
Beatrice Achterberg
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Journalistin @NZZ @NZZde
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Sehe sehr viele Beschwerden, weil die Psychotherapie künftig besser wirtschaften soll. (Zungenbrecher-Begriff: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) Unpopuläre Meinung: Ich halte diese Massnahme für richtig. Das vermeintliche Allheilmittel Psychotherapie führt aus meiner Sicht a) zu Überdiagnosen b) zu einer gewissen Waschlappigkeit. Was früher eine normale Lebenskrise war, muss jetzt therapiert werden – natürlich auf dem Rücken der Solidargemeinschaft. Die Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Psychotherapie sind von rund 2,5 Milliarden Euro (2014) auf rund 4,6 Milliarden Euro (2023) gestiegen – also ein Plus von über 80 Prozent. In Hamburg gibt es inzwischen fast so viele Psychotherapeuten wie es Hausärzte gibt. Man sollte nicht so naiv sein, nicht zu glauben, dass auch Psychotherapiepraxen am Ende Unternehmen sind. Ökonomisches Eigeninteresse trifft auf vulnerable Gesellschaft (cc: Frauke Rostalski). Dass es Fälle gibt, in denen Therapie (überlebens-)wichtig ist, steht außer Frage: chronische (psychische) Erkrankungen, Suizidgedanken, tragische Todesfälle, Missbrauch, Vergewaltigung. Die Übertherapierung der Gesellschaft führt aber dazu, dass genau diese Härtefälle länger auf einen Platz warten. In meinem Umfeld sehe ich, dass jungen Menschen bereits bei einer „toxischen Beziehung“ oder allgemeiner Perspektivlosigkeit direkt Therapie empfohlen wird. Darüber würden Wolt-Fahrer aus Pakistan oder Amazon-Paketfahrer aus Moldawien vermutlich nur müde lächeln. Das Konzept einer kostenlosen(!) Therapie für praktisch jedes mentale Problem wirkt außerhalb westlicher Wohlstandsgesellschaften ziemlich absurd. Ich erinnere mich an einen Artikel in der ZEIT über eine Frau, die über Jahre in psychotherapeutischer Behandlung war – mal wegen Problemen mit Kollegen, mal wegen Angst vor dem Alltag. Schlussendlich ging es ihr trotzdem nicht besser. Sie kehrte aber immer wieder zurück. Und die Praxen verdienen an jeder weiteren Sitzung. Kein Wunder also, dass sie sich lauthalt beschweren.
Beatrice Achterberg42,004 次观看 • 14 天前

Alle klopfen sich auf die Schulter, weil Trump Grönland doch nicht annektieren wird. Er ging mit Maximalforderung rein – und kriegt jetzt erweiterte Basen, Golden Dome, Mineralrechte und mehr Einfluss in der Arktis, die er ohne harte Drohung nie bekommen hätte. Overbid, dann Win.
Beatrice Achterberg235,654 次观看 • 6 个月前

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: SPD-Politikerin Petra Köpping weist den AfD-Antrag auf kostenloses Schulessen als „keine Lösung“ zurück – um dann selbst einzuräumen, dass Geld aus dem Haushalt lieber für Asylmigranten und NGOs bereitgestellt wird.
Beatrice Achterberg272,110 次观看 • 8 个月前

Die AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias, geboren in Albanien, besucht das Sinti-und-Roma-Viertel in Gelsenkirchen-Ückendorf. Dort fordert sie die Anwesenden unter anderem dazu auf, die (verdreckte) Straße zu putzen. An anderer Stelle unterhält sie sich freundlich mit ihnen.
Beatrice Achterberg16,082 次观看 • 13 天前

Beim Arbeitgebertag wird Bärbel Bas gleich zweimal ausgelacht: Erst, als sie behauptet, die Renten-Haltelinie würde Beitragszahler nicht zusätzlich belasten. Dann, als sie betont, sie habe „immer auch die andere Seite im Blick“ – nach der Basta-Linie der SPD ein Offenbarungseid.
Beatrice Achterberg202,235 次观看 • 8 个月前