen Tekkal
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German-Yazidi journalist, filmmaker, war reporter, human rights activist, Founder of @HawarHelp, @GermanDream_de
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Wir sind gestern nach den schrecklichen Nachrichten vom #CSD in Berlin schockiert ins Bett gegangen und heute noch schockierter aufgewacht. Unsere Gedanken sind bei den Toten und Verletzten, ihren Angehörigen und bei all den queeren Menschen, die gestern eigentlich Liebe, Freiheit und das Leben feiern wollten. Aber wir können uns keine Schockstarre erlauben. Nennen wir die Dinge beim Namen: #Islamismus tötet. Queere Menschen haben Angst. Frauen haben Angst. Minderheiten haben Angst. Und sie alle haben ein Recht darauf, dass wir ihre Bedrohung ernst nehmen und ihre Freiheit verteidigen. Islamisten und Rassisten nenne ich seit Jahren die „bösen Zwillinge“. Sie mögen sich als Gegner inszenieren, doch beide leben von Hass, Angst und Ausgrenzung. Beide greifen unsere offene Gesellschaft an. Deshalb dürfen wir jetzt weder schweigen noch den Rassisten den Diskurs überlassen. Wir müssen aus dieser Gewalt konkrete Konsequenzen und gemeinsame Präventionsmaßnahmen ableiten. Wir müssen aufbegehren. Gegen Islamismus. Gegen Rassismus. Für queeres Leben. Für Frauen und Minderheiten. Für unsere Demokratie und unsere Freiheit.
Düzen Tekkal355,024 Aufrufe • vor 1 Monat

„Die Mörder und Vergewaltiger unserer jesidischen Frauen kamen nicht nur aus Syrien oder dem Irak. Viele reisten aus Deutschland, Frankreich, Belgien und anderen europäischen Ländern zum sogenannten Islamischen Staat, um im Namen des Dschihad zu morden, zu versklaven und zu vergewaltigen. Früher gab es den IS, aber den IS braucht es nicht mehr. Denn die Ideologie ist in die Köpfe eingesickert.“ Das sagte mir eine IS-Anhängerin im Camp Al-Hol in Syrien, wo bis vor nicht allzu langer Zeit Zehntausende IS-Anhängerinnen festgehalten wurden. Dieser Satz lässt mich bis heute nicht los. Denn wir haben die islamistische Radikalisierung in Europa viel zu lange unterschätzt. Heute verbreitet sich diese Ideologie dezentral über islamistische Hassprediger im Netz, die ganze Communities um sich herum aufbauen. Sie landet auf den Smartphones von Kindern und Jugendlichen und erreicht sie oft lange, bevor der Staat überhaupt hinschaut. In der ZDF-Runde bei Sarah Tacke war mir wichtig zu betonen. Es braucht eine deutlich stärkere Prävention und gleichzeitig weniger juristische Milde im Umgang mit bereits stark radikalisierten Personen. Wir müssen islamistische Ideologien bekämpfen, bevor aus Worten Taten werden.
Düzen Tekkal65,541 Aufrufe • vor 1 Monat

Em ji bîr nakin. Wir vergessen nie. Am 3 August 2014 überfiel die Terrormiliz Daesch – besser bekannt als der so genannte „Islamische Staat” – Schingal, die angestammte Heimat der Jesiden in Irak. Mindestens 5.000 Jesid:innen wurden beim Überfall auf der Stelle umgebracht. Die Dunkelziffer liegt womöglich viel höher. Rund 7.000 Frauen und Kinder wurden verschleppt. Die Jungen wurden zu Kindersoldaten umerzogen und gedrillt, während die Frauen und Mädchen in die häusliche und sexuelle Sklaverei gezwungen wurden. In der Gefangenschaft des IS waren die Jesidinnen teils über Jahre hinweg systematisch sexueller Gewalt ausgeliefert. Diese Taten waren Teil der genozidalen Strategie des IS, die Jesiden als distinkte Gruppe mit der ihr eigenen Sprache, ihrem Glauben, ihren Bräuchen und Traditionen auszulöschen. Bis zu 400.000 Jesid:innen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Ein Großteil der Überlebenden leidet aufgrund der erlebten Gewalt bis heute an schwerwiegenden Traumata. Noch 12 Jahre nach der Tat werden etwa 2.600 jesidische Frauen, Kinder und Männer vermisst. Sehr viele von ihnen werden in der Gefangenschaft von IS-Anhängern vermutet, in Irak und vor allem in Syrien. Die aktuelle Bundesregierung fällt mit ihrem Regierungshandeln den Betroffenen dieses Genozids in den Rücken. Im Rahmen der so genannten “Migrationswende” sind 5000 bis 10.000 Jesiden in Deutschland von der Abschiebung bedroht. Zugleich wird Islamismus gestärkt statt bekämpft: Durch die Hofierung der islamistischen Regime in Syrien und in Afghanistan im Rahmen der deutschen Abschiebediplomatie. Es ist ein Hohn auf die offizielle Anerkennung des Genozids an den Jesiden am 18. Januar 2023 durch den Deutschen Bundestag! Der schönen Worte wurden genug gewechselt. Mit HAWAR.help fordern wir Taten! Wer gedenkt, muss auch Verantwortung übernehmen. Wir gedenken dieser Tage der zahlreichen Opfer des Völkermordes an den Jesiden im Jahr 2014. Wir sind in Gedanken bei all jenen, die geliebte Menschen verloren haben und bis heute vermissen.
Düzen Tekkal38,370 Aufrufe • vor 1 Monat

Trina Mansoor war noch ein Kind, als sie vor den Taliban in Afghanistan nach Europa floh. Ohne ihre Eltern. Denn sie wurden vom ersten Taliban-Regime ermordet. Bis heute setzt Trina sich für Frieden in ihrem Heimatland und für die Freiheit der Menschen ein. Dass die Deutsche Bundesregierung dies nicht tut, sondern stattdessen den Taliban Brücken nach Deutschland, Europa und der Welt baut, ist für sie der Gipfel des Verrats. Kürzlich wurde bekannt, dass vier weitere Taliban-Vertreter in den afghanischen Botschaften in Deutschland Dienst tun sollen, damit noch einfacher Menschen nach Taliban-Afghanistan abgeschoben werden können. Währenddessen erhalten die Taliban über die Server der Botschaften Zugang zu sensiblen Daten von Millionen von Exil-AfghanInnen in Europa. Allein dies ist ein enormes Sicherheitsrisiko! Abgesehen davon, dass sich weitere Spionage-Möglichkeiten für die Islamisten bieten, wenn sie Zugang zu diplomatischer Infrastruktur in Deutschland haben. Die Zustände vor Ort in Afghanistan sind katastrophal, insbesondere für Frauen: Die Taliban haben ein Geschlechter-Apartheid-Regime eingeführt, das Frauen weitgehend aus der Öffentlichkeit verbannt, sie männlicher Vormundschaft und einer rigiden Kleiderordnung unterwirft. Mädchen ist der Schulbesuch ab der 6. Klasse verwehrt. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss Folter und Gefängnis fürchten. Wir werden nicht leise sein: Schluss mit der Hofierung von Islamisten! Schluss mit der Taliban-Herrschaft in Afghanistan! Freiheit für alle AfghanInnen! HAWAR.help
Düzen Tekkal41,171 Aufrufe • vor 1 Monat

Eine Männererzählung. Wann ist der #SPIEGEL zum Sprachrohr der Islamisten geworden? Man glaubt lieber einem Islamisten, ohne die andere Seite zu Wort kommen zu lassen. Ein islamistischer Zopfabschneider darf sich in deutschen Medien unwidersprochen rein waschen, während die Opfer eines Völkermords und von Massakern erneut getötet werden, weil die Gräueltaten relativiert werden. Wir wurden unter Einsatz unseres eigenen Lebens zu Chronisten des Völkermords an unserer Religionsgemeinschaft der Jesiden, damit nie wieder jemand Opfer-Täter Umkehr betreiben kann. Das werden wir auch jetzt nicht zulassen. Reicht es nicht, dass die Minderheiten sich mit den Massakern vor Ort in #Syrien beschäftigen müssen? Die Massaker an den Alawiten und Drusen werden in diesem Artikel relativiert, die Kurden diffamiert. Dieser Artikel ist gewaltvoll und misogyn. Und noch etwas, was mich gerade jetzt sehr beschäftigt, aufgrund der weltweiten Angriffe auf Frauen und ihre Körper. Dieser Artikel ist von Männern geschrieben. Wie kann „Mann“ diesem Zopfabschneider, der auch die Handschrift einer verachtenden Verhöhnung und tiefen Misogynie trägt, so viel Raum geben, ohne das einzuordnen? Ich hoffe, dass das bei Gelegenheit klargestellt wird. DER SPIEGEL
Düzen Tekkal118,920 Aufrufe • vor 6 Monaten

Die aus #Syrien befreite Journalistin Eva Maria Michelmann wendet sich während der Pressekonferenz der Organisation People's Bridge an die Öffentlichkeit und berichtet von ihrer Gefangenschaft. Erstmals seit ihrer Befreiung ein öffentliches Statement über ihre Gefangennahme und die Menschenrechtsverbrechen der so genannten "Interimsregierung" unter Ahmad Al-Scharaa – nachdem zwischenzeitlich nicht einmal klar war, ob sie noch lebt. Mitte Januar während des Angriffskrieges des islamistischen Regimes auf Rojava und das kurdische Viertel Aleppos Ashrafiyeh war die Journalistin und deutsche Staatsbürgerin gemeinsam mit ihrem kurdischen Kollegen Ahmed Polad von Sicherheitskräften der so genannten syrischen "Übergangsregierung" verschleppt und inhaftiert worden. Lange Zeit herrschte Unsicherheit über ihren Zustand. Bekannt wurde der Fall erst durch den Aufschrei von Journalist:innen, Bekannten und Familienangehörigen, mit rechtlicher Unterstützung sowie Hilfe von Kontakten in Nord- und Ostsyrien/Rojava. Erst dieser öffentliche Druck ermöglichte schlussendlich, Eva Maria in Syrien ausfindig zu machen. Während sich das Al-Sharaa-Regime als legitime Regierung inszeniert – u.a. indem es westliche Staatsoberhäupter wie Emmanuel Macron empfängt, begeht es zahlreiche Menschenrechtsverbrechen. Dass während des Empfangs in unmittelbarer Nähe des Four Seasons Hotels in Damaskus, in dem Macron untergebracht war, zwei Bomben detonierten und 18 Menschen verletzt wurden, blieb eine mediale Randnotiz. Über ihren Kollegen Ahmed Polad liegen weiterhin keine gesicherten Kenntnisse vor. Eva Maria appelliert an uns alle: Syrien ist unter dem neuen HTS-Regime nicht sicher. Es darf dorthin keine Abschiebungen geben und wir müssen weiterhin alles in unserer Kraft Stehende tun, Ahmed Polad und alle weiteren politischen Gefangenen zu befreien! Freiheit für #AhmedPolad! Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Düzen Tekkal37,258 Aufrufe • vor 1 Monat

Wir müssen über Richard David Precht reden und wir müssen über Sexismus reden. Wenn es um Sexismus geht, von dem ich als Frau in der Öffentlichkeit tagtäglich betroffen bin, habe ich ein Wort mitzureden. Und da bin ich sicherlich nicht die Einzige. Wie kann es sein, dass diejenige, die Sexismus publik macht, plötzlich zur Zielscheibe wird und Männer einen Freifahrtsschein für ihren Sexismus bekommen? Wenn Frauen der Mund verboten werden soll, damit die Wahlchancen eines Mannes nicht beeinträchtigt werden, mahlen die Räderchen des Patriarchats wie geschmiert.
Düzen Tekkal99,828 Aufrufe • vor 5 Monaten

Für mich als Kurdin, als Jesidin, als Angehörige einer Minderheit, die im Nahen Osten beheimatet ist und von Islamisten verfolgt wird, ist es schwer erträglich, zwei Männern zuzuhören, die über unsere Köpfe hinweg reden, als gäbe es uns nicht. Wir sind nur Verhandlungsmasse. Al-Scharaa hat sich also mit den KurdInnen „geeinigt“. Die Wahrheit ist, dass es einen Diktatfrieden gab zwischen Damaskus und der Führung in Rojava, auf den sich die Führung in Rojava einließ, um einen Genozid zu verhindern. #AlScharaa ist außerdem vertragsbrüchig: Die YPJ, die Fraueneinheiten der SDF die 2018 maßgeblich zum Sieg über den IS beigetragen haben, sollen nun doch nicht in die Armee überführt werden – das war jedoch eines der Kernanliegen der Autonomen Administration. Zurzeit sieht es ohnehin mehr danach aus, also würde Syrien ein zweites Taliban-Afghanistan werden, was den Spielraum von Frauen angeht. Des weiteren wird die Provinz As-Suweida noch immer von den Regierungstruppen belagert. An den Checkpoints der HTS werden DrusInnen gekidnappt. Super rechtsstaatlich! In #Syrien wurde der Bock zum Gärtner gemacht und Friedrich Merz tanzt nach der Pfeife der islamistischen Machthaber. Eine Schande für unsere Demokratie! Unsere HAWAR.help-Petition für einen Neuanfang in Syrien – ganz ohne Völkermord und sektiererische Gewalt – an den Deutschen Bundestag jetzt unterschreiben📝:
Düzen Tekkal82,506 Aufrufe • vor 5 Monaten

Pogrom Stimmung in der syrischen Provinz Hama gegen Christen in Syrien und stundenlange Gewalt gegen Zivilisten und lokale Geschäfte, aber Bundeskanzler #FriedrichMerz empfängt ausgerechnet jetzt den syrischen Interimspräsidenten Al Jolani auf dem roten Teppich in Deutschland? Islamisten sind also nur ein Problem, wenn es gerade ins Bild passt? Was für ein Verrat an Minderheiten und Menschlichkeit! Wer damit dasselbe Problem hat wie wir unterschreibt jetzt unsere HAWAR.help Bundestagspetition👇🏼
Düzen Tekkal80,248 Aufrufe • vor 5 Monaten

Die Situation der Kurden in #Syrien ist existenzbedrohend. Wir dürfen Al Jolani keinen roten Teppich ausrollen angesichts dieser grausam Situation, wo Kriegsverbrechen begangen werden. Herr Merz, Herr Steinmeier, Herr Wadephul, sagen Sie das Treffen mit dem Interimspräsidenten Ahmed Al Sharaa ab, der diese Verbrechen mitverantwortet.
Düzen Tekkal105,223 Aufrufe • vor 7 Monaten

Truppen der Al-Jolani-Regierung haben das Camp Al-Hol unter ihre Kontrolle gebracht. Damit kommen auf einen Schlag etwa 30.000 IS-AnhängerInnen frei. Der Westen hat die Büchse der Pandora geöffnet. Du blickst in Augen von Menschen, die dich entweder versklaven oder töten würden, wenn sie es könnten. Für sie bist du nur ein Ding, mit dem man machen kann, was man will. Meine Schwester Tülin Tekkal besuchten im Sommer 2025 das Camp #AlHol. Jenes Camp, das in diesen Minuten von den IS-Verbündeten, den Truppen der s.g. „Interimsregierung“ in #Syrien, übernommen und befreit wird. Wir standen als Betroffene vor jenen, die uns nach dem Leben trachten. Sie sagten uns: „Wir warten auf den Tag, da Al-Sharaa uns befreit. Und dann werdet ihr hier drin sitzen.“ Jetzt ist dieser Tag gekommen. Was haben wir uns in den letzten Jahren den Mund fusselig geredet? Die Herkunftsländer der Dschihadisten, die nach Syrien und Irak strömten und sich dem „Kalifat“ anschlossen, müssen ihre „foreign fighters“ zurück nehmen. Ihnen Strafprozesse bereiten. De-Radikalisierungsprogramme durchführen. Oder zumindest gemeinsam mit den kurdischen Kräften ein Straftribunal einrichten. Damit diese Camps aufgelöst werden können und die Opfer derjenigen, die hier festgehalten werden, Gerechtigkeit erfahren. Nichts ist passiert. Stattdessen hat man einen international gesuchten Dschihadisten hofiert, der jetzt Fakten schafft. Der IS hatte die Absicht, die ethnisch-religiöse Gruppe der Jesiden in Gänze zu vernichten. 5000 JesidInnen wurden umgebracht, als der IS 2014 in Shingal einfiel. Hunderttausende flohen vor den Angriffen und sind bis heute vertrieben. Etwa 7.000 Frauen und Kinder wurden damals entführt. Mehr als 2800 gelten als vermisst – viele von ihnen werden in Al-Hol und in Rakka vermutet. Was wird jetzt mit ihnen geschehen? Jetzt, da ihre Peiniger – und danach sieht alles aus – in die Freiheit kommen? Tülin und ich wollten mit unserem Besuch auch, dass sie erfahren, dass hier zwei Jesidinnen waren, die nicht vergessen. Die weder sie vergessen, noch was passiert ist. Wir standen dort auch für alle Frauen und Kinder, die nicht mehr sprechen können. Für alle, die ermordet oder versklavt wurden. Die vergewaltigt wurden. Die so traumatisiert wurden, dass sie verstummt sind. Für jene, die ihre jesidische Identität abgelegt haben, um zu überleben. Zwischen dem IS und der aktuellen Terroristen-Regierung in Damaskus passt ideologisch kein Blatt. Wir haben Angst – um unsere Freunde in Rojava, in Schingal, um unsere Mitarbeiter und BACK TO LIFE Camps in irakisch-Kurdistan. Wir haben Angst um unsere jesidischen Frauen. Wir haben Angst vor einem neuen Genozid. Und keine Hoffnung, dass irgendwer uns hilft.
Düzen Tekkal90,452 Aufrufe • vor 7 Monaten

Dieser 🇩🇪 Polizist, mit 🇹🇷 Wurzeln ist mein Held. Er wendet sich an die Community und bittet sie, das deutsche Recht zu respektieren. An die türkischen Nationalisten: Schämt Euch,dass Ihr mit eurem Verhalten ein ganzes Land und euren türkischen Landsleute in Verruf gebracht habt.
Düzen Tekkal254,630 Aufrufe • vor 2 Jahren

Der Reporter fragt das Mädchen: „Welche Nachricht hast du für die Mädchen in Afghanistan?“ Mit tränenerstickter Stimme kommt die Antwort: „Ich bete dafür, dass die Schulen wieder öffnen.“ 2.2 Millionen Mädchen wird in Afghanistan der Zugang zu Bildung verwehrt. Das sind 2.2 Millionen nicht gelebte Leben. 2.2 Millionen geplatzte Träume. Mädchen dürfen seit 2021 nur bis zur sechsten Klasse in die Schule gehen. Ein Grundrecht und die Grundlage für eine menschenwürdige Zukunft. Wann ist es passiert, dass wir das ignorieren? Im Afghanistan der Taliban rangieren Frauen und Mädchen seit einigen Jahren nun knapp über dem Hausvieh: Sie sind degradiert zu Haus-Sklavinnen und Gebärmaschinen. Anstatt dass eine Regierung, die dies aktiv als Politik betreibt, international isoliert wird, wird sie normalisiert. Taliban-Vertreter sitzen in den Botschaften in Deutschland. Deutsche Politiker sprechen mit ihnen, um möglichst effizient, oft und viel Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Das ist keine wertegeleitete Politik. Das ist Beihilfe zu Menschenrechtsverbrechen und Gender-Apartheid. #LetAfghanGirlsLearn #EndGenderApartheid • Video©: Kaaj Magazine
Düzen Tekkal38,059 Aufrufe • vor 2 Monaten

Erneut anti-kurdische Gewalt in Syrien! Während der ehemalige syrische Diktator Bassar Al-Assad von einem Gericht in Damaskus zum Tode verurteilt wird, müssen Kurdinnen im Norden des Landes um ihr Leben fürchten. Was ist passiert? Nach sieben Jahren, in denen hunderte kurdische Familien in einem IDP-Camp verbringen mussten, sollten sie gestern zurück in die Stadt Serekaniye, bzw. Ra’s al-Ayn zurück kehren. Ein Konvoi von 400 Familien war von einem Camp im Norden Hasakehs aus unterwegs nach Serekaniye. Die Familien sind Flüchtlinge, die 2019 aus ihren Häusern durch das türkische Militär und mit diesem verbundene islamistische Milizen vertrieben wurden, als diese das Gebiet eingenommen haben. Es gibt sogar eine Vereinbarung für die Rückkehr der Familien zwischen der kurdischen SDF und der HTS-Regierung in Damaskus, das Ende Januar 2026 beschlossen wurde. Doch statt, dass diese Familien friedlich in ihr lange ersehntes zu Hause zurück kehren konnten, erwartete sie ein hasserfüllter bewaffneter Mob, der sie mit Knüppeln und Gewehrkolben angriff. Es werden Menschen vermisst und einige mit schweren Wunden im Krankenhaus behandelt. Bei den Angriffen wurden anti-kurdische Parolen skandiert wie: „Wir werden niemals einen Kurden in dieser Stadt akzeptieren.“ Die Angreifer sind Siedler, die sich die Häuser und Felder der vertriebenen KurdInnen in ihrer Abwesenheit übernommen haben. Einige von ihnen waren auch an der Invasion von Afrin im Jahr 2019 beteiligt. Wie kann es sein, dass die so genannte „Interimsregierung“, die sich der Welt als Stäbilitätsanker und Friedensgarant für Syrien präsentiert, keine geregelte Rückkehr für die Familien gewährleistet? Wie kann es sein, dass immer noch Kurdinnen um ihr Leben fürchten müssen. Nichts ist klar in Syrien! Mit verurteilen wir die Übergriffe auf die vertriebenen Familien und fordern eine geregelte Rückkehr! Zugleich muss es Konsequenzen für die Angreifer geben.
Düzen Tekkal11,051 Aufrufe • vor 21 Tagen

Kurzer Austausch mit U.S.-Senator Lindsey Graham zu #Syrien und der Lage der KurdInnen: „We gotta protect the Kurds.” Kürzlich hat er einen Gesetzesentwurf eingebracht, den „Save the Kurds Act”, der Sanktionen vorsieht gegen jene, die militärisch gegen die kurdische Selbstverwaltung in Syrien vorgehen. Auf dem Iran-Panel machte Lindsey Graham noch einmal die Notwendigkeit eines Regime-Change in Iran deutlich. #MSC2026
Düzen Tekkal65,085 Aufrufe • vor 6 Monaten

Ich kenne und schätze Jasmin Tabatabai schon sehr lange. So traurig wie heute über den Zustand ihrer Landsleute im #Iran habe ich sie selten erlebt. 30 000 Tote.💔Die islamische Republik bringt ihre eigenen Kinder um. Lasst uns die Geschichten von jedem einzelnen Opfer erzählen. Sie können Tausende töten, aber die Idee stirbt nicht. #FreeIran
Düzen Tekkal53,926 Aufrufe • vor 6 Monaten

Kein Anruf vorher, keine Verabschiedung, keine Warnung. Ich denke in diesem Moment vor allem an die tapfere Tochter Gazelle Sharmahd. Heute hat die Islamische Republik den deutschen Staatsbürger #JamshidSharmahd hingerichtet. Dieses Video hatten wir anlässlich Jamshids 1000-tägiger Inhaftierung erstellt.
Düzen Tekkal131,651 Aufrufe • vor 1 Jahr

Ist das unser Verständnis von einer humanen Asyl- und Migrationspolitik? Wo bleibt die Solidarität für eine Religionsgemeinschaft, die wieder in Genozidgebiet abgeschoben wird, während ihre Täter frei gewähren dürfen? Es darf nicht sein, dass nur die betroffenen #Jesiden selbst darüber sprechen, wir müssen ihre Stimmen schallverstärken und für Hör- und Sichtbarkeit sorgen. Hier geht es um Menschenleben und Menschenwürde. Die jesidische Familie Qassim überlebte den Genozid an den Jesiden nur knapp. Sie flohen nach Deutschland und beantragten hier Asyl, was jedoch Anfang 2023 abgelehnt wurde. Dagegen klagten sie - und bekamen Recht, am Tag der Abschiebung. Als die Entscheidung zugunsten der Familie einging, saßen sie bereits im Flieger. Deutschland fühlt sich dieser Tage sehr kalt an. Und damit meine ich nicht das Wetter, sondern wie wir mit Menschen umgehen, die Schutz brauchen. Am Beispiel des Umgangs mit den Jesiden zeigt sich die abscheuliche Asyl- und Migrationspolitik in Deutschland. Das kann man niemandem da draußen vermitteln, was das mit Gerechtigkeit zu tun hat. Ohne, dass ich das Wort #Stadtbild hier wieder bemühen will - aber ich möchte nicht in einem Deutschland leben, in dem Jesiden nicht erwünscht sind. Elf Jahre nach dem Genozid an den Jesiden ist Irak für Jesiden immer noch kein sicheres Land. Ihre Heimatregion ist zerstört, sie sind nach wie vor noch Diskriminierung, Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt. Für viele hat der Genozid nie aufgehört; Irak ist für sie unbewohnbar. Mit HAWAR.help und Pena.ger fordern wir Aufenthaltsgenehmigungen für Jesiden, anstatt Abschiebungen ins Genozid-Gebiet! Danke an ZDFheute für die Berichterstattung, die weiterhin fortwährend und kontinuierlich stattfinden muss. #JesidenBleiben #Abschiebungen
Düzen Tekkal70,990 Aufrufe • vor 10 Monaten