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Daniela Seidel

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Dackel sind Charaktersache ⚡

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Der Angriff auf Roland Tichy und damit gegen jeden Andersdenkenden, der weiterhin Mut hat, gegen das totalitäre Meinungsdiktat anzuschreiben, geht einzig und allein auf das Konto von Politik, Medien und den pervertierten Kampf gegen Rechts. Schämt Euch! #Bücherverbrennung

Der Angriff auf Roland Tichy und damit gegen jeden Andersdenkenden, der weiterhin Mut hat, gegen das totalitäre Meinungsdiktat anzuschreiben, geht einzig und allein auf das Konto von Politik, Medien und den pervertierten Kampf gegen Rechts. Schämt Euch! #Bücherverbrennung

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Ich bin einfach so unglaublich #menschenmüde. Und ja, natürlich könnte ich an diesem tollen Sommertag ins Restaurant, eine Strandbar, aufs Stadtfest gehen. Und mit wildfremden Leuten feiern, die mich auf Befehl vor drei Jahren die Klippe runtergetreten hätten. Ich bleib zuhaus 🥰

Ich bin einfach so unglaublich #menschenmüde. Und ja, natürlich könnte ich an diesem tollen Sommertag ins Restaurant, eine Strandbar, aufs Stadtfest gehen. Und mit wildfremden Leuten feiern, die mich auf Befehl vor drei Jahren die Klippe runtergetreten hätten. Ich bleib zuhaus 🥰

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Meine Spinnen, die Vögel, die Fledermäuse, unsere Laufenten – und ich. Eine kleine Geschichte ökologischer Selbstverteidigung ___ Früher dachte ich, Natur sei etwas Schönes. Blumen, Bäume, Vogelgezwitscher, Sonnenuntergänge über dem Naturschutzgebiet. Endlose Galoppaden auf dem ungesattelten Rücken eines stolzen Pferdes auf dem Stoppelfeld. Die Idylle einer perfekten Postkarte. Dann wurde ich 10. Und damit kamen: die Endgegner. Was soll ich sagen – ich war schon immer ein Mückenmagnet. Wo andere unbehelligt im Sommerkleid durch die Wiese schwebten, verwandelte ich mich innerhalb von Minuten in eine lebende Blutbank mit Juckbonus. Ich war die Eine, die schon damals jedes als Erinnerungs-Teeny-Urlaubsfoto mit der Nagelschere zerschnitten hat, weil ich auf jedem Quadratzentimeter aussah wie Hellboy. Ich war die, die morgens mit geschwollenen Lidern, glühenden Knien und einem Bein im Medizinschrank aufwachte. Und während andere das Wort „Stich“ ausschließlich mit "Na sie wissen schon" verbanden, zählte ich täglich meine Kriegswunden. Einmal hatte ich innerhalb von einer Stunde 37. Ich bin sicher, es waren verschiedene Täter. Eine Art organisierter Angriff. Meine Eltern, Freunde und ich haben alles probiert. Netze, Cremes, Duftkerzen mit ätherischem Öl. Chemie, brummende Geräte, Hausmittel, Flüche. Ich habe mich mit Knoblauch eingerieben wie ein Stück Lamm vor dem Grillen, womit ich den Appetit zusätzlich angeregt haben dürfte. Und das Beste: Ich wohne direkt neben einem Naturschutzgebiet. Herrlich! Natur pur. Mückensumpf. Kapitulation. Ich stand kurz davor, auszuziehen. Doch dann: die Wende. In meiner Verzweiflung beschloss ich, es einmal ganz anders zu versuchen. Nicht gegen die Natur – sondern mit ihr. Ich begann, Vögel zu füttern. Hochwertiges Futter, das nicht nur Körnerpicker, sondern auch insektenfressende Arten anlockt. Ich hängte Futterstellen auf beiden Balkonen auf – darunter auch vor meinem Schlafzimmerfenster. Ein bisschen dekadent vielleicht, wie Room Service für Meisen, aber was soll’s. Dann kamen die Fledermäuse. Nicht von selbst, aber ich gab ihnen zwei schicke Häuschen – wie Ferienwohnungen mit Fernblick. Und siehe da: Sie zogen ein. Und blieben. Übrigens: Diese Tiere haben ein völlig ungerechtes Imageproblem. Seit Corona gelten sie in manchen Köpfen als pandemische Zombies. In Wahrheit sind sie absolut harmlos, nicht infektiöser als ein Igel – und dazu noch hochwillkommene Mückenjäger, die pro Nacht Hunderte, wenn nicht Tausende Insekten vertilgen. Der Gruselfaktor ist reine Projektion: Wer sich die Mühe macht, sie zu beobachten, sieht elegante Flieger und hochintelligente Überlebenskünstler – und keine Dämonen. Zu guter Letzt adoptierte ich noch zwei Laufenten (Killer und Ludwig. Siehe Video). Die komischsten, aber auch effektivsten Mitbewohner, die man sich vorstellen kann. Sie watscheln herum, sehen aus wie die Trottel unter den Dinosauriern – aber sie picken den Boden ab wie Detektive auf Koks. Mückenlarven? Keine Chance. Und die Spinnen? Ich habe sie nie als Problem gesehen. Im Gegenteil. Bei mir gilt: Wer webt, der lebt. Ich lasse jede Spinne, wo sie ist, ehre ihr Netz, entferne höchstens vorsichtig einen Faden, wenn er sich mit meiner Brille verhakt. Und auch hier gilt: Die verbreitete Angst vor Spinnen – besonders in Mitteleuropa – ist nicht nur unbegründet, sondern völlig irrational. Es gibt bei uns keine einzige Art, die dem Menschen gefährlich werden könnte. Die meisten tun nichts, die wenigsten beißen, und wenn sie’s doch tun, ist es harmloser als ein Wespenstich. Trotzdem werden diese faszinierenden Wesen immer wieder zu Ekelmonstern stilisiert. Dabei verdienen sie eher Bewunderung: als brillante Baumeisterinnen, geduldige Jägerinnen – und stille Alliierte im Kampf gegen jedwede Plagegeister. Und nun? Ist es Ende Mai. Ich habe noch keinen einzigen Mückenstich. Null. Nada. Kein Jucken. Keine Schwellung. Kein panisches Nachtschreien, weil wieder irgendeine Vampirdrohne mir den Schlaf raubt. Stattdessen das tiefe Glück, auf dem Balkon zu sitzen, von Vögeln umgeben, mit Fledermausflug über mir und Laufenten unter mir. Und das beruhigende Wissen, dass unser Ökosystem jetzt für mich arbeitet.

Meine Spinnen, die Vögel, die Fledermäuse, unsere Laufenten – und ich. Eine kleine Geschichte ökologischer Selbstverteidigung ___ Früher dachte ich, Natur sei etwas Schönes. Blumen, Bäume, Vogelgezwitscher, Sonnenuntergänge über dem Naturschutzgebiet. Endlose Galoppaden auf dem ungesattelten Rücken eines stolzen Pferdes auf dem Stoppelfeld. Die Idylle einer perfekten Postkarte. Dann wurde ich 10. Und damit kamen: die Endgegner. Was soll ich sagen – ich war schon immer ein Mückenmagnet. Wo andere unbehelligt im Sommerkleid durch die Wiese schwebten, verwandelte ich mich innerhalb von Minuten in eine lebende Blutbank mit Juckbonus. Ich war die Eine, die schon damals jedes als Erinnerungs-Teeny-Urlaubsfoto mit der Nagelschere zerschnitten hat, weil ich auf jedem Quadratzentimeter aussah wie Hellboy. Ich war die, die morgens mit geschwollenen Lidern, glühenden Knien und einem Bein im Medizinschrank aufwachte. Und während andere das Wort „Stich“ ausschließlich mit "Na sie wissen schon" verbanden, zählte ich täglich meine Kriegswunden. Einmal hatte ich innerhalb von einer Stunde 37. Ich bin sicher, es waren verschiedene Täter. Eine Art organisierter Angriff. Meine Eltern, Freunde und ich haben alles probiert. Netze, Cremes, Duftkerzen mit ätherischem Öl. Chemie, brummende Geräte, Hausmittel, Flüche. Ich habe mich mit Knoblauch eingerieben wie ein Stück Lamm vor dem Grillen, womit ich den Appetit zusätzlich angeregt haben dürfte. Und das Beste: Ich wohne direkt neben einem Naturschutzgebiet. Herrlich! Natur pur. Mückensumpf. Kapitulation. Ich stand kurz davor, auszuziehen. Doch dann: die Wende. In meiner Verzweiflung beschloss ich, es einmal ganz anders zu versuchen. Nicht gegen die Natur – sondern mit ihr. Ich begann, Vögel zu füttern. Hochwertiges Futter, das nicht nur Körnerpicker, sondern auch insektenfressende Arten anlockt. Ich hängte Futterstellen auf beiden Balkonen auf – darunter auch vor meinem Schlafzimmerfenster. Ein bisschen dekadent vielleicht, wie Room Service für Meisen, aber was soll’s. Dann kamen die Fledermäuse. Nicht von selbst, aber ich gab ihnen zwei schicke Häuschen – wie Ferienwohnungen mit Fernblick. Und siehe da: Sie zogen ein. Und blieben. Übrigens: Diese Tiere haben ein völlig ungerechtes Imageproblem. Seit Corona gelten sie in manchen Köpfen als pandemische Zombies. In Wahrheit sind sie absolut harmlos, nicht infektiöser als ein Igel – und dazu noch hochwillkommene Mückenjäger, die pro Nacht Hunderte, wenn nicht Tausende Insekten vertilgen. Der Gruselfaktor ist reine Projektion: Wer sich die Mühe macht, sie zu beobachten, sieht elegante Flieger und hochintelligente Überlebenskünstler – und keine Dämonen. Zu guter Letzt adoptierte ich noch zwei Laufenten (Killer und Ludwig. Siehe Video). Die komischsten, aber auch effektivsten Mitbewohner, die man sich vorstellen kann. Sie watscheln herum, sehen aus wie die Trottel unter den Dinosauriern – aber sie picken den Boden ab wie Detektive auf Koks. Mückenlarven? Keine Chance. Und die Spinnen? Ich habe sie nie als Problem gesehen. Im Gegenteil. Bei mir gilt: Wer webt, der lebt. Ich lasse jede Spinne, wo sie ist, ehre ihr Netz, entferne höchstens vorsichtig einen Faden, wenn er sich mit meiner Brille verhakt. Und auch hier gilt: Die verbreitete Angst vor Spinnen – besonders in Mitteleuropa – ist nicht nur unbegründet, sondern völlig irrational. Es gibt bei uns keine einzige Art, die dem Menschen gefährlich werden könnte. Die meisten tun nichts, die wenigsten beißen, und wenn sie’s doch tun, ist es harmloser als ein Wespenstich. Trotzdem werden diese faszinierenden Wesen immer wieder zu Ekelmonstern stilisiert. Dabei verdienen sie eher Bewunderung: als brillante Baumeisterinnen, geduldige Jägerinnen – und stille Alliierte im Kampf gegen jedwede Plagegeister. Und nun? Ist es Ende Mai. Ich habe noch keinen einzigen Mückenstich. Null. Nada. Kein Jucken. Keine Schwellung. Kein panisches Nachtschreien, weil wieder irgendeine Vampirdrohne mir den Schlaf raubt. Stattdessen das tiefe Glück, auf dem Balkon zu sitzen, von Vögeln umgeben, mit Fledermausflug über mir und Laufenten unter mir. Und das beruhigende Wissen, dass unser Ökosystem jetzt für mich arbeitet.

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