Loading video...

Video Failed to Load

Go Home

SPD-Vize Anke Rehlinger stellt sich im #BerichtausBerlin hinter Bas’ Erste-Mai-Rede: Der Sozialstaat sei kein „Ballast“, sondern Schutz in unsicheren Zeiten. Reformen seien nötig, aber „nicht immer zwangsläufig auch Kürzungen“.

38,576 views • 3 months ago •via X (Twitter)

0 Comments

No comments available

Comments from the original post will appear here

Related Videos

Die Deutschen fühlen sich immer unsicherer. Mittlerweile haben 38% der Bürger hierzulande Angst, Opfer einer Straftat zu werden. 2018 waren es noch 28 Prozent. Ein Grund könnten nicht nur steigenden Zahlen im Bereich der Gewaltkriminalität sein, die das BKA jüngst vorstellte, sondern auch das, was man tagtäglich auf den Straßen erlebt. Da hilft es auch nicht, wenn Nancy Faeser die Implosion der inneren Sicherheit mit einem Grinsen vorstellt oder uns „Experten“ im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk erzählen, dass es wahrscheinlicher ist, an Grippe als an einem Terroranschlag zu sterben. Ich möchte an dieser Stelle aber noch einen weiteren Gedanken einführen, der über die nachweisliche wachsende Unsicherheit durch die Migration hinausgeht. Es ist das, was der Harvard-Professor Robert Putnam einst „soziales Kapital“ nannte. Quasi eine Art Klebstoff, der Gesellschaften zusammenhält. Dieser Klebstoff löst sich in multikulturellen Gesellschaften auf. Das Vertrauen nimmt, aufgrund der Unterschiedlichkeit der Menschen, nachweislich ab. Natürlich spielen auch Gründe wie die zunehmende Individualisierung in modernen Industrienationen und die Abnahme von Vereinstätigkeiten und anderem eine Rolle, aber vor allem werden wir uns immer fremder, weil wir tatsächlich Fremde sind. Weil Integration viel zu oft scheitert. Weil wir oftmals nicht mal mehr eine gemeinsame Sprache sprechen. Wer sich nicht „versteht“, wer nicht dieselben Werte teilt, wer in völlig verschiedenen Kulturen lebt, der misstraut sich eher als Menschen, die einander kulturell ähneln. Man muss kein Genie sein, um auf diese Formel zu kommen. Und doch wird sie weitgehend in der Debatte ignoriert. In der Folge schwindet das, was uns im innersten Zusammenhält: Unsere gemeinsame Identität und damit unser Gemeinsinn, unsere Solidarität miteinander. Es ist vor diesem Hintergrund nicht nur nicht verwunderlich, dass das Sicherheitsgefühl nicht nur durch tatsächliche Taten tangiert wird, sondern auch durch gefühlte Unsicherheit durch Fremdheit und Misstrauen leidet. Des Weiteren erklärt das, neben anderen Gründen auch, weshalb nur 17% Prozent der Deutschen bereit wären, dieses Land im Falle eines Angriffs zu verteidigen. Weil man nicht mehr weiß, für was man das tut und für wen. Weil es kein Sicherheitsgefühl, kein Vertrauen mehr ineinander und keine gemeinsame Identität mehr gibt.

Anabel Schunke

103,857 views • 1 year ago