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Asylbewerber sollen endlich zahlen! Wer durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten einen Polizeieinsatz in einer Asylunterkunft auslöst, soll dafür auch selbst zahlen nicht immer der deutsche Steuerzahler. Keine Veruntreuung von Steuergeld mehr!

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Liebes Das Lumpenpack Ich habe mir diesen FLINTA-Pit-Beitrag jetzt mehrfach angehört, und mich verstört daran weniger der Pit als das Menschenbild dahinter. Wer einen geschützten Bereich für bestimmte Menschen auf seinem Konzert schaffen möchte: bitte. Es ist euer Konzert. Aber hört euch einmal die Sprache an, die daraus inzwischen entstanden ist. Wer darf wohin? Wer soll sich zurücknehmen? Wer muss zuhören? Wer hat zu verstehen? Und wer nicht verstehen will, soll bitte gar nicht erst kommen. Sogar Männer, die bei dieser Ansage einfach das Konzert verlassen, sind plötzlich „peinlich“. Was sollen sie denn sonst tun? Sie stören niemanden, sie protestieren nicht, sie gehen. Aber selbst das reicht offenbar nicht mehr. Nicht nur das Verhalten soll stimmen, sondern möglichst auch die innere Haltung. Und genau da wird es mir unheimlich. Seit wann besteht eine offene Gesellschaft daraus, Menschen vorab in Gruppen einzuteilen und ihnen anschließend unterschiedliche Rollen zuzuweisen? Die einen sind marginalisiert, die anderen privilegiert. Die einen brauchen Empowerment, die anderen sollen sich zurücknehmen. Und über allem schwebt ein pädagogisches Regelwerk darüber, wie der richtige Mensch zu denken, zu fühlen und zu reagieren hat. Ich komme aus einer Zeit und einer Kultur, in der wir uns gerade deshalb nähergekommen sind, weil wir einander begegnet sind. Schwule, Lesben, Heteros, Transmenschen, Männer, Frauen, Spinner, Spießer, Punks und was weiß ich. Natürlich gab es Ablehnung. Natürlich gab es Arschlöcher. Aber Menschen verändern sich doch gerade durch Begegnung. Heute erklärt man ausgerechnet im Namen der Vielfalt erst einmal jedem seine Schublade. Ihr könnt auf euren Konzerten selbstverständlich eure Regeln machen. Aber verkauft mir diese permanente Sortierung von Menschen bitte nicht als große gesellschaftliche Befreiung. Mir ist eine Welt lieber, in der wir lernen, miteinander klarzukommen, obwohl wir verschieden sind, als eine eiskalte Gebrauchsanweisung dafür, wer neben wem stehen darf und wer sich wann zurückzunehmen hat. Das ist für mich keine Vielfalt. Vielfalt beginnt dort, wo man auch den Menschen aushält, der noch nicht so denkt wie man selbst. Herzlichst Kay Ray ❤️ ❤️ ❤️

Kay Ray

55,561 次观看 • 3 天前

Die Deutschen fühlen sich immer unsicherer. Mittlerweile haben 38% der Bürger hierzulande Angst, Opfer einer Straftat zu werden. 2018 waren es noch 28 Prozent. Ein Grund könnten nicht nur steigenden Zahlen im Bereich der Gewaltkriminalität sein, die das BKA jüngst vorstellte, sondern auch das, was man tagtäglich auf den Straßen erlebt. Da hilft es auch nicht, wenn Nancy Faeser die Implosion der inneren Sicherheit mit einem Grinsen vorstellt oder uns „Experten“ im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk erzählen, dass es wahrscheinlicher ist, an Grippe als an einem Terroranschlag zu sterben. Ich möchte an dieser Stelle aber noch einen weiteren Gedanken einführen, der über die nachweisliche wachsende Unsicherheit durch die Migration hinausgeht. Es ist das, was der Harvard-Professor Robert Putnam einst „soziales Kapital“ nannte. Quasi eine Art Klebstoff, der Gesellschaften zusammenhält. Dieser Klebstoff löst sich in multikulturellen Gesellschaften auf. Das Vertrauen nimmt, aufgrund der Unterschiedlichkeit der Menschen, nachweislich ab. Natürlich spielen auch Gründe wie die zunehmende Individualisierung in modernen Industrienationen und die Abnahme von Vereinstätigkeiten und anderem eine Rolle, aber vor allem werden wir uns immer fremder, weil wir tatsächlich Fremde sind. Weil Integration viel zu oft scheitert. Weil wir oftmals nicht mal mehr eine gemeinsame Sprache sprechen. Wer sich nicht „versteht“, wer nicht dieselben Werte teilt, wer in völlig verschiedenen Kulturen lebt, der misstraut sich eher als Menschen, die einander kulturell ähneln. Man muss kein Genie sein, um auf diese Formel zu kommen. Und doch wird sie weitgehend in der Debatte ignoriert. In der Folge schwindet das, was uns im innersten Zusammenhält: Unsere gemeinsame Identität und damit unser Gemeinsinn, unsere Solidarität miteinander. Es ist vor diesem Hintergrund nicht nur nicht verwunderlich, dass das Sicherheitsgefühl nicht nur durch tatsächliche Taten tangiert wird, sondern auch durch gefühlte Unsicherheit durch Fremdheit und Misstrauen leidet. Des Weiteren erklärt das, neben anderen Gründen auch, weshalb nur 17% Prozent der Deutschen bereit wären, dieses Land im Falle eines Angriffs zu verteidigen. Weil man nicht mehr weiß, für was man das tut und für wen. Weil es kein Sicherheitsgefühl, kein Vertrauen mehr ineinander und keine gemeinsame Identität mehr gibt.

Anabel Schunke

103,857 次观看 • 1 年前