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1.Bevor von den Kundgebungsteilnehmern, Streamer, Tagesthemen oder wer weiß wer behauptet "Polizeigewalt". Der Herr ist rückwärts gelaufen, Polizist sagt noch "Vorsicht", hebt den Arm um ihn aufzuhalten! Dumm wenn die Aufnahmen wichtiger sind, als die eigene Sicherheit! #b1207

55,357 views • 1 year ago •via X (Twitter)

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In der Sendung gestern („Sonntagszeitung Standpunkte“) hat mich besonders eine Stelle fassungslos gemacht: Vincenz Wyss erklärt den linken Überhang im Journalismus sinngemäss damit, dass man zum Journalisten „lesen und schreiben können“ müsse – worauf Reto Brennwald ihn direkt korrigiert, dass Rechte das natürlich auch können. Diese eine Sekunde sagt mehr als lange Reden: Da rutscht einem gestandenen Journalismus-Professor ein Satz heraus, der impliziert, Konservative/Rechte seien bildungsfern oder dümmer. Und das nicht irgendwo, sondern von jemandem, der an der ZHAW die nächste Journalistengeneration ausbildet. Noch absurder wird es, wenn man weiterdenkt: Was ist eigentlich mit Autodidakten, Quereinsteigern oder Menschen ohne Uni-Abschluss? Sind die per se nicht intelligent genug, um guten Journalismus zu machen? Oder zählt nur noch der akademische Filter, der – wie die Sendung zeigt – in manchen Köpfen offenbar stark mit „links“ korreliert? Ich staune über diese Gedankenenge. Der enge Meinungskorridor entsteht nicht erst bei den einseitigen Nachrichten – er zieht sich schon durch die Ausbildung. Genau dort wird vorgefiltert, wer „dazugehört“ und wer von vornherein als intellektuell ungeeignet abgestempelt wird. Das spaltet die Gesellschaft langfristig viel tiefer, als viele wahrhaben wollen. Das ist kein blosser Versprecher – das ist ein unreflektiertes Weltbild, das nach aussen dringt.

Joyce Lopes de Azevedo

12,491 views • 6 months ago