#saveourkids

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Viele sprechen bei Epstein von Amerika. Von einer Insel, von Eliten, von etwas, das weit weg sein soll. Aber das ist eine Illusion. Solche Strukturen gibt es nicht nur dort. Es gibt sie auch hier, in Deutschland. 2021 habe ich bei der #SaveOurKids-Demo in Köln zum ersten Mal öffentlich gesprochen. Die Demo wurde von Robert und Aurelio organisiert. Dort habe ich viele Betroffene kennengelernt. Menschen, die ähnliches erlebt haben wie ich. Ich habe aus meiner eigenen Geschichte heraus gesprochen, offen, klar, ohne mich zu verstecken. Danach kamen einige zu mir und sagten, dass meine Rede ihnen Mut gemacht hat, selbst zu reden. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, nicht zu schweigen sondern darüber zu reden. Eines meiner stärksten Erlebnisse an diesem Tag war Katha Rosa. Sie war selbst vor Ort. Als sie gesungen hat, wurde es still. Das war kein Auftritt, das war Ausdruck. Es ging direkt ins Herz. Anbei ihr Lied zu Epstein. Anbei das Video von damals. Wer zuhört, versteht, dass es hier nicht um Theorie geht, sondern um Erlebtes. Hört rein. Zwei der Videos von der Demo füge ich in die Kommentare bei. Was mich bis heute nicht loslässt, ist Robert. Nach der Demo in Köln wollte er auch in Berlin eine weitere Demo organisieren. Sein Account ist damals in kürzester Zeit auf über 100.000 Follower gewachsen. Einige Monate später hat er seinen Account komplett stillgelegt. Ohne Erklärung. Er hat nicht gesagt, warum. Ich habe mir Sorgen gemacht. Über andere Teilnehmende habe ich erfahren, dass er den Account freiwillig geschlossen hat und darüber nicht sprechen will. Wenn jemand, der sich mit voller Kraft für den Schutz von Kindern eingesetzt hat, plötzlich verschwindet und schweigt, dann weiß jeder, was das bedeutet. Dafür braucht es keine Erklärung. Ich kenne persönlich einen Fall von organisierter Gewalt gegen Kinder, in einer Form, die viele nur aus amerikanischen Berichten kennen wollen. Mit ritualisierten, entmenschlichenden Elementen. Mit einer Grausamkeit, die man kaum in Worte fassen kann. Und ich kenne einen weiteren Fall, in dem eine Mutter seit Jahren kämpft, während die Justiz versagt, Verfahren verschleppt werden und sie allein gelassen wird. Das Kind lebt beim pädophilen Vater. Viele wollen nicht glauben, dass es so etwas hier gibt. Dass Kinder auch in Deutschland auf diese Weise missbraucht werden. Aber es ist Realität. Deshalb dürfen wir nicht wegsehen. Nicht beschwichtigen. Nicht relativieren. Kinder brauchen Schutz. Und sie brauchen Erwachsene, die den Mut haben, die Wahrheit auszusprechen – auch wenn sie unbequem ist. Redet und teilt die Geschichten. Denn nur so können wir die Menschen sensibilisieren, so dass sie aufmerksamer sind, wenn Kinder auffällig werden und zum anderen es den Tätern schwerer machen.

Songül 🕊️ Klarname

24,027 görüntüleme • 4 ay önce

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