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Männer werden zunehmend diffamiert – nur weil sie Männer sind. Ein aggressiver Ton greift um sich. Selbst manche Männer stimmen in den Refrain ein, den hasserfüllte Feministinnen anstimmen: Der Mann an sich sei das Problem. Das Geschlecht reicht für einen Schuldspruch. Auch Medien und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten sind sich einig:...

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Liebes Das Lumpenpack Ich habe mir diesen FLINTA-Pit-Beitrag jetzt mehrfach angehört, und mich verstört daran weniger der Pit als das Menschenbild dahinter. Wer einen geschützten Bereich für bestimmte Menschen auf seinem Konzert schaffen möchte: bitte. Es ist euer Konzert. Aber hört euch einmal die Sprache an, die daraus inzwischen entstanden ist. Wer darf wohin? Wer soll sich zurücknehmen? Wer muss zuhören? Wer hat zu verstehen? Und wer nicht verstehen will, soll bitte gar nicht erst kommen. Sogar Männer, die bei dieser Ansage einfach das Konzert verlassen, sind plötzlich „peinlich“. Was sollen sie denn sonst tun? Sie stören niemanden, sie protestieren nicht, sie gehen. Aber selbst das reicht offenbar nicht mehr. Nicht nur das Verhalten soll stimmen, sondern möglichst auch die innere Haltung. Und genau da wird es mir unheimlich. Seit wann besteht eine offene Gesellschaft daraus, Menschen vorab in Gruppen einzuteilen und ihnen anschließend unterschiedliche Rollen zuzuweisen? Die einen sind marginalisiert, die anderen privilegiert. Die einen brauchen Empowerment, die anderen sollen sich zurücknehmen. Und über allem schwebt ein pädagogisches Regelwerk darüber, wie der richtige Mensch zu denken, zu fühlen und zu reagieren hat. Ich komme aus einer Zeit und einer Kultur, in der wir uns gerade deshalb nähergekommen sind, weil wir einander begegnet sind. Schwule, Lesben, Heteros, Transmenschen, Männer, Frauen, Spinner, Spießer, Punks und was weiß ich. Natürlich gab es Ablehnung. Natürlich gab es Arschlöcher. Aber Menschen verändern sich doch gerade durch Begegnung. Heute erklärt man ausgerechnet im Namen der Vielfalt erst einmal jedem seine Schublade. Ihr könnt auf euren Konzerten selbstverständlich eure Regeln machen. Aber verkauft mir diese permanente Sortierung von Menschen bitte nicht als große gesellschaftliche Befreiung. Mir ist eine Welt lieber, in der wir lernen, miteinander klarzukommen, obwohl wir verschieden sind, als eine eiskalte Gebrauchsanweisung dafür, wer neben wem stehen darf und wer sich wann zurückzunehmen hat. Das ist für mich keine Vielfalt. Vielfalt beginnt dort, wo man auch den Menschen aushält, der noch nicht so denkt wie man selbst. Herzlichst Kay Ray ❤️ ❤️ ❤️

Kay Ray

31,314 次观看 • 1 天前