Felix Perrefort's banner
Felix Perrefort's profile picture

Felix Perrefort

@FPerrefort23,454 subscribers

Recherchen, Analysen, NIUS. // Sie haben die Macht, aber nicht über das Wort. // Dankbar für Hinweise: [email protected]

Videos

FPerrefort's profile picture

Grundsätzlich und für jede Zukunft ist die Art der „Fakten“-Präsentation zurückzuweisen, mit der Münchens „Bürgaymeister“ eine Wasserknappheit behauptet und dabei auf schäbigste Weise mit der Urangst, zu verdursten, spielt. Alle angeführten Informationen sind vollkommen wertlos, weil sie nicht im Jahresvergleich präsentiert werden. Wenn die Regierung „außergewöhnliche“ Situationen behauptet, sind aktuelle Messstände mit denen vergangener Jahre ins Verhältnis zu setzen. Solange der Nachweis außergewöhnlicher Differenzen nicht erbracht ist, sollte man derartige Behauptungen als Lügen betrachten. Schon der Corona-Ausnahmezustand begründete sich allein mit gegenwartsbezogenen Daten und Behauptungen, die gar keinen Rückschluss darauf erlaubten, ob die damalige Belastung tatsächlich eine Ausnahme darstellte. Nun der Gipfel der Frechheit: Münchens Bürgermeister vergleicht einen aktuellen Wert mit einem „langjährigen Mittelwert“, wobei unklar bleibt, auf welche Zeitspanne sich dieser bezieht: auf denselben Zeitraum oder auf das ganze Jahr. Sollte es sich um ein Ganzjahresmittel handeln, wäre der Vergleich schon methodisch wertlos, denn selbstverständlich weichen saisonale Einzelwerte von Jahresmittelwerten ab. Entscheidend wäre in jedem Fall zu wissen, ob es in der Vergangenheit zur selben Jahreszeit ähnlich niedrige Messstände gegeben hat oder nicht. Fazit: Man muss den Mumpitz nicht einmal mit eigenen Daten widerlegen, da er selbst nicht belegt, was er behauptet.

Felix Perrefort

34,840 Aufrufe • vor 27 Tagen

FPerrefort's profile picture

Wer noch daran zweifelt, dass die Klimaideologie in ihrer herrschenden Form nichts anderes als ein manifester Wahn ist, der sollte Dr. Fabian Kahl von der Linkspartei zuhören. Er spricht hier in einer vor drei Wochen von der AfD beantragten „Aktuellen Stunde“ im Bundestag, nachdem das IPCC-Horrorszenario RCP 8.5 ausrangiert wurde. Ich bin kein Freund der Pathologisierung, aber diese Rhetorik ist geisteskrank: Fahl vergleicht die aus seiner Sicht nun immer noch klimatisch „katastrophal“ bedrohte Erde mit einem „Krebsgeschwür“ und sagt dann: „Wir müssen die Chemotherapie sein.“ Dabei führt er mehrfach an, wie sehr er doch „die Fakten“ auf seiner Seite hätte. Die glauben das auch. „Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt“, wie Freud sagte. All die kleinen Verrücktheiten, wie den heute ins Wasser gefallenen „Hitzeaktionstag 2026“, sind letztlich Ausdruck einer größeren Wahnvorstellung, die sich seit der Jahrtausendwende sukzessive institutionalisiert hat. Es ist die Weltklimakirche IPCC gewesen, die hier als Spinne im Netz zu begreifen ist. Sie hat „Gewissheiten“ etabliert, an denen ihre Gläubigen festhalten, selbst nachdem das Horrorszenario abgeblasen wurde. Noch immer sehen sie „Milliarden Menschen“, „ja!“, er habe bewusst „Milliarden gesagt!“, die infolge des Klimawandels „leiden, verhungern, verdursten, flüchten“ würden. Anders als in klinischen Begriffen ist diese Entrücktheit nicht mehr zu fassen. Deshalb sind IPCC und ähnliche Themen auch keine „Schwurbelthemen“, wie die einen ernsthaft und die anderen ironisch und aufrichtig freundlich meinen. Auch wenn man augenzwinkernd die Sprache von Verrückten übernimmt, bleibt etwas von der Ideologie daran haften; die Wortwahl suggeriert letztlich, es handle sich um etwas Nischiges. Das stimmt jedoch nicht. Dieser Wahn hat den Westen und insbesondere Deutschland bis in die tiefsten Verästelungen durchdrungen – so weit, dass er öffentlich als Vernunft durchgeht.

Felix Perrefort

26,372 Aufrufe • vor 2 Monaten

FPerrefort's profile picture

Er macht Angst: #AnwaltJun steht wie kein anderer für die aktivistische Unterwanderung der Gerichte, für die Gefahr politischer Justiz. Als #RichterJun agitiert er für ein Verbot einer Partei, an der niemand alles mögen muss, um klar zu sagen, dass die großen und kleinen Verfassungsbrüche jüngerer Vergangenheit nicht auf ihren Mist gewachsen sind. Jun geht es nicht um die AfD, sondern um die gesellschaftliche Meinungslage, auf die sie Einfluss nimmt. Er weiß, dass das Ende links-grüner Tyrannei längst eingeleitet ist. Wie alle Befürworter eines Verbots fürchtet er das Schwinden etablierter Deutungshoheit, auf die seine gesamte politische Karriere als „Hass-und-Hetze“-Anwalt gebaut ist. Begründet mit dem zehntausendfach gezogenen Idioten-Joker „für die Demokratie“, mobilisiert er nun die MdBs aus seiner Region, obwohl ihm das Gesetz vorschreibt: „Der Richter hat sich innerhalb und außerhalb seines Amtes, auch bei politischer Betätigung, so zu verhalten, daß das Vertrauen in seine Unabhängigkeit nicht gefährdet wird.“ Der offensichtlich verfassungswidrig vorgehende Verfassungsrichter ist ein Produkt der Grünen Partei, die ihn in Amt und Würden hievte. Hier zeigt er sich erneut als bewusster Verwender rhetorischer #Propagandatechniken: Wenn Jun die konstruiert falsche Alternative behauptet, Gegner eines Parteiverbots würden es entweder „besser wissen“ als das Bundesverfassungsgericht oder ein Verbot selbst bei gegebener Verfassungswidrigkeit ablehnen, dann nutzt er das manipulative Argument einer „falschen Dichotomie“. Damit werden bei einer Streitfrage ausschließlich zwei Möglichkeiten suggeriert, obwohl es mehrere gibt: Man kann ein #AfDVerbotsverfahren natürlich auch für so unbegründet halten, dass es keiner Prüfung würdig ist, schließlich könnte man auch ein Verbot Juns Quatschjura-Videos ablehnen, ohne sich damit über das Gericht zu stellen, das darüber zu entscheiden hätte. Kurz: Nie zuvor habe ich einen Richter erlebt, der so manipulativ spricht, der so sehr das Mäßigungsgebot verletzt. Dass ihm als Richter kein Einhalt geboten wird, verheißt nichts Gutes.

Felix Perrefort

126,804 Aufrufe • vor 1 Jahr

FPerrefort's profile picture

So geht öffentlich-rechtliche #Desinformation. In einer geschickten Wertung behauptet Georg #Restle sachlich krass Falsches. Dies fällt ihm zum dramatischen Hoch in der #Gewaltkriminalität ein: „Der Anstieg hat zu einem großen Teilen damit etwas zu tun, dass die Zahl der Nicht-Deutschen insgesamt zugenommen hat. Ins Verhältnis gesetzt, sind die Zahlen alles andere als dramatisch.“ Hätte Restle tatsächlich die Zahlen zueinander ins Verhältnis gesetzt, würde er bemerken, wie angreifbar er sich mit seiner haltlosen Behauptung macht. Der Ausländeranteil an der Gewaltkriminalität beträgt 37 Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch, als dem ausländischen Bevölkerungsanteil (15 Prozent) entsprechen würde – überaus dramatische Zahlen! Dass der Anstieg „zu einem großen Teilen“ mit gestiegener Zuwanderung zu tun habe, ist ebenfalls gelogen: Während der Ausländeranteil im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gestiegen ist, hat der Anteil an der Gewaltkriminalität deutlich stärker zugenommen: um 14,5 Prozent (siehe Anhang). Der Rest seines Kommentars beruht auf linker Vulgärsoziologie, die mit impliziten Rassismusvorwürfen arbeitet und nicht weiter diskussionswürdig ist. Restles Fazit ist schiere Realitätsleugnung: Deutsche und Ausländer seien gleichermaßen kriminell. Mit Journalismus hat das alles nicht im Geringsten etwas zu tun. Restle ist nicht einmal nur Regierungspropagandist, weil er sogar noch hinter Tatsachenstand der Regierung und der Bundeskriminalstatistik zurückfällt: Er bestreitet ja, dass überhaupt ein Problem besteht. Es ist inakzeptabel und vielleicht sogar rechtswidrig, dass dieser unfassbare Ideologe buchstäblich Narrenfreiheit zur besten Sendezeit und mit enormer Reichweite genießt, die er dazu nutzt, der Bevölkerung seine ganz eigene Fantasiewelt aufzuzwingen. #Kriminalstatistik #NIUS Zur Kenntnis tagesthemen & @ARDde.

Felix Perrefort

136,558 Aufrufe • vor 2 Jahren

FPerrefort's profile picture

Zum groben Foulspiel von NZZ und WELT gegen Höcke gestern: Aydan Aydan Özoğuz hatte 2017 Millionen Menschen beleidigt, indem sie sagte, „eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“. Außerdem disqualifizierte sie sich fachlich-intellektuell für ihr damaliges Amt als Migrationsbeauftragte, das ihr ein üppiges Auskommen beschert, finanziert von den Menschen, denen sie mit Hilfe von Vielfaltsgestammel („Vervielfältigung der Vielfalt“) die Nationalkultur absprach. Diese Ungeheuerlichkeit quittierte Björn Höcke in seinem Buch damit, dass so eine Politikerin in diesem Land „nichts verloren“ habe – nachdem er unmittelbar zuvor von äußerst freundlichen und sympathischen Muslimen sprach, mit denen er sich eine langfristige Zukunft vorstellen könne. WELT-Moderator Jan Philipp Burgard wirft ihm das Zitat ohne diesen ENTSCHEIDENDEN KONTEXT und schließlich sogar SINNVERFÄLSCHT vor, um Höcke zu unterstellen, dass er Özoguz aufgrund ihres türkischen Hintergrunds am liebsten ausweisen würde. Auch die NZZ-Journalistin Beatrice Achterberg drehte Höcke in der Analyse-Runde hinterher einen Rassismus-Vorwurf. So etwas geht einfach nicht. Der politischen Sportlichkeit halber sollte das richtig gestellt werden. Nochmal: Höcke sprach sich dafür aus, mit gut integrierten Muslimen überhaupt kein Problem zu haben. Dann kann man ihm mit der Buchstelle auch keine Rassismus-Vorwürfe machen. #TVDuell

Felix Perrefort

93,007 Aufrufe • vor 2 Jahren

FPerrefort's profile picture

Von Schnellroda zu Correctiv: Kubitschek beschreibt im Gespräch mit Jasmin Kosubek den Übergang von einem neugierigen, klug-kritischen Journalismus hin zu einem denunziatorischen Journalismus – exemplarisch anhand eines frühen Spiegel-Journalisten, dem er durchaus Respekt zollt. Mit dem Auftreten der AfD habe jedoch ein Bruch stattgefunden, der parallel zur Formierung eines Staates gegen Rechts eingesetzt habe. Institutionen wie die Bundeszentrale für politische Bildung hätten seither eine Entlarvungsmethode etabliert, die nach einem inzwischen bekannten Muster verfährt – einem Muster, das in der Correctiv-Affäre bundesweit aufgeflogen ist. In meinen eigenen Worten: Um der Neuen Rechten nicht „auf den Leim zu gehen“, müsse man das, was sie sagt, als Chiffre für das nehmen, was sie eigentlich sage. Dieser – übrigens genuin paranoide – Ansatz, wonach sich hinter der Oberfläche zwingend etwas ganz anderes und Schreckliches verberge, kam institutionell auch beim Potsdam-Treffen zum Einsatz. Dort übersetzten der von Correctiv in Bewegung gesetzte NGO-Komplex und die ihm entsprechende unseredemokratische Regierungskaste den Begriff Remigration kurzerhand in Deportation, um somit hinterher reihenweise Gerichtsniederlagen einzufahren. Zitiert wurde in diesem Zusammenhang der linke Onkel Ruprecht Polenz, der seinerzeit die Kürung des Unworts des Jahres folgendermaßen begründete: „Der harmlos daherkommende Begriff Remigration wird von den völkischen Nationalisten der AfD und der Identitären Bewegung benutzt, um ihre wahren Absichten zu verschleiern: die Deportation aller Menschen mit vermeintlich falscher Hautfarbe oder Herkunft, selbst dann, wenn sie deutsche Staatsbürger sind. Nach der Wahl zum ‚Unwort des Jahres‘ sollte diese Täuschung mit Remigration nicht mehr so leicht gelingen.“ In Wahrheit verhält es sich natürlich anders: Weil das, was tatsächlich gesagt wird, nicht ausreicht, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken vor einem Vierten Reich zu versetzen, muss dem Gesagten – in verschwörungstheoretischer Manier – etwas diabolisch Gemeintes unterstellt werden. Das Resultat ist eine systematische Verzerrung und Manipulation der deutschen Öffentlichkeit. Dass sich deutsche Medien und Journalisten diesem offenkundig parteipolitisch initiierten Treiben schließlich breitflächig unterworfen haben, statt den eigenen frühen journalistisch-intrinsischen Impulsen konsequent zu folgen, ist ein Armutszeugnis der vergangenen Jahre. Aber wie man merkt: There’s a new journalism in town. Das ganze Interview:

Felix Perrefort

23,488 Aufrufe • vor 6 Monaten

FPerrefort's profile picture

In den letzten Stunden des vergangenen Jahres ging es mir sehr schlecht. Ich hatte die Tagesschau, Friedrich Merz und einen mir zuvor unbekannten links-grünen Twitter-Account meines Alters vor Augen, der etwa so viele Follower hat wie ich und die „nächste Pandemie“ für „wahrscheinlich“ hält, weil der „Mensch weiter in die Natur eintritt“, eine Ansicht, die er als „wissenschaftlichen Konsens“ betrachtet. Er störte sich todernst an einem Auslach-Emoji von Ulf Poschardt über Drosten. Zugleich wurde eine Messerattacke in Charlottenburg gemeldet. In dieser Situation akzeptierte ich, dass Deutschland verloren ist. – Das grundsätzliche Problem scheint mir trivial, strukturell und ausweglos. Die Dummheit herrscht. Denkende Menschen sind in Deutschland eine unterdrückte Minderheit. An den Schalthebeln der Macht sitzen Menschen, die die einfachsten Dinge nicht erkennen und begreifen. Ich würde so weit gehen, dass der „Klassenkampf“ sich zwischen einer denkenden Klasse und einer stumpfsinnigen Klasse abspielt, die jene beherrscht. Das Intelligenz-Gefälle ist Realität. Man höre sich einmal – auch wenn es schwerfällt – diese Schalte aus dem Dezember 2021 zwischen Caren Miosga und Pia Lamberty an. Von Anfang bis Ende strotzt jeder einzelne Satz von einer surrealen Dummheit. Man muss kein Einstein sein, um diese Menschen zu überflügeln. Im Gegenteil: Diese Leute scheinen mir sich gerade das einfache, normale Denken ausgetrieben zu haben. Sie sehen das Grundsätzliche nicht mehr. Es ist eine seltsame Symbiose aus gebildet-sein und unzurechnungsfähig. Ich fürchte, dass wir diesen Menschen ausgeliefert sind, man das akzeptieren muss und man trotz allem das Beste draus machen muss.

Felix Perrefort

50,642 Aufrufe • vor 1 Jahr