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Hier twittert das Team des @JFDA_eV / Pressekontakt: Levi Salomon, Sprecher und Koordinator des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.

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"Von Dahlem bis nach Gaza - Yallah Intifada!" Mehr als Hundert Menschen schließen sich am 03.11. israelfeindlichem Protest vor der Freien Universität Berlin an. Es kommt zu Gewaltaufrufen sowie zur Legitimierung und Verharmlosung des Terrors der Hamas. #b0311

"Von Dahlem bis nach Gaza - Yallah Intifada!" Mehr als Hundert Menschen schließen sich am 03.11. israelfeindlichem Protest vor der Freien Universität Berlin an. Es kommt zu Gewaltaufrufen sowie zur Legitimierung und Verharmlosung des Terrors der Hamas. #b0311

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Am 10. Oktober 2026 fand in Berlin die Demonstration „United4Palestine – No Peace on Stolen Land“ statt. Ein äußerlich weitgehend störungsfreier Verlauf sagt wenig darüber aus, welche politischen Inhalte auf einer Demonstration verbreitet werden. Unsere Dokumentation zeigt ein deutlich anderes Bild als das einer harmlosen Palästina-Solidaritätskundgebung. Auf Fahnen und Plakaten waren Ruhollah Chomeini, Ali Chamenei und Hassan Nasrallah zu sehen. Immer wieder wurde „Glory to the Resistance“ gerufen. Auch der Name Yahya Sinwars wurde skandiert. Sinwar war Hamas-Führer und einer der zentralen Planer des Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023. Seine positive Bezugnahme ist deshalb nicht irgendeine abstrakte Solidaritätsbekundung: Sie verbindet den gefeierten „Widerstand“ unmittelbar mit dem Massaker des 7. Oktober. Hinzu kamen islamistische Kampfparolen. Mit „Yemen, make us proud, turn another ship around“ wurden zudem die Huthi und deren Angriffe positiv aufgegriffen. Auch die Vorstellung eines Palästinas anstelle Israels wurde offen artikuliert. In Redebeiträgen war vom gesamten „historischen Palästina“, von Jerusalem und dessen „Befreiung“ die Rede. Israel wurde als illegitimes „Projekt“ beschrieben. In dieser politischen Vorstellung gibt es keinen legitimen Platz für einen jüdischen Staat. Eine Rednerin erklärte außerdem, wenn diplomatische Wege versperrt seien, bestehe ein Recht auf „bewaffneten Widerstand“. Dieser Satz steht nicht isoliert. Auf derselben Demonstration wurden Hamas-nahe Bezugspunkte, die Hisbollah, die Huthi und Yahya Sinwar positiv aufgeladen. Besonders relevant ist deshalb auch die personelle Zusammensetzung der Demonstration. Mit Vanessa Emde als Teilnehmerin und der Bundestagsabgeordneten Cansin Köktürk in der Rolle als parlamentarische Beobachterin waren Politikerinnen der Linken präsent. Auch Hannah Bruns nahm teil. Bruns ist Mitglied der Partei Die Linke, in der LAG Palästinasolidarität aktiv und tritt öffentlich als Repräsentantin dieser innerparteilichen Strömung auf. Gegen sie läuft nach Medienberichten derzeit ein Parteiausschlussverfahren. Ebenfalls vor Ort war Ibrahim Ibrahim. Er tritt als Sprecher des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees (VPNK) auf. Laut Berliner Verfassungsschutz treten unter dieser Dachbezeichnung Anhänger von Hamas und PFLP gemeinsam auf und organisieren Versammlungen. Ibrahim gehört seit Jahren zu den bekannten Akteuren der radikalen Berliner Palästina-Szene und hat Yahya Sinwar öffentlich verherrlicht. Gerade diese Gleichzeitigkeit ist entscheidend: Hier läuft nicht auf der einen Seite eine parlamentarische Linke und irgendwo weit entfernt davon eine kleine extremistische Randgruppe. Bekannte Personen aus der Partei bewegen sich auf derselben Demonstration, auf der ein zentraler Planer des 7. Oktober positiv aufgerufen, „Glory to the Resistance“ skandiert, Hisbollah und Huthi verherrlicht und die „Befreiung“ eines historischen Palästinas ohne Israel propagiert wird. Besonders bezeichnend war schließlich ein Moment, in dem ein Redner rhetorisch fragte: „Ist das hier antisemitisch?“ Die Menge antwortete geschlossen: „Nein.“

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22,995 görüntüleme • 24 gün önce

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Einen Tag vor der Berliner Wahl rief ein Redner des „Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees“ (VPNK) auf einer linksislamistischen Demonstration in Berlin zur Wahl der Linken auf. Unter der Dachbezeichnung VPNK arbeiten laut Berliner Verfassungsschutz Anhänger von Hamas und PFLP eng zusammen. Auf derselben Demonstration wurde Ruhollah Chomeini gehuldigt, dem Gründer der Islamischen Republik Iran, dessen Ideologie den staatlichen Antisemitismus des Regimes wesentlich prägte. Auch in den Redebeiträgen trat Antisemitismus offen hervor: Jüdinnen und Juden wurden aufgefordert, nach Deutschland „zurückzukehren“. Darin zeigt sich das antisemitische Siedlernarrativ, nach dem jüdisches Leben und jüdische Selbstbestimmung in Israel grundsätzlich illegitim seien – ausgesprochen in dem Land, aus dem Jüdinnen und Juden einst vor Verfolgung und Vernichtung fliehen mussten. Eine weitere Rednerin beanspruchte Jerusalem ausschließlich als palästinensische Stadt und blendete damit die jüdische Geschichte und Gegenwart der Stadt aus. Auf Plakaten wurde Benjamin Netanjahu als Teufel und als Vampir dargestellt. Solche Dämonisierungs- und Blutbilder greifen in diesem Kontext auf tradierte Motive antisemitischer Bildsprache zurück. Unter den Teilnehmenden befand sich auch Ibrahim Ibrahim, ein bekannter Aktivist aus diesem politischen Umfeld. Am folgenden Abend war er auf der öffentlichen Wahlparty der Linken in Neukölln zu sehen und posierte dort auf Fotos mit Abgeordneten der Partei. Am Sonntag, dem Tag der Berliner Wahl, demonstrierte außerdem die schiitisch-islamistische Organisation Hayat. Auch dort wurde Chomeini gehuldigt und der frühere Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah glorifiziert. Einzelne Teilnehmende dokumentierten wir an beiden Tagen.

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20,366 görüntüleme • 1 ay önce

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Gestern, am 3. Oktober 2026, fand in Berlin eine sogenannte „Friedensdemonstration“ statt. Dabei demonstrierten unterschiedliche politische Milieus nebeneinander: Neben einem großen pro-russischen und verschwörungsideologischen Block war die linksislamistische „pro-palästinensische“ Szene stark vertreten. Beteiligt waren unter anderem die LAG Palästina-Solidarität der Partei Die Linke sowie Akteure des Hamas- und PFLP- nahen Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees (VPNK). Ibrahim Ibrahim hielt eine Rede; Hannah Bruns von der LAG Palästina-Solidarität sprach ebenfalls und übernahm zeitweise die Moderation. Ein weiterer Redner, der sich als Genosse von Hannah Bruns bezeichnete, erklärte, die Parole „From the river to the sea“ sei „nicht abstrakt“. Im Kontext seiner Rede wurde damit ausgesprochen, was die Parole politisch bedeuten soll: nicht Solidarität mit Palästinensern, sondern das Ziel der Vernichtung Israels. Im Demonstrationszug waren zudem Bilder Ruhollah Chomeinis sowie zahlreiche Flaggen der Islamischen Republik Iran zu sehen. Auch im pro-russischen Block wurden iranische neben russischen Flaggen getragen. Besonders aufschlussreich war der Umgang mit Gegendemonstrierenden. Einer israelischen Gegendemonstrantin wurde zugerufen: „You’re not even Jewish.“ Die Szene beansprucht damit selbst die Deutungshoheit darüber, wer Jude ist und wer nicht – und spricht einer israelischen Jüdin ihre eigene Identität ab. Eine weitere einzelne Gegendemonstrantin wurde aus dem linksislamistischen Block heraus von einer größeren Gruppe umringt und bedrängt. Hier zeigt sich das Muster der verfolgenden Unschuld besonders deutlich: Ein Milieu, das sich selbst fortwährend als ausschließlich verfolgt, entrechtet und unterdrückt inszeniert, tritt gegenüber einzelnen politischen Gegner aus massiver Überzahl heraus aggressiv und bedrohlich auf. Die selbstgewählte Bezeichnung als „Friedensdemonstration“ steht damit in deutlichem Kontrast zu Teilen dessen, was vor Ort dokumentiert wurde.

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