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Elektroschocker und Alkohol. Keine gute Combo.

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Warum ich keinen Alkohol mehr trinke. Es gibt nichts Schöneres als einen torfigen Single-Malt-Whiskey, der nach Jahren der Ruhe und des Reifens in einem alten schottischen Holzfass den Weg in mein Glas findet. Was für ein Genuss. Diesen Genuss gebe ich nun auf. Adieu, Alkohol. Warum? Einerseits, weil die medizinische Evidenz zeigt, dass Alkohol schon in kleinen Mengen in gesundheitlicher Hinsicht keine gute Idee ist. Die alte Binsenweisheit, Alkohol sei gesund, wenn man nicht zu viel trinkt, hat sich leider als Illusion, als Wunschdenken erwiesen. Andererseits, weil unsere kollektive Affinität für Alkohol zu grossen Teilen mit tradierten Normen und sozialer Erwartungshaltung zu tun hat. Wir beginnen mit dem Trinken nicht in erster Linie, weil es uns besonders gut schmeckt. Wir trinken, weil man trinkt. Das sollte uns suspekt sein. Denn damit bagatellisieren wir eine der gesundheitlich und sozial destruktivsten Drogen überhaupt. Müssen wir den gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol ändern? Ein totales Verbot ist m.E. nicht der richtige Weg. Das schwedische Modell könnte aber eine positive Veränderung sein. In Schweden kann man allen Alkohol, nach dem man sich sehnt, kaufen. Getränke mit mehr als 3.5% Alkohol sind aber nur in staatlichen Monopol-Verkaufsstellen, "Systembolaget", erhältlich. Ohne schrille Werbung, ohne Sonder- und Lockangebote. Das Ganze hier ein bisschen ausführlicher mit weiterführenden Quellen: Wie habt ihr es mit Bier, Wein, Whiskey, Vodka und Co.?

Marko Kovic

29,355 views • 2 years ago