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Ex ProSieben-Programmchef:🔥„Ulrich Siegmund gibt uns Zuversicht und Hoffnung!“ Borris Brandt war Programmchef bei ProSieben. Er brachte Big Brother nach Deutschland und er war Jahrzehnte als Fernsehproduzent im Mainstream. Jetzt bricht er im Gespräch mit AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet vor der großen Wahl in Sachsen-Anhalt eine Lanze für die AfD: Wer...

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Nach massiver Kritik von wirklich allen Seiten hat der AfD-nahe Streamer „Aktivistmann“ das Video, in dem er immer wieder die Spiegel-Journalistin Ann-Kathrin Müller belästigt, zumindest hier auf X wieder gelöscht. Warum, kann er natürlich zunächst nur selber beantworten. Allerdings gab es auch schon vor der Wahl in Sachsen-Anhalt Versuche, vonseiten der AfD mäßigend auf den Aktivistmann einzuwirken, wie er indirekt auf meine Frage in seinem eigenen Stream bestätigt. „Eine Ansage würde ich es nicht nennen, aber (…)“. Klar ist: In der AfD gibt es offensichtlich unterschiedliche Meinungen über den Umgang mit solchen Streamern und vor allem ihrem Verhalten. Oder zumindest gibt es unterschiedliche Darstellungen öffentlich und hinter den Kulissen. Während Ulrich Siegmund noch auf der Pressekonferenz in der BPK in Berlin nach dem Wahlsieg sagt, er sei froh, dass es solche Streamer gebe, habe ich vor und nach der Wahl von mehreren führenden AfD-Politikern gehört, dass man wenig begeistert ist von dem Auftreten solcher Akteure. Mit dem immer weiter wachsenden Erfolg der AfD gibt es intern also auch immer größere Diskussionen darüber, wie man mit diesem Erfolg umgehen soll. Für die AfD ist das immer mehr die Gratwanderung zwischen der Radikalität, die man für die ganz rechten Unterstützer bewahren will, und einer Normalisierung und Professionalisierung, insbesondere in der Medienarbeit, mit der man auch bürgerliche Wählerschichten erreichen will. Denn genau diese Streamer stehen für einen Teil des Erfolgs der AfD in den sozialen Medien: Sie erreichen ein radikales und mobilisierbares Publikum und sorgen für Aufmerksamkeit. Gleichzeitig können sie mit ihrem Auftreten genau das beschädigen, worum es der Partei bei ihrer zunehmenden Professionalisierung geht: den Eindruck von politischer Seriosität und Regierungsfähigkeit. Dass es hier natürlich auch unterschiedliche Auffassungen zwischen Ost- und West-Landesverbänden sowie zwischen Landes- und Bundesebene gibt, liegt auf der Hand. Bemerkenswert ist, dass sich dieser Konflikt am Ende vor allem durch diese freidrehenden Streamer deutlich zeigt. Video-Quelle: YouTube/ AktivistMann1.0

Gerrit Seebald

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