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31.07.2025 Freispruch und Verwarnung wegen 19,53 EUR Umsatzsteuerhinterziehung Heute vor einem Jahr wurde ich nach 44 Verhandlungstagen freigesprochen und wegen angeblicher Umsatzsteuerhinterziehung für eine Hundematte und Parfümzerstäuber in Höhe von 19,53 EUR verwarnt. - Die Staatsanwaltschaft hat Revision gegen den Freispruch eingelegt, es gibt dazu noch keine Neuigkeiten. -...

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Wir wurden vor dem Zug stehen gelassen oder "Sie müssen sich anmelden!" Vorab: das spontane Fahren ohne Anmeldung in Verbindung mit der Bordhubliftnutzung ist offiziell zulässig. Dafür ist der Bordhublift u.a. da und so wurde er auch 2015 beworben. Nachdem wir gestern kurzfristig nach Hamburg mussten und aus verschiedenen Gründen nicht abzusehen war, wann wir hin und zurück fahren konnten, sind wir spontan gefahren. Da es am Abend zeitlich schon knapp wurde, wollten wir auf dem Rückweg in Hamburg kurzfristig in den ICE 619 und dort aus dem Bordrestaurant noch was essen. Die Zeit für Essen in der Stadt oder in der DB Lounge reichte auch nicht mehr. Wir also schnell zum Bahnsteig. Ja, wer uns länger kennt horcht hier auf, denn es handelte sich um den ICE 619 aus Neumünster. Nachdem der Zug eingefahren war, stellten wir uns vor dem Rollstuhleingang von Wagen 9 und betätigten den Hubliftanforderungs-Knopf. So ist es vorgesehen! Niemand kam. Ich betätige den Knopf nochmal. Dann sah ich am anderen Wagen die Zugbegleiterin und sie schien uns jetzt auch zu sehen. Ich machte mich bemerkbar und wollte in ihre Richtung laufen, da ging schon die Tür zu. Ich sah, wie sie noch mit den Schultern zuckte und einstieg. Ich rief noch "Was soll das denn?" Der Zug fuhr dann ohne uns ab. Gedemütigt und peinlich berührt standen wir nun auf dem Bahnsteig, andere Fahrgäste haben das alles beobachtet. Wir gingen Richtung Aufzug. Auf dem Bahnsteig sprachen wir eine Mitarbeiterin an, die uns sagte, dass wir uns hätten anmelden müssen, das verneinte ich. Keine Entschuldigung, gleich der Vorwurf, dass wir ja falsch gehandelt haben müssen. Sie schickte uns zum Reisezentrum. Dort die gleiche Behauptung, der gleiche Vorwurf, kein Verständnis. Wir sollen doch zur DB Info Süd. Unsere Lieblings-DB Info am Hauptbahnhof Hamburg. Wie oft wurde uns da schon nicht geholfen, wenn mal was war, auch wenn wir angemeldet waren. Wir also zur DB Info Süd. Dort wieder: Sind sie angemeldet, haben sie überhaupt ein ICE-Ticket? Schon wieder diese Vorwürfe. Ich erklärte, dass wir keine Anmeldung benötigen, da es ein ICE mit Bordhublift ist. Sie meinte, dass man sich immer spätestens ein Tag vorher anmelden muss. Ich verneinte das wieder. Daraufhin schob sie mir wortlos eine Karte mit der Nummer der Mobilitätsservicezentrale zu, die ich ebenso wortlos zurück schob. Kam mir vor, wie in einem Sketch von Loriot. Der Witz ist übrigens, dass wir das kennen. Wenn ein Problem auftritt, zieht man diese Karte. Hatten wir schon öfter, z.B. mal im Regio in Berlin, wo man meinte, dass sogar im Nahverkehr eine Anmeldung nötig sei. Sie meinte weiterhin, dass wir immer eine Anmeldung benötigen. Immer! Es führte zu nichts, wir fühlten uns, gelinde gesagt, veralbert, der nächste ICE sollte bald fahren. Um das abzukürzen, sagte ich, dass wir nun gerne den nächsten ICE nehmen möchten. Sie telefonierte mit 3S und sagte dann, dass wir nur mit dem Nahverkehr, also Metronom fahren können. Ich sagte, dass wir das aber nicht wollen und dass wir dann selbst zum ICE gehen. Am Bahnsteig sprachen wir trotzdem eine Bahnhofsmitarbeiterin an, die aber auch gleich behauptete, dass das so nicht gehen würde, da man sich ja anmelden muss. Da die Zeit drängte, erklärte ich ihr, dass das so nicht stimmt und dass das auch die Bahn so bestätigen kann. Dann sagte sie, dass ich ja wohl sehr gut bescheid wissen würde. Ich hatte inzwischen das Gefühl, Freunde werden wir heute nicht mehr. Die Dame wollte sich aber zumindest kümmern. Nach einiger Zeit kam eine auffällig nette Mitarbeiterin mit Bahnhofshublift, die uns direkt in den nächsten ICE helfen wollte. Der Bordhublift des ICEs sei aber plötzlich defekt (in der App steht es nicht), aber man werde jetzt hier und in Bremen den Bahnhofshublift benutzen. Dann noch die Info, dass wir auch bei sehr kurzfristigen Fahrten immer Bescheid sagen sollen. Das Zugpersonal kam dann raus, sah den Bahnhofshublift und sagte, dass sie auch den Bordhublift benutzt hätten (der ja angeblich defekt war!).

Frankyman

415,671 views • 2 years ago

🎶 „Wir waren vor euch blau – und wir werden’s immer sein!“ Kebekus liefert den ersten antifaschistischen Ballermann-Hit und zeigt der AfD den Mittelfinger – mit Glitzer, Beat und Käpt'n Blaubeer. 👉 Rechte kapern keine Farben. 👉 Rechte kapern keine Symbole. 👉 Rechte kapern nicht unser Blau. Blau war mal schön. Und jetzt holen wir’s uns zurück. Mit Dampf, Dabbedi und einem Song, der sogar Schlümpfe zum Tanzen bringt. 💙💃 #BlauGehörtUns #AfDNeinDanke #BallermannBumstNazisRaus #Kebekus #Schlafsheep Songtext: Wir waren vor euch da und wir werdens immer sein, Ja so blau wie der Himmel bei Sonnenschein. Wir waren vor euch blau und werden's immer sein denn in den Regenbogen passen keine Nazis rein. Der kleine Elefant und die Bullerei, ich auf jeder Party, dabbedi, dabbedai Jeans und Jimi Ochsenknecht, die Schlümpfe im Wald. Unsere Mama Erde, der Wasserhahn auf Halt. Blau, blau, blau ist eine geile Farbe. Blau, blau, blau, das sind wir jede Nacht. Darum lieb ich jeden der blau ist, morgen wird auch wieder blau gemacht. Wir waren vor euch blau und wir werdens immer sein, ja so blau wie der Himmel bei Sonnenschein. Wir waren vor euch blau und werdens immer sein, in den Regenbogen passen keine Nazis rein. Der alte Käpt'n Blaubär und die Tagesschau, Enzian und die EU, die Zunge vom Schauschau, der Haken bei Insta, das Meer und Elsas Kleid, die Typen von der Blue Man Group, Ersatzflüssigkeit. Blau, blau, blau ist eine geile Farbe, blau, blau, blau, das sind wir jede Nacht. Darum lieb ich jeden der blau ist, morgen wird auch wieder blau gemacht. Wir waren vor euch blau und wir werdens immer sein, ja so blau wie der Himmel bei Sonnenschein. Wir waren vor euch blau und werdens immer sein, in den Regenbogen passen keine Nazis rein. Zitat Carolin Kebekus: "Leute, wir müssen endlich aufhören, die AfD zu normalisieren. Und das ist tatsächlich gar nicht so leicht, weil die AfD hat sich ja mittlerweile in unseren Alltag rein reingesneakt. Die benutzen zum Beispiel mittlerweile viele Symbole, die früher ganz unverdächtig und schön waren. Blaue Herzen zum Beispiel. Ich meine, früher habe ich oft mit blauen Herzen kommentiert. Zum Beispiel, wenn jemand ein cooles blaues Outfit anhatte. Oder wenn ich gleichzeitig besoffen und verliebt war. Hat perfekt gepasst. Und plötzlich geht das nicht mehr, weil eine rechtsextreme Partei dieses Herz benutzt. Ich meine, jetzt ist das Herz plötzlich ein verfassungsfeindliches Symbol, oder wie? Früher bin ich zum Beispiel auch mega gerne zu La Mour Toujour von Gigi D'Agostino steilgegangen. Geht nicht mehr. Geht nicht mehr. Von Rechten für immer zerstört. Weil irgendwelche rechten VollidiotInnen auf Sylt dazu Parolen gegrölt und den Hitlergruß gezeigt haben. Wofür sie übrigens nicht mal verurteilt wurden. Aber so. Unterwandert die AfD Tag für Tag immer mehr unser Leben und unsere Freiheit. Und wir wissen alle, die korrekte Farbe für die AfD wäre eigentlich kackbraun. Aber irgendwie hat sich das Blau überall durchgesetzt. Auch in der Berichterstattung. Der AfD-Balken immer blau. Auch in Schlagzeilen über die AfD heißt es immer die Blauen. Und da sage ich jetzt einfach mal langsam, nee, es reicht. Weil blau ist schön. Mein Haussender, die ARD. Ist blau. Und ganz ehrlich, Leute. Ich war schon blau. Da gab es die AfD noch gar nicht. Blau ist eine schöne Farbe. Und die geben wir nicht her. Wir geben gar nichts mehr her. Wir wehren uns gegen die rechtsextreme AfD. Und darum holen wir uns diese Farbe jetzt zurück. Mit einem Song. Einem Song, der die Massen bewegen soll. In der deutschesten aller Musikrichtungen. Dem Ballermann-Hit."

Schlafsheep 📯🇩🇪🇪🇺🇺🇦🌻

81,825 views • 1 year ago

29. Juni 2022 – 29. Juni 2025 – Drei Jahre danach – und noch immer kein Urteil. Dafür mehr Mut. Mehr Klarheit. Mehr Anführer. Drei Jahre ist es heute her, dass ich verhaftet und für neun Monate in Untersuchungshaft genommen wurde – ohne Anklage, ohne Urteil. Ein Ereignis, das mein Leben verändert hat. Aber nicht gebrochen. Im Gegenteil. Ich blicke zurück mit Dankbarkeit: für alle, die in dieser Zeit zu mir gehalten haben, für die unzähligen Zeichen der Unterstützung, für jedes offene Wort und jede still getragene Hoffnung. Vor allem aber blicke ich nach vorn – mit Klarheit, innerer Ruhe und dem unerschütterlichen Vertrauen, dass Wahrheit ihren Weg findet. Der Versuch, mich zum Schweigen zu bringen, hat das Gegenteil bewirkt. Wir haben in dieser Zeit nicht aufgegeben, sondern weiter aufgebaut: Netzwerke der Selbstermächtigung, digitale Alternativen, neue Formen der Zusammenarbeit. Denn: „Der beste Anführer ist nicht der mit den meisten Anhängern. Der beste Anführer ist der, der die meisten Anführer erschafft.“ Wenn Menschen beginnen, sich selbst zu vertrauen, Verantwortung zu übernehmen und in ihrer eigenen Kraft zu stehen – dann entsteht eine Bewegung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Heute, drei Jahre später, geht es nicht um einen einzelnen Fall. Es geht um das, was wir als Gesellschaft aus solchen Momenten machen. Um Eigenverantwortung. Um die Bereitschaft, hinzusehen. Und um den Mut, sich nicht von Angst oder Druck bestimmen zu lassen. Ich danke Euch – für Eure Unterstützung, für Euren Mut, für Euren eigenen Weg. Lasst uns weiter gemeinsam an einer besseren Welt arbeiten. Für Frieden. Für Freiheit. Für Selbstbestimmung. Euer Michael Hintergrund: Aktueller Stand nach 38 Verhandlungstagen: Landgericht wollte einstellen – Staatsanwaltschaft zwingt zur Weiterverhandlung Seit Oktober 2024 läuft am Landgericht Stuttgart der Prozess gegen mich. Nach 38 Verhandlungstagen, rund 80 Zeugen und monatelanger Beweisaufnahme steht fest: – Kein einziger Zeuge konnte belegen, dass ich private Vorteile aus Schenkungen gezogen habe. – Das Landgericht wollte das Verfahren einstellen – die Staatsanwaltschaft stellte daraufhin einen Befangenheitsantrag gegen die gesamte Kammer. – Die ursprüngliche Anklage war bereits im Oktober 2023 nicht zugelassen worden. Erst das OLG zwang das Verfahren durchzusetzen. 🕵️‍♂️Ein Finanzbeamter sprach zuletzt offen von einem politischen Ermittlungsauftrag. 📆 Jetzt wird weiterverhandelt – bis zum 2. Oktober 2025. Der nächste Verhandlungstermin ist am Mittwoch, 02.07.2025 um 9:00 Uhr am Landgericht Stuttgart.

Michael Ballweg

38,593 views • 1 year ago

Gestern war ich auf dem Bebelplatz und konnte spüren, welche Kraft Liebe und Zusammenhalt für alle Menschen entfachen kann. Wenn man sich zur Aufgabe macht, zu versöhnen und zu verbinden, statt zu hassen. Eine Atmosphäre, wie ich sie bei pro-israelischen Veranstaltungen, Demos und Events seit dem 7. Oktober immer und immer wieder erlebt habe. Auch in den dunkelsten Zeiten, dem größten Massaker an ihrem Volk seit der Schoah, habe ich an keinem Tag Hass gespürt. Ich spürte Angst, Verzweiflung, Hoffnung und den unbeugsamen Wunsch nach Frieden - für Israel wie für Gaza. Die ersten beiden Wahrnehmungen, Angst und Verzweiflung, beschämen mich. Ich finde bis heute keine Worte dafür, dass Freunde von mir und ihre gesamte Community sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen konnten. Dass die Kippa unter einer Baseball-Cap verschwand und selbst ich, ohne Kippa selbstverständlich, aber mit gelber Hostage-Schleife, von hasserfüllt kreischenden Menschen wüst beschimpft und bedrängt wurde. Ausgerechnet hier, in Berlin, der Stadt, die wie keine andere Stadt auf der Welt wissen müsste, wohin Judenhass führen konnte und was ein Völkermord ist. Wie er mit industrieller Kälte und ohne jegliche Menschlichkeit geplant wurde (googelt mal Wannsee-Konferenz oder noch besser: besucht das Museum in der Villa der Konferenz am Großen Wannsee). Ich stehe dort also gestern auf dem Bebelplatz, im historischen Zentrum meiner Stadt, die ihrer Verantwortung schon lange nicht mehr gerecht wird, und höre eine von Demut und Dankbarkeit sehr stille Menge aus vollen Kehlen das Lied "Hevenu Shalom Aleichem“ singen. Teilweise zerrissene Menschen, deren Freude über die Heimkehr der Geiseln immer wieder überschattet wird von vielen Fragen. Fragen danach, wie es dazu kommen konnte. Wie Terroristen über den gesamten Westen eine Subkultur kreieren konnten, in der rote Dreiecke und Rufe nach der Zerstörung Israels als legitime Kritik und die Verbrechen des 7. Oktober als notwendiger Widerstand deklariert werden. Wie als Antwort auf diese Ohnmacht, die trotz der Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten, den sich hier wirklich jeder wünscht, auch ein unsicheres Bild für die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland und Europa zeichnet, singen sie. Das Lied "Hevenu Shalom Aleichem“ habe ich schon immer geliebt. Lange, bevor ich seine Bedeutung und Tragweite erahnen konnte. Wir sangen es im Schulchor auf- und ab. Irgendwann sang ich es nur noch mit Gänsehaut . Die Botschaft "Frieden für alle“ wurde ein Motto meiner gesamten Sicht auf die Welt. In diesen Zeiten ist sie leider wieder viel aktueller als wir alle uns das erhofft hätten. Als sie gestern auf der Danksagung für die Rückkehr der Geiseln gesungen wurde, wurde mir klar, dass sie ein Teil der Antwort auf eine Frage war, die mir seit zwei Jahren immer und immer wieder gestellt wird: Woher kommt dein Einsatz für Israel? Bist du Jüdin? Hast du familiäre Verbindungen zum Judentum? Nein, ich bin keine Jüdin. Ich habe einige jüdische Freunde, fantastische Menschen, bin aber kein tief involvierter Part der jüdischen Kultur. In meiner Wohnung gibt es keine Mesusa am Türrahmen. Im Fenster steht keine Chanukkia. Allerdings war ich mit 16 Jahren in Auschwitz, später in Treblinka. Für mich ist „Nie Wieder“ keine Phrase, kein Serviervorschlag, kein geerbter Kratzer in einer ansonsten makellosen Hülle, den man eben mitschleppen muss. Als ich Margot Friedländer die Hand schütteln durfte, durchzuckte mich die Wucht eines Menschen, der wie kein Zweiter die bestialischen Verbrechen des Holocausts erleben musste und nun, wie ein Engel der Vergebung, mit uns, den nachfolgenden Generationen, darüber sprechen, aufklären konnte. Ich nahm mir vor, wenigstens ein Hauch davon weiterzutragen. Das, was ich konnte. Ein Promille-Anteil an der unfassbaren Präsenz und Wichtigkeit einer Margot Friedländer. Ich wusste, dass ich in 1000 Leben nicht ihre historische Bedeutung erlangen würde - aber ich wollte auch nicht nichts machen. Auch das ist ein Teil der Antwort auf die Frage nach meiner Motivation. Ich habe Juden stets als sehr zurückhaltend, schlau, großzügig und friedfertig wahrgenommen. Und als Menschen, die noch immer schwer mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Dieser Eindruck hat sich in den letzten Jahren leider bestätigt und auf grausame Weise verschärft. Und nun stehen sie hier. Junge Menschen, alte Menschen, Menschen eben. Mein Sohn Luca ist noch keine zwei Jahre alt. An meiner Hand wiegt er sich zu "Frieden für alle, für die ganze Welt“. Er versteht die Worte nicht, aber ich glaube, er begreift die Stimmung - und ich heule. Stehe einfach mitten zwischen Unter den Linden und Hotel de Rome und weine, als müsste ich jede Träne aus mir rauspressen, die verfügbar ist. Aber ich lächle dabei. Das Lied gibt mir Flügel, Hoffnung und Kraft. Ich nehme den Menschen, die hier stehen und singen, jedes Wort ab. "Hevenu Shalom Aleichem“ bekommt für mich heute noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Obschon ihnen am 7. Oktober tausende Mitbürger genommen wurden, sie täglichen Terrordrohungen ausgesetzt sind, ihr einziger Staat von allen Seiten angegriffen wird, auf unseren Straßen Hass gegen sie herausgebrüllt wird und sie mehr als zwei Jahre auf die Rückkehr ihrer Geiseln aus der Hand von Terroristen warten mussten, die immer und immer wieder ankündigen, dass sie nicht ruhen werden, bis ihr Ziel, die Auslöschung Israels, erreicht ist, sehe ich keinen einzigen Menschen hier auf dem Bebelplatz, der sich Rache wünscht. Der sich Vergeltung wünscht. Der sich ausmalt, wie man seinen Angreifer nicht nur abwehren, sondern auch vernichten könnte. Jeder, den ich sehe, wünscht sich Frieden für alle. Ich möchte so sein wie diese Menschen. Hevenu Shalom Aleichem.

Marie von den Benken

34,789 views • 9 months ago

Die #AchtungReichelt Weihnachtsansprache Die Geschichte mag mich korrigieren, aber ich glaube, wir befinden uns am Vorabend eines besonderen Weihnachtsfestes, nach dem wir uns in kommenden Jahren noch zurücksehnen werden. Unsere stolze Volkswirtschaft steht noch mächtig und beruhigend vor uns, aber innerlich hat sie längst zu wanken und zu bröckeln begonnen. Die Symbole unserer christlichen Tradition erfüllen Straßen, Geschäfte und Wohnzimmer, unsere Lichter leuchten hell und zuversichtlich, aber die Festungsanlagen, die unsere Weihnachtsmärkte schützen, deuten darauf hin, dass der Kampf um unsere Kultur längst begonnen hat. Die Neun- und Zehnjährigen, die in diesem Winter mit Eltern oder Großeltern zwischen Glühwein- und Schmalzgebäckbuden wandeln, kennen NUR noch diese Realität der ständigen Bedrohung, nachdem sie als kleine Kinder an den Zugängen der Weihnachtsmärkte strenge Passkontrollen erlebt haben, die es an den Grenzen ihres Landes schon längst nicht mehr gibt. Wir sind ein Land geworden, das wir uns niemals hätten vorstellen können, wenn man uns vor wenigen Jahren davon erzählt hätte. Niemand, der in diesen Tagen in Ruhe mit seinen Kindern redet, wird die Spuren übersehen können, die der eingewanderte Islamismus in ihrem kleinen Leben, auf Schulhöfen und in Straßenbahnen, bereits hinterlassen hat. Wir sind noch nicht die Minderheit im eigenen Land, aber unsere Kinder sind bereits die Schwächeren in ihrem Alltag. 75 Jahre Wachstum, Innovation und Wohlstand haben eine deutsche Kulisse von enormer Stabilität geschaffen, eine gewachsene Friedenslandschaft aus Beton und Autobahnen, Industrie und Sozialstaat, aus Weltmarktführerschaft und Bewunderung. Aber in seinen Grundfesten ist unser Land längst erschüttert. Ein Jahrzehnt des hoch-ideologischen Moralismus ist nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Die totale deutsche Überlegenheit hat sich mal wieder als Irrweg herausgestellt. Der Klimafanatismus hat unser wirtschaftliches Fundament zerstört, der Migrationsfanatismus unser gesellschaftliches Fundament ausgehöhlt, unsere Identität in ein historisches Risiko gestellt, die von Politik und Medien eingeforderte und eingepeitschte Linientreue bei allen großen politischen Debatten hat uns verhärtet, die Angst, mit der Politik betrieben wird, hat an unserer Seele genagt, die Brandmauer teilt unser Land entlang von Gesinnungslinien, die Energiepreise fressen die Leistung ganzer Arbeitergenerationen und Unternehmerdynastien auf, in unseren Schulen können wir uns nicht mehr auf eine Sprache einigen, der Wortbruch ist zur politischen Führungsroutine geworden, der Widerspruch ist in der politisch-medialen Elite geächtet, der Glaube an die Meinungsfreiheit ist schwach wie eine bläulich flackernde Kerze, unseren Kindern hinterlassen wir kein Aufstiegsversprechen, sondern einen historischen Schuldenberg; sie werden arbeiten und bezahlen müssen für Dinge, für Ideen, die sie niemals angerichtet haben. Politik wird gegenüber dem Volk als Zermürbung und Zersetzung betrieben mit einer niemals endenden Abfolge von kleinmütigen Nutzlosigkeiten, von Kompromissen, die zum hoffnungslosen Selbstzweck geworden, Bürokratismus und wahnwitzige Regulierung sind wie bei Gulliver zu unendlich vielen Fäden gesponnen, die uns fesseln. Unser nationales Projekt für 2026 kann nur die geistig-moralische Erneuerung unserer selbst als Bürger sein. Das schweigende Marschieren für eine politische Klasse, deren Entscheidungen selbst-evident, in sich selbst bewiesen grundfalsch und selbstzerstörerisch sind, muss auch dort enden, wo man Konflikt und Widerspruch bisher gescheut hat. So ein Wandel geschieht nicht durch Befehl und Schreierei, sondern durch lustvolles, fröhliches, unbeugsames, freundliches Vorleben der individuellen Freiheit. Unser nationales Projekt für 2026 kann nur sein, uns vom Staatsglauben abzukehren und Erneuerung in uns selbst zu suchen. Was wir brauchen, ist die geistige Unabhängigkeitserklärung von Millionen Menschen, die bisher noch von der Weisheit der Obrigkeit ausgegangen sind. Die Obrigkeit sind wir. Nur in uns kann ein deutsches Comeback liegen, und es beginnt mit dem unerschrockenen Widerspruch, wann immer wir erkennen, dass der Staat sich unserem Streben nach Glück – und dem Streben unserer Kinder – in den Weg stellt. Alle staatliche Macht ist nur legitimiert dadurch, dass sie unsere Freiheit und unser Streben nach Glück beschützt, dass sie nicht mehr Umverteilung schafft, sondern weniger, dass sie Wachstum ermöglicht, statt das Schrumpfen zu verwalten und ideologisch zu beschönigen. Was wir 2026 brauchen, ist die Wiederentdeckung der Wirksamkeit. Nichts ist wirksamer in der Demokratie als der Bürger, der sich das Versagen des Staates nicht länger bieten lässt. Alle Macht, aber vor allem aller Wandel geht vom Volke aus. Es ist am Volk, das auch zu leben. Wenn wir doch erkannt haben, dass vom alles übersteuernden Steuerstaat keine Erneuerung und keine Reform zu erwarten ist, dann können nur wir selbst das sein. Ja, das ist mühsam. Ja, das mag unserem nationalen Naturell widersprechen, aber die Alternative ist wirtschaftlicher Niedergang, unter dem noch Generationen leiden werden. Oft höre und lese ich, dass das Vertrauen in den Staat schwindet. Das wird in Deutschland stets klagend und besorgt berichtet. Aber es gibt in unserer Demokratie das konstruktive Misstrauen. Es ist im Grundgesetz festgeschrieben. Konstruktives Misstrauen gegenüber dem Staat und den Mächtigen ist keine Delegitimierung, sondern unser bestes Recht. Rechte leben nicht auf Papier, sondern immer nur, indem man sie wahrnimmt, stur darauf besteht und sie beharrlich auslebt. Die Wirtschaftskrise, die auf Deutschland zurollt und in der es um all den Wohlstand gehen wird, den alle Generationen seit dem zweiten Weltkrieg geschaffen haben, wird nicht von Mitläufern und Duckmäusern überwunden werden, sondern nur von stolzen Bürgern, die sich selbst erwecken und auf das bestehen, was doch aus sich selbst heraus bewiesen ist: Dies ist unser Land und das Land unserer Kinder, kein buntes Siedlungsgebiet. Dies ist der Ort, an dem wir ohne Angst, in unserer Sprache, in unseren Grenzen, ausschließlich nach UNSEREM Recht und Gesetz (Worte wie Scharia sollten unsere Kinder nicht einmal kennen), mit unseren Werten und Traditionen nach Glück streben dürfen, ohne dass Politik durch Verbote, Ideologie und ein alles erdrückendes Abgabenregime darüber entscheiden darf, wie wir unser Leben gestalten.

Julian Reichelt

127,166 views • 7 months ago

Ist das unser Verständnis von einer humanen Asyl- und Migrationspolitik? Wo bleibt die Solidarität für eine Religionsgemeinschaft, die wieder in Genozidgebiet abgeschoben wird, während ihre Täter frei gewähren dürfen? Es darf nicht sein, dass nur die betroffenen #Jesiden selbst darüber sprechen, wir müssen ihre Stimmen schallverstärken und für Hör- und Sichtbarkeit sorgen. Hier geht es um Menschenleben und Menschenwürde. Die jesidische Familie Qassim überlebte den Genozid an den Jesiden nur knapp. Sie flohen nach Deutschland und beantragten hier Asyl, was jedoch Anfang 2023 abgelehnt wurde. Dagegen klagten sie - und bekamen Recht, am Tag der Abschiebung. Als die Entscheidung zugunsten der Familie einging, saßen sie bereits im Flieger. Deutschland fühlt sich dieser Tage sehr kalt an. Und damit meine ich nicht das Wetter, sondern wie wir mit Menschen umgehen, die Schutz brauchen. Am Beispiel des Umgangs mit den Jesiden zeigt sich die abscheuliche Asyl- und Migrationspolitik in Deutschland. Das kann man niemandem da draußen vermitteln, was das mit Gerechtigkeit zu tun hat. Ohne, dass ich das Wort #Stadtbild hier wieder bemühen will - aber ich möchte nicht in einem Deutschland leben, in dem Jesiden nicht erwünscht sind. Elf Jahre nach dem Genozid an den Jesiden ist Irak für Jesiden immer noch kein sicheres Land. Ihre Heimatregion ist zerstört, sie sind nach wie vor noch Diskriminierung, Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt. Für viele hat der Genozid nie aufgehört; Irak ist für sie unbewohnbar. Mit HAWAR.help und Pena.ger fordern wir Aufenthaltsgenehmigungen für Jesiden, anstatt Abschiebungen ins Genozid-Gebiet! Danke an ZDFheute für die Berichterstattung, die weiterhin fortwährend und kontinuierlich stattfinden muss. #JesidenBleiben #Abschiebungen

Düzen Tekkal

70,990 views • 9 months ago

Der neu gewählte Bundestag, der sich heute konstituiert, muss in einer schweren Zeit agieren. Es gibt immer mehr bewaffnete Konflikte auf unserem Planeten. Wir haben einen Krieg in Europa. Deutschland war und ist durch verschiedene Krisen erschüttert. Wenn wir mehr Glaubwürdigkeit bei der Bevölkerung erreichen wollen, sollten wir in unserer Sprache das Maß wahren, nicht immer bei Menschen mit anderer Auffassung das Übelste unterstellen, und wir alle müssen ehrlicher werden. Man muss die wahren politischen Beweggründe für Entscheidungen angeben und nicht falsche, von denen man meint, dass sie eine Mehrheit trägt. Wir hatten und haben eine Energiekrise und eine Inflation. Die Lebensmittelpreise sind im Laufe von drei Jahren um über 35 Prozent gestiegen. Für viele Bürgerinnen und Bürger, die von Sozialleistungen leben, eine niedrige Rente haben oder zu wenig verdienen, ist das eine ungeheure Belastung, und sie verlieren das Vertrauen in die etablierte Politik, wenn keine ernsthaften Maßnahmen dagegen unternommen werden. Ich möchte vier überparteiliche Gremien für den Bundestag vorschlagen, in denen wir offen, ehrlich und ohne Öffentlichkeit bestimmte Fragen erörtern und im Falle von Ergebnissen diese dann der Öffentlichkeit vorstellen - für eine sichere künftige Rente, für Steuergerechtigkeit, für unser Krankenkassensystem und für den Abbau von Bürokratie. Bundespräsident Steinmeier möchte ich bitten, ein Gremium einzusetzen, dass sich mit der Frage der Sicherung von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit auseinandersetzt. Es muss uns gelingen, trotz des gewaltigen Drucks im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes die Grundfesten unseres Grundgesetzes für alle Zeiten zu sichern. Ich wünsche unserer Bevölkerung und uns einen lebendigen Bundestag, in dem ohne Beleidigungen, ohne Beschimpfungen, ohne Unfairness durchaus hart gestritten, diskutiert und entschieden wird und ich wünsche uns einen Bundestag, der noch näher an die Menschen herantritt, die wir hier vertreten. #Konstituierung #Bundestag #Alterspräsident

Gregor Gysi

88,889 views • 1 year ago

Es war mir eine Ehre die Livestreams von Jerome Powell zu Peakzeiten vor über 10.000 Zuschauern zu übersetzen. Das war eine Zeit die ich nie vergessen werde. Und an dieser Stelle ein echtes Hut ab vor Powell. Egal wie oft Trump ihn öffentlich attackiert hat, egal ob mit Klagen gedroht wurde, egal mit welchem Druck man ihn einzuschüchtern versuchte, der Mann ist standhaft geblieben. Hat sein Ding durchgezogen. Hat sich von keiner Twitter Tirade aus der Ruhe bringen lassen. Powell hat über Jahre hinweg gezeigt was es heißt Rückgrat zu haben in einer Position in der die meisten längst eingeknickt wären. Heute werde ich das FOMC Meeting und die Rede aber nicht live streamen. Ich habe mir vor einer Weile gesagt dass ich nur dann live gehe wenn wirklich etwas passiert. Und heute wird nichts passieren das es wert wäre. Die Zinsen werden zu 100 Prozent nicht gesenkt. Der Bitcoin Preis stagniert. Es gibt schlicht nichts was einen Livestream rechtfertigt. Ich weiß für manche von euch ist das nicht das was ihr hören wollt. Aber am Ende des Tages ist es das Beste für uns alle. Ich werde nicht 150 Schlagzeilen draus machen wenn nichts passiert. Das macht YouTube heute schon genug. Ich will dass ihr mir vertraut wenn ich mich melde. Und das geht nur wenn ich nicht jeden Tag wegen jeder Kleinigkeit live gehe. Sobald irgendetwas passiert das es wert ist, bin ich der Erste am Start. Versprochen. Schönen Abend euch allen.​​​​​​​​​​​​​​​​ Unten findet ihr übrigens den schönsten Moment den ich mit Powell hatte. Geniesst ihn. #Bitcoin #Krypto

Wolf

56,201 views • 3 months ago

Also, ich als Merzfeind Nummer 1 (kann ich beweisen, dass ich das bin), nehme jetzt Merz mal gründlich in Schutz! Muss mal sein. Wahrscheinlich meint ihr gleich, der leidet an einer Fehleinschätzung ... nö! ... leide ich nicht. Aber viele andere. Ich begründe als und argumentiere: Also ich bin da voll der Ansicht von Frau Beatrix von Storch Beatrix von Storch. Merz ist kein Trottel, auch kein dummer Versager und auch keine lächerliche Witzfigur. Ich warne deutlich vor dieser Fehleinschätzung, wie sie überwiegend diese Regionalgrößen wie Tichy, Tichys Einblick, Reichelt, Julian mit nius, apollo news und ein paar andere Hirnis verbreiten, auch die eigenen Hohl-Phrasen dazu nie begründen und denen leider viele folgen. Mag Merz Probleme haben sein neues Kabinett zu gestalten - hat er in Wahrheit gar nicht, denn: er umgibt sich jetzt nur noch mit den treuesten Vasallen, und schmeißt die Gefährder raus oder lässt sie gehen, was man tut, wenn man in den Endkampf mit dem Feind, also UNS, zieht, damit ihm niemand mehr aus eigenen Reihen in den Rücken fallen kann. Auch das macht er klug und aus weiser Voraussicht. Das hat überhaupt nichts mit dumm zu tun oder unfähig. Auch seine aggressiven Angriffe auf uns ... das mag alles sein, bösartig, dreckig, dreist .. aber sicher nicht dumm, Beachtet man zudem, was er uns alles in den letzten 12 Monaten angetan hat, also hunderte Male so richtig die Fresse poliert, aus Deutschland über eine Billion Euro rausgepumpt hat -locker- kann er nicht dumm sein. Das ist dem nicht aus Versehen passiert, weil er Fehler macht oder Irrtümer begeht. Das ist eine völlig falsche Annahme. Auch in den nächsten Monaten wird Merz all denen, die ihn als Versager titulieren, und aber NICHTS gegen ihn machen, wieder und wieder die Gesichtszüge bügeln, wetten? Der Mann ist brandgefährlich. Hochgefährlich. Und er wird auch nicht und nie selbsttätig aus seinem Amt verschwinden; höchsten um einen anderen an seinen Platz zu lassen, der den Auftrag noch besser umsetzt und erfüllt, als er selbst. Das ist möglich. Sonst aber nix. So einen Gegner falsch einschätzen und unterschätzen ... ouh man man man ... das ist ungeheuer dumm oder warum verbreitet man solch eine Mist? Wem nutzt das? Ja, genau: Merz! Tut mir leid, aber #isso!

M. Markert

50,685 views • 3 days ago

Man kann sich natürlich an Frauen wie mir abarbeiten, weil ich mit 36 unverheiratet und kinderlos bin. Es lohnt auch nicht, vor fremden Menschen auszubreiten, warum ich das für mich so entschieden habe. Manches lag in meiner Gewalt, manches nicht. Die Option, sich von einem Mann ein Kind machen zu lassen, um ihn versuchen zu binden, hätte es, wie für die meisten Frauen, immer gegeben. Aber das ist nicht meine Vorstellung. Gestern lief dann im Vorabendprogramm eine Doku im ZDF, auf die mich ein Follower aufmerksam machte. Dort erzählte ein Ex-Paar seinen Werdegang von Kindern, über Heirat, Hausbau und Scheidung. Mittlerweile wird jede dritte Ehe in Deutschland geschieden. Und wenn man sich das anschaut, weiß man auch ein Stück weit warum. Die Schwangerschaft mit dem gemeinsamen Kind war nicht geplant. Weil nun aber ein Kind unterwegs war, folgte die Hochzeit. Weil man zuvor schon alleinerziehend mit einem Kind war, wollte die Frau nach eigenen Aussagen beim zweiten Kind vor allem Sicherheit, weshalb sie dem Antrag zustimmte, während der Ex-Mann sagt, dass er sie aus Liebe heiraten wollte. Es gibt einige Szenen, die mich sprachlos machen, das ist eine davon. Nach der Ehe folgt der Hausbau und kurz nach der Hochzeit fängt es schon an zu bröckeln. Na klar, man hat alle Lifegoals wie Kinder, Heirat und Hausbau abgearbeitet. Der gesellschaftliche Soll ist erfüllt. Jetzt ist man mit sich und dem Alltag alleine und muss sehen, was da eigentlich an partnerschaftlicher Substanz übrig bleibt. Und das ist bei manchen offenbar nicht allzu viel. Es folgt die Scheidung, die auch noch zelebriert wird, als wäre es eine großartige Lebensleistung, dass die eigene Familie gescheitert ist. Für mich die traurigste Szene in der gesamten Doku. Aber für Frau anscheinend nicht so schlimm, weil der neue Typ auch schon in den Startlöchern ist. Ebenfalls im Trennungsjahr. Zudem hat man ja das Haus bekommen, dass einem der Ex überlassen hat und in dem man jetzt mit dem neuen Mann wohnt. Es stellt sich die Frage, wie viele Ehen in diesem Land genau auf einem solchen Fundament fußen. Man sieht es immer wieder gerade in meiner Generation. Nicht wenige sind in meinem Alter oder wenig älter schon wieder geschieden. Vieles zielt augenscheinlich unbewusst auf das Abhaken von bestimmten gesellschaftlich definierten Lebenzielen wie Ehe, Kinder und Hausbau ab. Und wer gerade da ist, der wird dann genommen. Dabei scheinen sich manche dann wenig auf dem Weg zu diesen Zielen darüber Gedanken machen, ob der Mensch an ihrer Seite wirklich der richtige Partner für‘s Leben ist. Ich wäre sicherlich mit 36 auch gerne verheiratet. Hätte auch gerne einen Mann, mit dem man sich zusammen etwas aufbaut, Haus baut etc. Kinder vielleicht. Aber da war ich mir immer uneins, ob ich überhaupt welche möchte. Mit dem Richtigen vielleicht, aber den gab es nun einmal nicht. Und das ist der entscheidende Punkt. Ich hätte das, wie fast jeder Mensch, auch gerne. Aber nicht auf Krampf, nicht um jeden Preis, nicht mit faulen Kompromissen. Nicht aus einem „Unfall“ heraus oder weil es „Zeit wird“. Manche haben das Glück, den richtigen Partner früh zu finden, andere nehmen einfach das, was dann gerade da ist und wieder andere wie ich, warten dann lieber oder bleiben allein. Es wäre schön, wenn man Frauen wie mich dafür weniger angreifen würde. Denn das, was ich da gesehen habe, finde ich kein Bisschen erstrebenswerter. Schon gar nicht für die Kinder und unsere Gesellschaft an sich. Der angefügte Ausschnitt zeigt, wie Frau mit Tiara und Schärpe zusammen mit ihrem neuen Lebensgefährten die Scheidung feiert.

Anabel Schunke

175,998 views • 1 year ago

Die Tochter von Schäuble ist ein Sicherheitsrisiko für Deutschland geworden. Bitte erst lesen, dann den Film ansehen. Danke. Wenn in der #Tagesschau, der wichtigsten Nachrichtensendung für die Wählerschaft der CDU/CSU sowie der Ü50-Gruppe, der Klimawandel und die veränderten Jetstreams sowie die nie zuvor in dieser Höhe gemessenen Meerestemperaturen wieder und wieder verschwiegen werden, bloß damit die Bevölkerung unwissend bleibt, dann ist das Wahlmanipulation aber auch ein eklatanter Bruch mit dem Auftrag an den ÖRR. Der ÖRR müsste die Wahrheit berichten. Den Gesamtzusammenhang darstellen und einordnen. Die ARD berichtet jedoch nur noch die Hälfte der Wahrheit und selbst die wird noch subtil aber sehr wirkungsvoll verzerrt. Und wozu das alles: Damit das Publikum die Gefahr durch den Klimawandel möglichst gering einschätzen soll. Auf keinen Fall sollen die Menschen verstehen, wie gefährlich es bereits jetzt ist, damit auf keinen Fall #Merz die potentiellen Wähler davonlaufen. Damit die Menschen weiterhin glauben sollen: „Der Klimaschutz ist überbewertet. Wir haben noch Zeit. Die Welt geht morgen nicht unter.“ (Alles Sätze von Merz.) Die Menschen sollen also die Gefahr als geringer einschätzen als sie ist, weil sie sonst nicht Merz, sondern Habeck wählen könnten - und das gilt es zu verhindern. So zumindest die Programmpolitik von Frau Strobl (geb. Schäuble) in der ARD. Man kann das immer wieder beobachten, weil bedeutend ist, was man in der ARD unerwähnt lässt. Ein krasses Beispiel ist die Katastrophe in Bosnien-Herzegowina. Kein einziges Wort über den Klimawandel. Kein einziges Wort über die so noch nie dagewesenen extremen Meerestemperaturen. Kein einziges Wort über die Verschiebung der Jetstreams und was das bewirkt hat. Dafür aber eine täuschende Ablenkung am Ende 🤬 Worin die Täuschung liegt: Betroffen ist eine große Region mit etlichen Tälern und mehreren Orten, die teils in Tälern und teilweise in Ebenen liegen. Zuerst werden Bilder aus verschiedenen Bereichen gezeigt. Erdrutsche und Schlammlawinen, die ganze Häuser mitgerissen haben, gab es in mehreren Tälern. Als letztes wird dann aber ein Steinbruch benannt, der ggf. schlecht gesichert war. Was bleibt bei älteren Leuten hängen? Na? Eben, die letzte Information „Ach so, das war also alles ein von den Jugoslawen schlecht gesicherter Steinbruch. Typisch Balkan, die arbeiten halt nicht gut.“ Und mit dem Zerrglauben, dass alles gar nicht so schlimm sei, hier in Deutschland all das nie passieren könnte, damit gehen die Leute dann ins Bett. Dass das ebenso Ortschaften im Schwarzwald, in Bayern oder in anderen Regionen hätten sein können, es wie an der Ahr hätte sein können, wenn der Abstand zwischen den Jetstreams ein anderer gewesen wäre, diese Furcht, die Menschen vielleicht dazu bewegt hätte, doch pro Klimaschutz und gegen Merz zu wählen, die wurde hier journalistisch sehr bewusst weggenommen. Journalisten wissen sehr genau, wie man Nachrichten aufbauen muss, damit bestimmte Eindrücke hängen bleiben. Sehr genau! Journalisten sind Meister der Rhetorik. Nichts davon ist Zufall. Hier wurde absichtlich eine sogenannte „Diversio“, eine Ablenkung, an das Ende des Textes gesetzt. Das ist eine Form der Manipulation, weil hier der Zusammenhang verschwiegen wurde, das Ausmaß gezeigt aber nicht erwähnt wurde und man am Ende die Menschen absichtlich auf eine falsche Fährte jagt. Deshalb: Die Tochter von Schäuble, die in der ARD in Führungsposition sitzt, ist ein Sicherheitsrisiko für Deutschland geworden. Und jetzt bitte anschauen und wirken lassen. Und wenn Sie mit Ihren älteren Angehörigen darüber sprechen, was hier passiert und darauf hinweisen, dass es genauso hätte St. Blasien im Hochschwarzwald oder eine andere Region in 🇩🇪 hätte sein können oder in 14 Tagen sein könnte, dann wäre ich dankbar. Die Menschen müssen informiert sein, dann ziehen sie auch die richtigen Schlüsse.

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116,223 views • 1 year ago

Katrin Göring-Eckardt mal wieder mit dem obligatorischen politischen Gaslighting von grüner Seite. Nicht Links mit seiner woken Cancel Culture der letzten Jahre ist demnach dafür verantwortlich, dass Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung nicht mehr sagen zu können, sondern Leute, die in der Öffentlichkeit sagen, man könne seine Meinung nicht mehr sagen. Denn das würde ja wieder die Algorithmen dementsprechend füttern. Darauf muss man erstmal kommen. Und dann kommt das linke Argument, das immer kommt: Den Leuten ginge es in Wahrheit um Widerspruchsfreiheit. Was folgt ist eine Geschichte aus dem Paulanergarten, in der Frau Göring-Eckardt stundenlang mit Bürgern spricht, die ihr genau das bestätigen. Eh sorry, in fast 10 Jahren, die ich das hier mache, hat noch nie ein einziger Mensch zu mir den Satz gesagt: „Ich kann ja sagen was ich will, aber ich habe Angst, dass mir widersprochen wird.“ Und ich glaube, ich habe tagtäglich mit deutlich mehr Menschen zu tun, die das Gefühl haben, ihre Meinung nicht mehr frei sagen zu können, als KGE. Das ist halt absoluter Kokolores. Es geht nicht um Widerspruchsfreiheit, es geht um wirkliche berufliche und soziale Konsequenzen, bis hin zur strafrechtlichen Verfolgung, wenn man seine Meinung sagt. Aber davon verstehen Linke nichts, weil es sie nicht betrifft. Außer, sie sagen plötzlich etwas, was dem eigenen linkswoken Spektrum nicht passt. Wie z.B. in der Transdebatte. Und jetzt rumjammern, dass sich von rechts eine Gegen-Cancel-Culture entwickelt und so tun, als sei die im luftleeren Raum entstanden und viel schlimmer, weil von Links gäbe es ja eigentlich gar keine Cancel Culture. Hahahaha. Nice try. Natürlich ist es problematisch, dass sich auch langsam ein Wokismus von Rechts entwickelt, aber man sollte hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln.

Anabel Schunke

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Die Empörung über das Singen der DDR-Hymne, deren erste Strophe Lothar de Maizière zu Wendezeiten noch in die Nationalhymne integrieren wollte ( halte ich für ziemlich lächerlich. Es ist Inbegriff einer Ostalgie, angestoßen von Steimle, Schlussnote eines schrägen Auftritts in Dessau, nicht verboten – einfach kein Aufreger. Die (zweideutigen) Äußerungen Steimles, wonach man Merkel an die Wand stellen könne und sie einsitzen werde, sind hingegen sehr wohl problematisch und unappetitlich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ebenso übrigens wie der wenig später folgende Stauffenberg-Verweis von Steimle hinsichtlich Merz, wobei der dümmste (und verräterischste) Teil für mich der Nebensatz »wenn man ihn mal braucht« ist. Steht für Steimle jetzt Merz in einer Reihe mit Hitler, weil das Bühnenprogramm den Joke brauchte? Dumm. Dazu sei auch gesagt, dass der Verweis darauf, dass Steimle Provokateur und Kabarettist ist, nicht wirklich zieht. Wenn Frank-Walter Steinmeier AfD-Wähler indirekt als Ratten dehumanisiert, es Ungeziefer-Vergleiche hagelt oder Jan Böhmermann (ebenfalls »Comedian«) Fahndungsplakate gegenüber Rechtslibertären veröffentlicht, ist die Empörung groß, völlig zu Recht. Es ist von »Mordaufrufen« die Rede. Aber gerade deshalb muss die AfD dieselben Standards an ihre Bühnen anlegen. Zudem muss sie – gerade intellektuell – einen höheren Anspruch an sich selbst haben, um nicht in ähnliche (wenn nicht sogar schlimmere) Rhetorik zu verfallen. Man sollte sich dabei auch ehrlich machen: Wenn solche Äußerungen wie die von Steimle in exakt dieser Form gegenüber Weidel, Chrupalla oder Höcke von einem linken Comedian im Beisein von zwei linken Politikern gefallen wären (was ich für absolut möglich halte), würde man sich hier extrem echauffieren. Klar, Steimle ist nicht Böhmermann und die Bühne in Dessau auch nicht das ZDF-Programm, aber diese Äußerungen sind völlig unnötige Angriffsfläche, ziemlich grenzdebil und sollten ohne wenn und aber abgelehnt werden. Die dritte – und entscheidende – Ebene ist für mich aber, dass ich diesen Tag medial verfolgt habe, und erneut zu der Erkenntnis komme, dass sich so gut wie niemand mehr die Mühe macht, Ostdeutschland halbwegs fair begegnen und begreifen zu wollen. Hier gibt es etliche Takes, die ein »Unrechtsregime«, »Schießbefehle« und die Stasikarteien ins Feld führen (die meisten übrigens von Westdeutschen), während anscheinend niemand begreift, dass die bundesrepublikanischen Regierungen, von Merkel, Merz und Ampel repräsentiert, für viele Menschen schon längst als Wiederkehr der DDR wahrgenommen werden: in Form einer Politik gegen das Volk, gegen die Arbeiter, gegen die eigenen Interessen; in Form von Realitätsleugnung und Beschönigung einer Jetztzeit, die von vielen als falsch und verkommen wahrgenommen wird. Dazu gehört eine oktroyierte Bundespolitik, die schlichtweg nicht mehr kongruent mit den Mehrheitsverhältnissen in Ostdeutschland ist; ein Festhalten an der Brandmauer und am Ausschluss der AfD von politischer Gestaltungsmacht; eine Weichenstellung für Überfremdung und den demografischen Umbau der Gesellschaft, den sich niemand ausgesucht hat; ein Staatsapparat, der repressiv gegen Kritiker vorgeht und mitunter als totalitär wahrgenommen wird; eine Entkopplung der politischen Klasse, die eine Sprache spricht, die (im Osten) keiner mehr versteht; und eine Außenpolitik, die viele Menschen nicht als ihre begreifen. Genau darauf sollte man, neben mEn notwendiger Auftrittskritik, seinen Fokus doch eigentlich legen, denn genau dies erklärt sehr gut, weshalb die DDR in der Wahrnehmung vieler eben nicht als das absolute Böse wahrgenommen wird; dass man sich mit »Auferstanden aus Ruinen« verbundener fühlt als wir hier auf X glauben; dass man Zeiten, in denen der Zusammenhalt und die Gemeinschaft noch was zu zählen scheinten, glorifiziert; und dass man sich in Dessau bei solchen Auftritten deutlich mehr abgeholt fühlt als in Leitartikeln von Wochenzeitungen und »Bericht aus Berlin«-Sendungen zur Primetime. Das mag einem in der Berliner Blase nicht schmecken, aber das ist die Wahrnehmung vieler im Osten. Das Negieren davon ist Teil des Problems. Für große Teile der Wähler in Ostdeutschland ist die heutige politische Klasse mit ihren Entscheidungen eine Art Neo-DDR geworden, die sich, auch das gehört zur Wahrheit, in ihrem Endstadium befindet, aber noch an Macht klammert. P.S.: Die DDR mit ihren Tante-Emma-Läden und satten Rapsfeldern kommt trotzdem nicht mehr zurück.

Jan A. Karon

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