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Ich habe heute viel über die gestrige Oscar-Verleihung 🇺🇲 nachgedacht, nachdem ich mir beide angeschaut habe. Es ist ein Moment, der einen sehr still werden lässt. Auf der einen Seite steht der Gewinner „Ein Nobody gegen Putin“, ein Film, der uns zeigt, wie die Propaganda in Ruzzland 🇷🇺 schon in den Schulen bei den Kindern ansetzt. Ein Lehrer hat dort über zwei Jahre heimlich gefilmt, um uns diesen Einblick in die Indoktrination zu ermöglichen. Es ist ein wichtiges, erschütterndes Zeugnis unserer Zeit. ​Auf der anderen Seite stand der ukrainische 🇺🇦 Film „2.000 Meter bis Andrijiwka“. Wer „20 Tage in Mariupol“ gesehen hat, weiß, wie unfassbar wichtig diese Dokumentationen sind, um die Stärke und das Leid der Menschen in der Ukraine 🇺🇦 überhaupt greifbar zu machen. Ganz ehrlich, ich hätte es diesem Werk von Herzen gegönnt. Es fühlt sich ein wenig schwer an, dass in so einer Kategorie eine Wahl getroffen werden muss, obwohl beide Geschichten unbedingt gehört werden müssen. ​Auch wenn mein Herz sehr bei dem ukrainischen 🇺🇦 Beitrag liegt, ist der Oscar-Gewinner ein notwendiger Blick hinter die Kulissen eines Systems, das die Freiheit aushöhlt. Ihr findet „Ein Nobody gegen Putin“ aktuell in der Arte-Mediathek oder auf YouTube. Die Dokumentation über Andrijiwka könnt ihr in der ZDF-Mediathek sehen. Es lohnt sich wirklich, beide Filme zu sehen. 🏆 ​#Oscar #EinNobodyGegenPutin #2000MeterBisAndrijiwka #Dokumentation #Arte #ZDF

DBerber 🇺🇦

38,250 Aufrufe • vor 4 Monaten

#RichtigErinnern Ja, ich erinnere mich immer noch , an solche Szenen, die besonders während der Corona-Proteste in Deutschland kursierten Videos, in denen Polizisten teils mit unverhältnismäßiger Härte gegen friedliche Demonstranten vorgingen. Ein Mann, der einfach nur aus dem Grundgesetz las, und dafür brutal vom Fahrrad gerissen und zu Boden geworfen wurde… das ist mehr als nur ein Einzelfall, es ist ein Symbol für eine erschütternde Verschiebung im Verhältnis zwischen Staat und Bürger. Wenn Menschen, die auf das Grundgesetz hinweisen, auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, plötzlich wie Staatsfeinde behandelt werden, dann stimmt etwas Fundamentales nicht mehr. Beamte, deren Eid dem Volk und der Verfassung gilt, werden zu Handlangern einer Staatsdoktrin gemacht, die offenbar keine abweichende Meinung duldet, und das unter dem Vorwand des „Schutzes der öffentlichen Ordnung“. Solche Bilder brennen sich ein, weil sie die Essenz von Vertrauen zerstören … aber n icht nur das Vertrauen in staatliche Institutionen, sondern auch in die Idee, dass in Deutschland Grundrechte wirklich unantastbar seien. Was nützt dir ein Grundgesetz in der Tasche, wenn das Vorlesen daraus als Provokation gilt? Ich weiß, ich bin nicht alleine mit meiner Erschütterung, denn viele Menschen spürten in diesen Jahren einen Bruch, eine Entfremdung von einem Staat, der sich plötzlich nicht mehr wie ein freier, demokratischer Rechtsstaat anfühlte, sondern wie ein Apparat, der auf Gehorsam besteht, nicht auf Dialog.

Angie B. (Someone)

37,564 Aufrufe • vor 1 Jahr