
Nurder Koch
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„Skills can be taught. Character you either have or you don't have.“
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Ein 11-jähriger Junge spricht im rbb gegen die Waffenproduktion in Berlin-Wedding & stellt dem Publikum eine entwaffnend einfache Frage: „Wer will überhaupt in den Krieg ziehen?“ Niemand hebt die Hand. Während Erwachsene über Aufrüstung, Kriegstüchtigkeit und Rüstungsprofite diskutieren, bringt ein Elfjähriger mit einer einzigen Frage den Saal zum Schweigen. Dieser Junge ist jetzt schon eine Legende!
Nurder Koch170,086 Aufrufe • vor 4 Tagen

Wann stellt die Linke endlich die Gegenfrage: Welche Verantwortung trägt eigentlich der ÖRR selbst? Über Jahre wurde die israelische Regierungspolitik viel zu oft staatsnah & unkritisch begleitet. Während in Gaza Zehntausende Menschen getötet, Familien vertrieben & im Westjordanland völkerrechtswidrige Siedlungen ausgebaut wurden, lieferte Deutschland weiterhin Waffen. Eine UN-Untersuchungskommission spricht inzwischen ausdrücklich von Völkermord! Und ausgerechnet jetzt wird die Linke in Interviews regelmäßig mit Hamas, Terrorismus, Israels Existenzrecht und Antisemitismus konfrontiert. Warum wird nicht ebenso hartnäckig über die eigene Berichterstattung gesprochen? Darüber, wie Begriffe wie „Free Palestine“ oder „From the river to the sea“ verwendet, interpretiert und teilweise pauschal eingeordnet werden, obwohl der konkrete Kontext entscheidend ist? Liebe Ines Schwerdtner, wann dreht ihr endlich den Spieß um? Wann stellt ihr den Moderator*innen die Frage, welchen Anteil ihre Berichterstattung daran hat, dass hierzulande so wenig differenziert über Palästina, Besatzung und Völkerrecht diskutiert wird? Wer ständig andere über Antisemitismus belehrt, muss sich auch der kritischen Aufarbeitung seiner eigenen journalistischen Maßstäbe stellen!
Nurder Koch186,978 Aufrufe • vor 5 Tagen

18,36 € dafür, dass ich mir Hetze und Israelpropaganda von Jörg Thadeusz in den Tagesthemen reinziehen muss.
Nurder Koch519,511 Aufrufe • vor 27 Tagen

Was für ein journalistisches Armutszeugnis im rbb! Eine Frau erklärt, dass Krieg nicht nur die Opfer und ihre Familien zerstört, sondern auch diejenigen, die töten müssen. Der Moderator antwortet mit der moralischen Keule: Nazi-Deutschland, Polen, Butscha, verschleppte ukrainische Kinder. Damit wird jede grundsätzliche Kritik am Krieg sofort in die Nähe der Wehrlosigkeit gerückt! Dabei zeigt gerade die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, wie weit militärische Eskalation führen kann, bis zum Einsatz von Atomwaffen!Russland ist der Aggressor, daran besteht kein Zweifel. Doch auf beiden Seiten werden Menschen an die Front geschickt, die diesen Krieg nicht wollen. Sie sterben, werden verstümmelt oder traumatisiert. Auch militärische Gegenwehr kann dieses Leid nicht verhindern. Wie viele Menschen sollen noch sterben, bevor wir ernsthaft über Wege aus diesem Krieg sprechen? Wer Friedenspositionen mit historischen Totschlagargumenten abwürgt, führt keine offene Debatte. Schon gar nicht als Moderator im öffentlich-rechtlichen Rundfunk!
Nurder Koch51,084 Aufrufe • vor 3 Tagen

Was heute bei #hartaberfair abläuft, ist kaum noch zu ertragen. Jan van Aken sitzt dort und lässt sich erneut in die seit Wochen laufende Antisemitismusdebatte über Die Linke hineinziehen. Statt eine klare politische Gegenposition zu formulieren, versucht er sich zu rechtfertigen und gerät damit immer weiter in die Defensive. Louis Klamroth macht munter mit. Antisemitismus, Israels Existenzrecht, Ferat Koçak, alles wird miteinander vermengt, bis von einer ernsthaften politischen Auseinandersetzung kaum noch etwas übrig bleibt. Und van Aken begeht genau den Fehler, den Die Linke seit Wochen macht: Er akzeptiert die Vorwürfe als Rahmen der Debatte, statt diesen Rahmen grundsätzlich infrage zu stellen. Die Folge? Wieder endlose Rechtfertigungen, wieder kaum Raum für Inhalte. So wird nicht über linke Politik diskutiert. So wird eine Partei öffentlich in die Defensive gedrängt und ihre Führung spielt auch noch mit. Und was die Wirtschaftslobbyistin Röser da macht, versteht auch keiner. Was für eine shitshow!
Nurder Koch78,038 Aufrufe • vor 6 Tagen

Ich halte diese Art von Satire der #heuteshow inzwischen für politisch verheerend. Fabian Köster fährt nach Sachsen-Anhalt, macht seine Witzchen mit AfD-Politikern, provoziert ein bisschen & verwandelt die Wahl von Rechtsextremen in hohe parlamentarische Ämter in ein unterhaltsames Comedyformat. Am Ende ist es ein „Scheißtag“, Köster sympathisiert noch mit der grünen Spitzenkandidatin & fährt zurück ins Studio. Das ist die Perspektive einer privilegierten politischen Mitte, die sich über den Rechtsruck lustig macht, während andere seine Konsequenzen ausbaden müssen. Selbst die Drohung der AfD, den ÖRR abzuschaffen, wird zur Pointe. Dabei geht es um eine reale politische Machtfrage. Hier wird nichts ernsthaft investigativ aufgearbeitet. Stattdessen werden Rechtsextreme zu wiederkehrenden Figuren einer Unterhaltungsshow, während die etablierte Mitte als sympathische Alternative inszeniert wird. Ich bezweifle massiv, dass solche Clips der AfD schaden. Vielmehr besteht die Gefahr, dass sie ihre Auftritte normalisieren und ihre Anhänger sogar noch darin bestärken, genau diese politische Medienlandschaft verändern zu wollen. Am Ende gibt es Aufmerksamkeit, Quote und Reichweite. Köster hat seinen nächsten Beitrag. Und die AfD sitzt im Landtagspräsidium.
Nurder Koch107,773 Aufrufe • vor 9 Tagen

Man muss sich diesen unfassbaren Vorgang wirklich vor Augen führen. Vanessa Emde sagt: „Es gibt kein Existenzrecht für Staaten. Menschen haben ein Recht zu existieren.“ Eine völkerrechtlich korrekte Aussage. Und was macht Sepp Müller von der CDU/CSU? Er nimmt genau diesen Satz, konstruiert daraus einen Hitler-Vergleich, bemüht die deutsche Staatsräson und schreit „Nie wieder ist jetzt“. Ein Bundestagsabgeordneter instrumentalisiert also die deutsche Geschichte, um eine Politikerin öffentlich zu diffamieren, weil sie auf die Rechte von MENSCHEN verweist! Und das Ganze über den offiziellen Kanal einer steuerfinanzierten Bundestagsfraktion.,Wie intellektuell bankrott muss man eigentlich sein, um aus dem Satz „Menschen haben ein Recht zu existieren“ einen Hitler-Vergleich zu basteln?,Das ist keine politische Aufklärung. Das ist eine unerträgliche Verhöhnung des Völkerrechts, der Geschichte und der Intelligenz der Bevölkerung.
Nurder Koch23,876 Aufrufe • vor 2 Tagen

Noam Shuster-Eliassi sagt dem ZDF ins Gesicht, dass die deutsche Debatte über Israel viel zu vorsichtig ist. Dass Deutschland Israel blind unterstützt. Und dass sie nicht weiß, was sie überhaupt sagen kann, ohne dass es im deutschen Fernsehen verändert oder rausgeschnitten wird. Und dann passiert genau das. Im Original sagt sie hörbar: „that children get killed“ Die deutsche Voice-over-Stimme macht daraus: „dass Kinder in Gaza verhungern.“ Nein. Sie sagt nicht „verhungern“. Sie sagt „getötet werden“. Das ist keine Nebensächlichkeit. Das verändert die Aussage. Und ausgerechnet in dem Moment, in dem eine israelische Künstlerin die deutsche Vorsicht und die Staatsräson kritisiert, wird ihre schärfste Formulierung in der deutschen Fassung abgeschwächt. Genau das ist das Problem. Nicht nur, worüber deutsche Medien berichten, sondern wie sie Sprache verändern, sobald es um deutsche Verantwortung und Israels Krieg in Gaza geht.
Nurder Koch353,119 Aufrufe • vor 29 Tagen

Für das große Kapital scheint die Berliner Linke inzwischen das größere Problem zu sein als die AfD. Warum wohl? Die Ökonomin Isabella M Weber erzählt heute bei Jung & Naiv von einer Diskussion mit dem Deutsche-Bank-Chef auf einem Handelsblatt-Podium. Seine große Sorge: Die Enteignungspläne der Linken könnten ausländische Investoren aus Berlin vertreiben. Doch Weber dreht das neoliberale Schreckensszenario einfach um: Weniger ausländisches Kapital auf dem Berliner Wohnungsmarkt könnte sogar von Vorteil sein! Denn was für Investoren ein Problem ist, muss für die Bevölkerung noch lange keines sein. Renditeinteressen und bezahlbarer Wohnraum sind schließlich nicht dasselbe. Warum das so ist, erklärt Weber bei Jung & Naiv! Unbedingt anschauen!
Nurder Koch49,876 Aufrufe • vor 5 Tagen

Für mich einer der stärksten Anrufe, die es je im ARD-#Presseclub gab. Rainer, 73 Jahre alt. Seine Großmutter war Jüdin, sein Großvater preußischer Kommunist. Die Gestapo zertrümmerte seinem Großvater im Gefängnis die Knochen, weil er Mitglied der Roten Hilfe war. Rainer erinnert daran, dass jeder Mensch das Recht auf einen Anwalt hat. Auch politisch Unbequeme. Und dass genau das kein Skandal, sondern ein Grundprinzip des Rechtsstaats ist. Dann spricht er über den wachsenden Antisemitismus und sagt: „Es ist nicht die Berliner Linke, die den Antisemitismus beflügelt. Sondern die verbrecherische Regierung des israelischen Staates.“ Und fordert, endlich auch über Netanyahu und dessen rechtsextreme Regierungsmitglieder zu sprechen. 73 Jahre Lebenserfahrung. Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Und eine Klarheit, die ich in dieser ganzen aufgeheizten Debatte viel zu oft vermisse.
Nurder Koch116,449 Aufrufe • vor 15 Tagen

Katherina Reiche wird gefragt, ob sehr große Vermögen gerechter besteuert werden sollten. Ihre Antwort: „Neiddebatte.“ Nein. Das ist kein Neid. Das ist Verteilungspolitik. Das eigentliche neoliberale Märchen ist doch, dass riesige Erbschaften, Unternehmensvermögen und Milliardenbesitz automatisch der ganzen Gesellschaft zugutekämen. Wer Gerechtigkeitsfragen zu „Neid“ erklärt, will vor allem eines: über Privilegien nicht reden müssen.
Nurder Koch79,559 Aufrufe • vor 10 Tagen

.Cem Özdemir behauptet ernsthaft, die Linke habe sich radikalisiert und werde unterwandert. Für mich haben sich am meisten Die Grünen radikalisiert: Von der Friedenspartei zur Aufrüstungspartei. Leopard-Shirts, Waffenlieferungen, Wehrpflicht, Staatsräson und Abschottung an den EU-Außengrenzen. Die FDP hat sich radikalisiert: Neoliberalismus, Sozialstaatsabbau und ein Rechtsruck, der sie mittlerweile in die politische Bedeutungslosigkeit geführt hat. Die SPD hat sich radikalisiert: Arbeiterinteressen verraten, Sozialpolitik geopfert und zum willigen Mehrheitsbeschaffer der Union geworden. Die CDU hat sich radikalisiert: Übernimmt zunehmend AfD-Positionen, verschärft das Asylrecht und betreibt Sozialabbau. Erst in den vergangenen 48 Stunden wurde bekannt, dass das BAMF sogar ein drei Monate altes, in Deutschland geborenes Baby ohne seine Eltern abschieben wollte. Ein Gericht musste eingreifen! Und ausgerechnet DIE LINKE soll das Problem sein? Vielleicht ist nicht die Linke radikaler geworden, Herr Özdemir. Vielleicht ist der Rest des Parteienspektrums einfach so weit nach rechts gerückt, dass selbst soziale Gerechtigkeit inzwischen als Extremismus gilt.
Nurder Koch15,433 Aufrufe • vor 2 Tagen

Was Eva Quadbeck heute im #Presseclub abliefert, ist an Arroganz kaum zu überbieten. Ein Anrufer beschreibt, wie die Menschen immer stärker belastet werden, während große Vermögen unangetastet bleiben. Seine Forderung: Reformen brauchen Fairness. Quadbeck widerspricht. Höhere Einkommen müssten schließlich etwas mehr Pflegebeiträge zahlen, und geplante Steuerreformen würden kleinere Einkommen entlasten. Das Problem sei, dass diese Maßnahmen schlecht kommuniziert würden. Nein, Frau Quadbeck. Friedrich Merz kommuniziert sogar ausgesprochen deutlich! Er fordert mehr Arbeit, beklagt mangelnde Leistungsbereitschaft, will Deutschland militärisch massiv aufrüsten und erklärt Sozialreformen zur Notwendigkeit. Seine politischen Prioritäten sind unübersehbar. Das Problem ist nicht Merz’ Kommunikation. Das Problem ist seine Politik. Und ein Journalismus, der sie seit Jahren mit seinen eigenen Erzählungen begleitet. Statt die Konzentration riesiger Vermögen, steuerliche Privilegien & die tatsächlichen Ursachen sozialer Ungleichheit ins Zentrum zu stellen, wurden Bürgergeldbeziehende, Migranten & angeblich arbeitsunwillige Beschäftigte immer wieder zum Gegenstand öffentlicher Empörung gemacht. Seit der Pandemie und den folgenden Krisen haben Beschäftigte zwischenzeitlich die stärksten Reallohnverluste in der Geschichte der Bundesrepublik erlitten. Während Mieten, Lebensmittelpreise & Sozialabgaben steigen, wird über Kürzungen diskutiert & gleichzeitig massiv in Rüstung investiert. Eine Vermögensteuer wird weiterhin nicht erhoben. Eine Erbschaftsteuer nicht reformiert. Und dann sitzt Eva Quadbeck im ÖRR und erklärt sinngemäß, die Menschen hätten bloß nicht verstanden, wie sehr sie angeblich profitieren. Wie selbstgerecht muss man eigentlich sein, um die materielle Not und Frustration der Menschen zu einem Kommunikationsproblem der Bundesregierung umzudeuten? Vielleicht sollten Teile dieser Berliner Journalistenblase endlich begreifen, dass sie nicht bloß über diese Politik berichten. Sie prägen seit Jahren die Erzählungen mit, mit denen soziale Härten gerechtfertigt werden. Die Menschen haben die Politik nicht falsch verstanden. Sie bekommen ihre Folgen jeden verdammten Tag zu spüren.
Nurder Koch54,588 Aufrufe • vor 8 Tagen

Herrlich, wie Özge den Bundeswehr dude hier argumentativ auseinandernimmt.
Nurder Koch87,524 Aufrufe • vor 13 Tagen

Mitten in Berlin-Wedding produziert Rheinmetall Teile für Artilleriemunition und Kamikazedrohnen. Direkt gegenüber eine Grundschule, ringsherum Wohnhäuser. Mohammad Saleh ist vor dem Krieg in Syrien geflohen. Jetzt muss er erleben, wie neben seinem Geschäft eine Waffenfabrik entsteht. Er fordert Schutz für die Kinder. Und die grüne Bezirksbürgermeisterin? Sie erklärt, sie könne nichts dagegen tun. Nicht einmal ein Schutzkonzept für die Nachbarschaft existiert! Für die Fabrik gibt es Sicherheitsmaßnahmen, für die Menschen drumherum nicht einmal ein Schutzkonzept. So sieht die viel beschworene Kriegstüchtigkeit aus, wenn sie im eigenen Wohnviertel ankommt.
Nurder Koch14,534 Aufrufe • vor 2 Tagen