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Weil gerade der "danser encore"-Flashmob wieder kursiert...hier das Original-Video, daß mich in der unseligen Corona-Zeit geflasht hat...habs mir damals einen ganzen Abend lang angeschaut und angehört...Balsam gegen böse Vibes 🥰

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Zehn Jahre lang – jeden einzelnen Montag, ohne Pause, ohne Ausreden, ohne Urlaub – stand ich auf der Straße. Montagsdemo war für mich kein Termin, es war Verpflichtung. Selbst wenn ich am gleichen Tag noch vor Gericht stand, oft genau wegen dieser Demos, war ich am Abend wieder da. Egal ob Regen, Schnee, Drohungen oder Prozesse: Montag war Pflicht. In diesem Video seht ihr einen Moment, der mir selbst bis heute nah geht. Januar 2022. Ich lese den Text von Hans Noll über Bärbel Bohley vor – eine Frau, die nicht nur die DDR herausgefordert hat, sondern deren Blick in die Zukunft uns heute wie eine Warnung aus einer anderen Zeit entgegenschlägt. Bärbel Bohley sagte einst, dass die Strukturen der Stasi nicht verschwinden würden. Dass man sie im Westen studieren, anpassen und in feinerer Form wieder einführen würde. Nicht mit Verhaftungen, sondern mit Ausgrenzung, Verbotskultur, Überwachung, Argwohn, Lenkung der Sprache – Stacheldraht im Kopf. Dass das ständige Lügen zurückkehren würde, die Nebel, in denen Wahrheit und Täuschung ihre Kontur verlieren. Als ich diesen Text damals verlas, wusste ich, dass viele ihn nicht hören wollten. Aber wer Bohley verstanden hat, wer erlebt hat, wie sich Systeme verändern, wie sich Mechanismen wiederholen, der spürt in jedem Satz ihre Unruhe – und ihre erschreckende Treffsicherheit. Für mich war dieser Abend 2022 kein gewöhnlicher Montag. Es war ein Moment, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinanderprallten. Ein Moment, der mir bewusst machte, warum ich zehn Jahre lang jeden Montag dort stand: Weil Freiheit nie selbstverständlich ist. Weil Wahrheit Mut braucht. Und weil Menschen wie Bärbel Bohley uns gezeigt haben, was passiert, wenn man schweigt – und was passiert, wenn man den Mund aufmacht. Dieses Video ist ein Stück meiner Montagsdemo-Geschichte. Und ein Stück ihrer.

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„Der 17. Juni 1953 ist ihnen unangenehm, weil es ein Aufstand gegen linke Politik gewesen ist – gegen die SED, die heute in Form der Linkspartei immer noch hier sitzt. Und weil es ein Aufstand gegen den Sozialismus war, den sich so viele von Ihnen, die hier aus Steuermitteln finanziert werden, immer noch zurückwünschen. Die Wahrheit ist: Der 17. Juni stört. Er stört die Erzählung davon, dass Freiheit und der freiheitliche Rechtsstaat in Deutschland immer nur von rechts unter Druck geraten seien. Der 17. Juni stört, weil er vor Augen führt, dass es in Deutschland einen linken Totalitarismus gegeben hat – mit Mauer, Stacheldraht, Zensur und Panzern gegen das eigene Volk. Wer diesen Tag klein hält, der hält nicht nur irgendeine Erinnerung klein, sondern auch den Mut und die Entschlossenheit von Millionen Mitteldeutschen. Der 17. Juni braucht mehr als nur drittklassige Staatsvertreter, die irgendwo gelangweilt Kränze niederlegen. Er gehört in die erste Reihe des Staates. Er braucht sichtbare nationale Erinnerung. Er braucht den Unterricht, über den Herr Hose gerade berichtet hat. Er braucht Ausstellungen, Debatten und Gedenkfeiern – nicht nur wohlfeile Politfolklore. Die Menschen des 17. Juni haben es verdient, dass wir uns ernsthaft an sie erinnern und uns demütig vor ihrer Leistung verneigen. Und dass wir den sozialistischen Terror, gegen den sie so mutig aufgestanden sind, niemals wieder zulassen.“ Unser Abgeordneter Ronald Gläser, MdB zum Jahrestag des Volksaufstands in der DDR.

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