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Ich bin late to the party, aber komme, immerhin verspätet, zu der Einsicht, dass ihr den VAR nicht genügend hasst und er den Sport zerstört. Kroatien dominiert in der zweiten Halbzeit des Sechzehntelfinales gegen Portugal nach Belieben, gerät in der Nachspielzeit (ungerechterweise) in Rückstand, kämpft sich aber erneut zurück und schießt ein Ausgleichstor, dass das gesamte Stadion in Ekstase versetzt. Jeder »eye check« und jede Video-Wiederholung des Ausgleichtreffers von Gvardiol muss dabei zu der Erkenntnis kommen, dass das Tor regulär ist, weil beim Kopfball von Matanovic de facto kein Kontakt zum Ball bestand und danach der Ball nochmal von einem Portugiesen gespielt wurde. Es meldet sich aber ein Videokeller, der in solch einer generischen Situation, der nicht mal eine eindeutige Fehlentscheidung zu Grunde lag, den Schiedsrichter zum Bildschirm ruft, um dann per Signal-Visualisierung einer transienten Welle zum Schluss zu kommen, dass Matanovic den Ball irgendwie mit Haarspitzen gestreift haben muss – und das Tor aberkannt wird. Als der Schiedsrichter seine Roboter-Entscheidung verkündet, ist das Spiel bereits mehrere Minuten unterbrochen, eine große Traube von Fußballern hat sich um ihn gebildet, um nur entweder euphorisch oder maximal enttäuscht darauf zu reagieren, weil jeder weiß, dass hier eine Technologie über Spielausgang entscheidet (und in diesem Fall sogar besonders verheerend, weil die Entscheidung falsch ist). Ich schwöre: Diese Technik und damit einhergehende Reformen machen Fußball kaputt. Ich habe dafür nur Hass übrig. (via ZDF)

Jan A. Karon

150,720 просмотров • 17 дней назад