
Jan A. Karon
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»BASTARDMODERNE«: https://t.co/Vp03zCFI7q
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Die Gesprächsführung von Dunja Hayali im Interview mit Alice Weidel war unjournalistisch und zeugte erneut von handwerklichem Versagen. Statt aus Neugier auf den AfD-Parteitag und echten kritischen Nachfragen gespeist zu sein, folgte sie einem ideologischen Fragenkatalog, den eine links ausgerichtete Redaktion vorgegeben hatte – und den Hayali abgesegnet haben muss. Die ersten Fragen zu Wahlprozenten und Wiederwahlergebnissen von Weidel/Chrupalla waren schlicht irrelevant. Danach setzte Hayali zur üblichen »Rechtskeule« an, brachte Sellner, Höcke und Extremismus – und mischte eigene parteiische Wertungen (»Die Zuschreibung des Verfassungsschutzes ist richtig«, »die Opferrolle, gerne ein andermal«, Möller in einer Kontinuität mit Neonazis) mit Suggestivfragen. Das ist nicht nur wenig clever (weil es dem Gesprächspartner nichts entlockt), sondern verhindert von vornherein jedes echte Gespräch. Wichtige und naheliegende Fragen blieben hingegen komplett aus: Wie will die AfD trotz Mainstream-Ablehnung Gestaltungsmacht erlangen? Was plant sie in Ländern wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern? Wie steht es um die Ost-West-Konfliktlinien und die Brandmauer-Debatte? Wie will sie neue Wählergruppen erschließen? Stattdessen wirkte das Gespräch wie ein Tribunalversuch, dessen einziges Ziel es war, Weidel in die Defensive zu drängen und ihr Dinge in den Mund zu legen. Hayali würde ein derartiges Interview mit keinem anderen wiedergewählten Parteivorsitzenden führen. Das Ergebnis ist eine so offensichtlich voreingenommene Gesprächsführung, dass sie für kritische Zuschauern kaum Erkenntnis bringt, sondern vor allem Trotz erzeugt. Und: Es ist journalistisch extrem dünn, wie schon mehrfach bei Hayali.
Jan A. Karon300,072 views • 2 months ago

🔴 Aktuelle Situation Berliner Strasse in Zehlendorf: Würde sagen 60 Wagen von Malteser, DRK, ASB, Zivilschutz, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bereiten koordinierte Versorgung für Altersheime und Krankenhäuser vor. Stromausfall in Berliner Südwesten wird noch tagelang andauern. Evakuierungen und Notunterkünfte in Turnhallen und Schulen werden vorbereitet, heisst es hier. Diese seien aber wegen Schulferien vielerorts geschlossen und nicht beheizt. Nach wie vor Temperaturen am Gefrierpunkt und immer wieder Netzausfall.
Jan A. Karon823,652 views • 8 months ago

Das ZDF hat eine vollkommen antijournalistische, bisweilen groteske Doku über den YouTuber Marcant veröffentlicht. Sie ist 27 Minuten lang und gleicht einer Mischung aus Heldenporträt und Biopic. Es ist dabei geradezu lachhaft, wie sehr die Macher verweigern, jedwede kritische Auseinandersetzung mit einem polarisierenden und dezidiert linken YouTuber zu wagen. Es gibt keine kritische Nachfrage, keine Gegenstimme, keine Konfrontation. Mitarbeiter mit Kamera bei Demos werden verpixelt und jede Aussage von Marcant ohne Einordnung wiedergegeben. Dafür wird der Rechte Michael Brück in der Bauchbinde (!) »Neonazi« genannt, was mEn in einer Bauchbinde eine völlig unzulässige Wertung ist. Teilnehmer von rechten Demos werden, mal wieder, unisono verallgemeinert, ohne sich die Mühe zu machen, diese zu begreifen oder mit ihnen auf Augenhöhe zu sprechen. Marcant wird dann wiederum beim Bowlen und bei einer Preisauszeichnung als honoriger Typ dargestellt, der zur Verbesserung der Gesellschaft beiträgt, und der – dann wird es besonders absurd – von irgendwelchen Omas als Paradebeispiel dafür genannt wird, dass mit Rechten endlich mal wieder gesprochen würde. Dieses Porträt ist ein absoluter Unfall.
Jan A. Karon173,349 views • 1 month ago

Die für mich verstörendste Szene dieses recht spröden Miosga-Abends: Die »Feminist Fight Club«-Aktivistin (und angehende Juristin) Theresia Crone fordert als eine Art Fazit der Sendung, dass »Mittäterschaft« bei Männern nicht rein strafrechtlich definiert werden sollte, sondern dann beginnen muss, wenn auf Partys ein starker Drink gemischt oder in der Jungenumkleide ein Witz über sexualisierte Gewalt gemacht wird. Und dass es eine Art Kultur der Ächtung an Universitäten und Schulen für solches Verhalten bräuchte. Hä? Bitte was?
Jan A. Karon480,982 views • 5 months ago

»Und wenn Christian postet, wird direkt bestellt, Mitternacht am Handy, halbe Ware ausverkauft, weltweit Rabattcode, ready, Warenkorb maximal, More ist kein Hobby mehr, More ist Schicksal: Wir sind die More Sekte, jeden Morgen Ritual, Shake Sirup Ritual, Christian Wolf vorneweg wie ein General.« Im Late-Stage-Kapitalismus hat es der dubiose Selbstoptimierer und Influencer namens Christian Wolf geschafft, dass ein riesiger Teil seiner lemminghaften Followerschaft Videos zu einer Markenhymne dreht, um Loyalität zu bekunden, weil sie … sich morgens … Pulver ins … Wasser … mischen – auf der Suche nach einem gesünderen Leben, Muskelaufbau und Selbsterlösung. Ganz Tiktok und Instagram sind voll von diesen Videos. Seine Follower sehen sich als Teil einer »Sekte«, wie sie selbst schreiben. Diese Leute (auffällig viele Frauen) folgen einem Personenkult und sind die Ernährungsversion von Scientology, die ein Heilsversprechen in Form von Shakerpulver entdeckt hat. Ich hasse alles daran, ich hasse diesen Scam, ich hasse diesen Marktwirtschaft. Bastardmoderner Kapitalismus.
Jan A. Karon92,511 views • 1 month ago

Völlig dystopisch: Nach dem Stromausfall fährt die Polizei durch das menschenleere, stockfinstere und zugeschneite Berlin-Nikolassee und teilt per Lautsprecher mit, man solle für die Abendstunden batteriebetriebene Leuchten und Taschenlampen bereithalten. So gut wie die ganze Bewohnerschaft hat das Viertel zu dem Zeitpunkt schon verlassen. Szenen wie aus dieser Blackout-Serie, aber real. NIUS
Jan A. Karon651,510 views • 8 months ago

Im ZDF läuft heute zur Primetime der Film »Eine bessere Welt« über Hass im Netz gegen eine Wissenschaftlerin, die mit migrantischem Mann liiert ist und als grüne Idealistin beschrieben wird, und die wegen eines Talkshowauftritts zur Zielscheibe von Rechten wird. Im Film spielt Dunja Hayali Dunja Hayali, außerdem hat Kayla Shyx (bekannt aus dem Rammstein/Lindemann-Komplex) eine Rolle, mehrfach wird für HateAid geworben und in beratender Funktion trat Mobilitätsexpertin Katja Diehl auf. 😍
Jan A. Karon417,569 views • 5 months ago

Ich bin late to the party, aber komme, immerhin verspätet, zu der Einsicht, dass ihr den VAR nicht genügend hasst und er den Sport zerstört. Kroatien dominiert in der zweiten Halbzeit des Sechzehntelfinales gegen Portugal nach Belieben, gerät in der Nachspielzeit (ungerechterweise) in Rückstand, kämpft sich aber erneut zurück und schießt ein Ausgleichstor, dass das gesamte Stadion in Ekstase versetzt. Jeder »eye check« und jede Video-Wiederholung des Ausgleichtreffers von Gvardiol muss dabei zu der Erkenntnis kommen, dass das Tor regulär ist, weil beim Kopfball von Matanovic de facto kein Kontakt zum Ball bestand und danach der Ball nochmal von einem Portugiesen gespielt wurde. Es meldet sich aber ein Videokeller, der in solch einer generischen Situation, der nicht mal eine eindeutige Fehlentscheidung zu Grunde lag, den Schiedsrichter zum Bildschirm ruft, um dann per Signal-Visualisierung einer transienten Welle zum Schluss zu kommen, dass Matanovic den Ball irgendwie mit Haarspitzen gestreift haben muss – und das Tor aberkannt wird. Als der Schiedsrichter seine Roboter-Entscheidung verkündet, ist das Spiel bereits mehrere Minuten unterbrochen, eine große Traube von Fußballern hat sich um ihn gebildet, um nur entweder euphorisch oder maximal enttäuscht darauf zu reagieren, weil jeder weiß, dass hier eine Technologie über Spielausgang entscheidet (und in diesem Fall sogar besonders verheerend, weil die Entscheidung falsch ist). Ich schwöre: Diese Technik und damit einhergehende Reformen machen Fußball kaputt. Ich habe dafür nur Hass übrig. (via ZDF)
Jan A. Karon151,154 views • 2 months ago

🔴 In Hamburg kassiert die afghanische Familie B. mit fünf Kindern 6.700 Euro Bürgergeld monatlich . Zeitgleich arbeitet das Familienoberhaupt in einem florierenden Supermarkt, der Lebensmittel aus dem Orient verkauft. Der Sohn flext mir schnellen Autos, dicken Uhren und Pferdeausflügen auf Social Media. Ohnehin fällt auf: Die Bürgergeldempfänger leben in einer abgeschotteten Großfamilien-Community, sprechen nach Jahren kein Deutsch. Und: Die Rolle von »fördern und wohnen«, einer stadteigenen Gesellschaft, wirft Fragen auf: Diese kassiert 5.100 Euro im Monat für die Unterbringung der Migranten in provisorischen Modulcontainerwohnungen. Verdient hier über Umwege die Asylindustrie? Recherche mit Björn Harms.
Jan A. Karon743,194 views • 1 year ago

Die Frage, die ich mir im Zusammenhang mit der neuen Haftbefehl-Doku stelle, ist folgende: Der größte Influencer einer ganzen Generation von muslimischen Jugendlichen ist binnen Monaten zum kokaininduzierten Pflegefall geworden, der von seinem Bruder in ein Heim in der Türkei eingesperrt werden musste, weil er sich die Nasenscheidewand ausgeräuchert hat. Wenn das größte Rolemodel der Generation Allah neben Giga-Stardom buchstäblich alles verkörpert, was schlecht ist – also Junkie wird, körperliches Wrack, abwesender Vater und Ehemann sowie die ganzheitliche Glorifizierung eines kriminellen Lifestyle-Entwurfs –, und ihm zeitgleich Millionen Jugendliche nacheifern, was sagt das über unsere Gesellschaft? Und die nachfolgende Generation?
Jan A. Karon567,094 views • 10 months ago

Ich würde mich wahnsinnig gerne über Danger Dan aufregen und das alles furchtbar schlimm finden, wie so etwas denn sein könne, »das ist ja Linksextremismus-Glorifizierung in der deutschen Popkultur und auch noch beim ZDF!!«, herrjemine, aber ich kann leider nicht. Ich muss, fünf Jahre nach »Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt«, lachen. Das Lustigste an diesem Danger Dan-Skandal und seinem neuen Lied ist die Tatsache, dass er in seiner komplett kalkulierten Glorifizierung von Linksextremismus auf absurde Weise ein bundesrepublikanisches Mitläufertum abbildet. Da sitzt ein von GEZ-Geldern gepampertes und von Spoti-Streams genährtes Spanferkel, energielos, erschlafft, mit Truckerbart und Adidas-Samba-Sneakern, und trägt einen siebenminütigen Song vor, der Antifa als eine Art edgy Lifestyle definiert, in schwarz-weiß-Optik und mit Streichern. Danach grüßt Danger Dan die Hammerbande, womit er natürlich einerseits ganz bewusst für einen Skandal sorgen will, andererseits aber auch zeigt, dass sich der Systemkünstler 2026 um jeden Preis in den Fiebertraum einer Résistance wähnen will, während ihm ZDF-Bühnen und Igor-Levit-Kooperation offen stehen. Spätestens aber, wenn die Normie-Kabarettisten der »Anstalt« dich zur Primetime für deine ach-so-provokante Kunst bejubeln, solltest du merken, dass du nicht subversiv und widerspenstig, sondern staatstragend und systemkonform bist. Natürlich ist die Ausladung Danger Dans aus dem ZDF dennoch völlig richtig und sein Skandalisierungspost auf Instagram völlig lächerlich. Ansonsten taugt »Keine Angst« aber nicht zum Skandal, sondern als Beispiel, wie sich die Linke zum Max-Uthoff-goutierten Fallobst gemacht hat. Danger Dan ist also ein eindrückliches Anschauungsbeispiel dafür, wie aus Antifa Staatsdoktrin und monetarisierbarer Lifestyle geworden sind, und was ich damit meine, wenn ich davon spreche, dass »die Mitte« und die Realität heute extrem links sind. In diesem ganzen Larp geht es, um eine Line aus dem Song auszugreifen, nur noch um Fame (und Virtue Signalling) – und gar nicht um »Straßenpolitik«. Dieses Verlangen nach Fame wird aber immerhin mit dramatischer Geigermimik unterlegt. Danger Dan dient (zweitens) auch als Anschauungsbeispiel für innerlinke kognitive Dissonanz: Er (und die Antilopen) traten immer maximal israelsolidarisch auf, und werden von der internationalistischen Linken gehasst. Im deutschen Kontext wollen sie sich aber als politische Mitte und Anti-Rechts-Ikonen stilisieren. Genau diese Mixtur erlaubt ein Andocken an den Mainstream, das Militanz popkulturkompatibel machen will, aber dabei noch die Restimpulse der systemerhaltenen Mitte befriedigt. Lachhaft. Was dieser Song und dieses Skandälchen ganz sicher nicht sind: mutig, ikonisch, subversiv. »Keine Angst« bedeutet eine Antifa, die als Stadtbeamte arbeitet, Leitmedien toll findet, eigentlich auch nur ein Eigenheim mit Webergrill will und den ZDF-Fernsehgarten toll findet. Danger Dan ist deshalb auf traurige Art und Weise Deutschland, auch wenn er das nicht merkt. In dieser geradezu lustigen Staatskunst wird Widerstand mit saturiertem Privileg verwechselt, während subkulturell jedem Jugendlichen klar werden dürfte, dass ein Besuch in Schnellroda, ein MMA-Cagefight, die Teilnahme bei der Migrantifa, ein Burschenschaftlerabend, eine Auswärtsfahrt beim Hochrisikospiel oder ein Bannerdrop bei der IB 50-mal rebellischer sind als diese schiefe BRD-Hymne, bei der in jeder Line sichtbar wird, wie sehr man dazugehören will. Wäre ich so etwas wie ein extrem linker Jugendlicher mit extrem linken Idealen, würde ich mir nach diesem Song und diesem »ZDF-Skandal« jede einzelne Pianotaste in die Fresse hauen. Und – angesichts der Tatsache, dass meine Subkultur zum System geworden ist – anfangen, zu heulen.
Jan A. Karon93,508 views • 1 month ago

Habe heute zwei Stunden im Seniorenheim König in Berlin-Nikolassee verbracht und mit Menschen vor Ort gesprochen. Dort zeigte sich eine absolut desolate Situation: Seit vier Tagen harren 84 Bewohner, darunter etliche Palliativpatienten und Senioren mit Pflegegrad 4 und 5 sowie viele demente Menschen, bei 16 Grad Raumtemperatur aus. Zwischenzeitlich lief eine demente Bewohnerin in die Kälte und musste eingefangen werden. Der Strom reicht dabei gerade so, um Kaffee zu kochen und die Räume zu beheizen – und das nur, weil die Leitung selbst einen Generator besorgt hat. Ohne ihn wäre die Lage noch katastrophaler. Man sei seit Samstagmorgen 6:00 Uhr im Dauereinsatz, Tag und Nacht, wurde mir erzählt. Die Mitarbeiter arbeiten mit Taschenlampen um den Hals und schleppen teilweise die Bewohner, da der Fahrstuhl stillsteht. Keine Notrufanlage, kein Licht in den Fluren. Die Menschen saßen mitunter abends bei Kerzenschein am Tisch. Die Belegschaft stemmt derweil das Unmögliche: Elektrische Betten lassen sich nicht verstellen, also müssen Pfleger die Bewohner mittels eigener Kraft verrücken. Ernährungspumpen wurden von Mitarbeitern nach Hause genommen, um sie aufzuladen, und am nächsten Tag wieder mitgebracht. Seit Tagen fährt das Team in die Stadt, um die Wäsche im Waschsalon zu reinigen. Der kleine Generator vom THW, der am Sonntag kam, muss alle zwei Stunden bei Minusgraden im Garten mit Benzin befüllt werden. Zudem wurde mir geschildert, dass die Kommunikation zwischen Feuerwehr, THW und Politik partout nicht funktioniere. Niemand wisse, an welchem Anschlusspunkt des Stromnetzes das Heim sei. Anrufe um Hilfe blieben über mehrere Tage folgenlos, bis dem Heim die Evakuierung drohte. Man habe vier Tage aus eigener Kraft gestemmt, ohne Hilfe zu erfahren, teils mit schlaflosen Nächten. Es fehle Priorisierung, und immer wieder werde das Problem an die nächste Ebene delegiert – ohne dass am Ende etwas passiert. Eigentlich sagte Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU), man habe Sorge getragen, dass alle 74 Pflegeheime im betroffenen Gebiet mit Strom versorgt werden. Wegner hat insofern Recht, als dass das Pflegeheim in Nikolassee Strom hatte. Doch dieser wird aus Notgeneratoren gewonnen, reicht gerade so, und die Gesamtsituation ist für alle Beteiligten eine absolute Zumutung. Immerhin kamen heute, nach vier Tagen, Hilfskräfte des THW und sorgten für zumindest etwas Abhilfe. Aber dennoch: absolut erschreckende Zustände, und das bei denjenigen, für die unsere Gesellschaft eigentlich vorrangig Sorge tragen muss.
Jan A. Karon407,232 views • 8 months ago

Weil es so absurd ist, dass ich es selbst kaum glauben kann: Wegen dieser Äußerungen in der ZDF-Doku »System Bürgergeld: Leben ohne Leistung?« von Sarah Tacke (die übrigens sehr sehenswert ist: hat der Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken aus Bremen seinen Job verloren. In dem Film berichtet Göcken, dass zwischen 30 und 40 Prozent der Bürgergeldempfänger unwahre Angaben in ihren Anträgen machen. Dies sei unter den Mitarbeitern »ein offenes Geheimnis«. Der Mann kritisiert außerdem die Geldausgabepraxis des Jobcenters, das sich durch diese Aussagen, so berichtet es die FAZ, »diffamiert« sieht. Aus meiner Sicht ist eine die Entlassung ein Skandal. Göcken schildert im Interview (das ist für jeden ersichtlich) aus erster Hand seine Beobachtungen im Berufsalltag; seine Äußerungen sind weder emotional aufgeladen noch hetzerisch, sie schwärzen auch keine Privatpersonen an und sie beruhen auf langjähriger Berufserfahrung, aus der sich eine gewisse Expertise ableitet. Sie stehen auch nicht isoliert da: Jobcenter-Mitarbeiter in ganz Deutschland berichten, oft nur hinter vorgehaltener Hand, von ganz ähnlichen Zuständen in ihren Behörden. Gerade in einer Stadt wie Bremen darf man davon ausgehen, dass Betrug unter Bürgergeldempfängern kein Nischenphänomen ist und sich hier tatsächlich ein System verselbstständigt hat. Dass er in seiner Sprecherposition erstmals subjektiv ist – und nicht für die Behörde spricht –, rechtfertigt doch keinen Rauswurf. Auch das Argument, Göcken habe das Interview mit seinem Arbeitgeber nicht abgesprochen, überzeugt mich nicht. Wenn staatliche Behörden am Ende zu Gatekeepern werden und darüber entscheiden, ob ihre Mitarbeiter mit freien Journalisten sprechen dürfen, was sie über Missstände erzählen dürfen und was nicht, – dann spricht am Ende niemand mehr offen über Verfehlungen. Und dann verlieren Schilderungen aus erster Hand ihre Überzeugungskraft, weil Journalisten nur noch anonymisierte Whistleblower hinter Schattenwänden mit verfremdeten Stimmen zeigen können, aber keine echten Menschen. Dieses Problem gibt es bereits bei der Polizei, wo Beamte nur über legitimierte Sprecher zu Wort kommen, selbst aber so gut wie nie subjektiv aus ihrem Berufsalltag und ihren Wahrnehmungen berichten dürfen, obwohl sie gerne wollten. In jedem Fall sollten Journalisten kein Interesse haben, dass solche Exempel statuiert werden. Dass jemand nun seinen Job verliert, weil er Missstände öffentlicht anprangert, zementiert ein Selbstverständnis als Volks- und Beamtenerziehungsapparat im Staat. Auf Dauer wird jene Menschensicht jedoch genau das Gegenteil bewirken, weil es schlicht zu viele Beamte gibt, die Göckens Äußerungen uneingeschränkt teilen. Rein menschlich bleibt aber eine Riesensauerei, einen langjährigen Mitarbeiter wegen dieses (nicht einmal sonderlich kontroversen) Interviews zu entlassen.
Jan A. Karon147,251 views • 2 months ago

Absolut gruselige Situation an den Lahnwiesen nahe der Stadtwerke. 15 Polizisten müssen seit einer Stunde 3 AfD-Politiker schützen, die eingekesselt sind und nicht rauskommen. Es regnet inzwischen. Hunderte vermummte Antifas außenrum. Die Eingekesselten werden dauernd geschmäht, mit Bonbons beworfen (!), dauernd ertönen linksradikale Chöre. Mobmentalität. #gi2911
Jan A. Karon367,072 views • 9 months ago

Am Pohlsee in Wannsee sind wegen des Stromausfalls ganze Keller mit Abwasser übergelaufen, mehrere Häuser betroffen, bei einigen Bewohnern stand das Wasser 14 Zentimeter hoch. Ursächlich: eine defekte Hebeanlage (die Häuser liegen am See und die Abwasser müssen nach oben gepumpt werden). Gestern und heute lief das Wasser dann aus den Toiletten in die Keller. Eine Frau berichtet mir von Teppichen und Büchern, die gänzlich zerstört wurden. Viel schlimmer aber noch: Die ganzen Häuser riechen nach Scheißhaus, teilweise schwimmen Exkremente rum. Folglich müssen die ohnehin ausgekühlten Häuser gelüftet werden, weil es bestialisch stinkt. Interessanterweise wurde der THW zur Hilfe gerufen, musste aber wieder abreisen, weil er ohne Strom nicht abpumpen kann. Jetzt machen es zwei Perser mittels Aggregator, die ganz nebenbei auch Wertschätzung … für die gefluteten Teppiche haben
Jan A. Karon305,154 views • 8 months ago
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In #Belfast hat ein sudanesischer Migrant versucht, einem Einheimischen auf offener Straße den Kopf abzutrennen. Dieser Enthauptungsversuch wurde auf Video festgehalten und geht seither viral. Morgen früh aber wird #Belfast nicht wegen dieses Enthauptungsversuchs in Medien rezipiert werden. Sondern, weil Vermummte als Reaktionen darauf am Dienstag auf die Straßen der nordirischen Hauptstadt gingen und Autos sowie staatlich finanzierte Asylbewerberunterkünfte (HMOs) in Flammen setzten. Dafür werden sich, so meine Vorhersage, Mainstream-Medien eher interessieren, als für das bestialische Delikt, das dem zu Grunde liegt. Ich werde Gewalt, zumal sie nun Unschuldige trifft, nicht verteidigen. Sie gilt es zu verurteilen. Dennoch lohnt es sich, eine Art Anti-Framing-Manual für Journalisten und Politiker zu verfassen, die sich morgen für den Fall interessieren werden: • »Rechtsextreme setzen Asylbewerberunterkünfte in Flammen« ist keine legitime Headline, wenn man zuvor nicht über den Fall berichtet hat, der alles ins Rollen brachte oder ihn nur beiläufig erwähnt. • »Eingereister Asylbewerber aus Afrika versucht, Nordiren auf offener Straße zu köpfen« sollte deshalb die dominierende (und logische) Schlagzeile sein. Ohne das erste Phänomen gibt es das zweite nicht. Und ersteres ist das eigentliche Problem. Danach darf (und sollte) man auf die Gegenreaktion eingehen. • Medien, die nun (gewaltvolle und politische) Reaktionen von rechts problematisieren und in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung stellen, ohne auf das erste Phänomen zu sprechen zu kommen, sind nicht ernst zu nehmen. Sie manipulieren und betreiben Framing. • Folgerichtig darf die anleitende Frage eines kritisches Reporters NICHT sein: Wie kann es sein, dass nun Vermummte auf die Straße gehen und eskalieren? Sondern: Wie kann es sein, dass in Europa Sudanesen einreisen und Nordiren auf offener Straße enthaupten? Was macht das mit der Bevölkerung? Was ging schief? Wie sieht es mit Schutz und Gegenwehr aus? Leitsatz: Kenne Ursache und kenne Wirkung. Vertausche sie nicht. • Der Sudanese, der versucht, einen Menschen zu enthaupten, sollte nicht als »knife incident«, also Messerdelikt, geframt werden, sondern als bestialischer Mordversuch. • Dies nicht als das zu benennen, was es ist, gleicht Beschönigung und bewusster Irreführung. Die Rohheit, die sich in Belfast zeigte, ist keineswegs als »normal« oder »gab es schon immer« hinzunehmen, sondern Ergebnis der Migration aus Dritter Welt. Sie gab es schlicht nicht immer und sie ist in Opfer-Täter-Konstellationen fast immer identisch – (die Frage, was los wäre, wenn ein weißer Nordire einen Sudanesen auf offener Straße fast enthaupten würde, erspare ich euch.) • Der sudanesische Täter reiste als Asylbewerber über Paris und Dublin nach Nordirland ein. Dieser Vorgang (in Kombination mit dem bestalischen Mordversuch später) markiert somit politisches Versagen. Dies gilt es zu benennen. Hinter diesen Gewaltdelikten stecken politische Entscheidungen. Dafür sollten politische Entscheidungsträger Rechenschaft ablegen – gleiches gilt für Deutschland und die Migrationspolitik hierzulande. • Ohnehin gilt: Solche Gewaltldeikte geschehen nicht im luftleeren Raum, und ich weigere mich hinzunehmen, dass man darüber spricht, als seien es Polizeimeldungen aus der Lokalpresse. Es sind keine »Einzelfälle« – und auch auch gewiss nicht »Panorama« oder »lokale Kriminalität«. Der Fall ist politisch – ebenso wie die Tötungen von Mia, Maria, Liana oder you name it in Deutschland. • Vor einem Jahr, im Juni 2025, kam es in Irland bereits zu schweren Ausschreitungen in Ballymena. Damals wurde ein minderjähriges Mädchen von eingewanderten Roma gruppenvergewaltigt. Auch danach kam es zu mehreren schweren Gewaltdelikten von Zuwanderern in Nordirland. Das bedeutet: Belfast ist kein losgelöster Fall, sondern Kontinuität. • A propos Kontinuität: Henry Nowak, Southport, Grooming Gangs, two-tier policing, Terroranschläge in Manchester und London, knife crime, etliche Fälle, über die ich hier wiederholt geschrieben haben: Die Gewalt von Zugewanderten in UK gegenüber Einheimischen in UK ist außer Kontrolle. Das Problem ist virulent und für jeden sichtbar, der die Augen aufmachen will. Die politische Elite verweigert, das Problem anzuerkennen oder zu addressieren. Dass die Reaktionen heute so ausfallen, wie sie ausfallen, liegt auch daran, dass sich inzwischen Verzweiflung und Schutzlosigkeit breit macht. • Gewalt, zumal sie nun Unschuldige trifft, ist nicht entschuldbar. Sie gilt es zu verurteilen.
Jan A. Karon110,690 views • 2 months ago

Ich kann das schon wieder kaum fassen, weil das so absurd ist, dass es einen komplett fertig macht: Drei Monate, nachdem ich schrieb, dass die journalistische Nachwuchshoffnung und Influencerin Carlott Bru ihren Liebeskummer und Trennungsschmerz (mitsamt etlichen Heulkrämpfen) im Sinne der Selbstvermarktung auf geradezu perverse Art und Weise kommodifiziert, wirbt genau jene Carlott Bru … jetzt … im Rahmen einer bezahlten Partnerschaft … für … Tinder, also: die Hook-Up-Culture-Plattform schlechtin – und größte Dating-App der Welt. Das ist alles so absurd, merkt das keiner außer mir? (P.S.: Ich bin Löwe und habe, trotz »offener wilder Energie«, kein Interesse.) (via Anton Rainer.bsky.social:
Jan A. Karon89,317 views • 2 months ago

Das ist ein wenig lustig: Die Redaktion von »Monitor«/WDR hat sich auf die Suche nach Rechtsextremen im Fußballstadion gemacht (die es sicherlich gibt) und im Beitrag ein Banner von Rot-Weiß Essen skandalisiert, auf dem steht: »Wie einst der Opa – mit dir durch Europa«. Dies wertete die Redaktion unter Berufung auf einen Kronzeugen als Beleg für eine Nähe der Essener Fans zum Nationalsozialismus, weil damit ja die Wehrmacht gemeint sein müsste. Die (sehr viel simplere) Wahrheit: RW Essen hisste das Banner beim Testspiel gegen Hibernian Edinburgh aus Schottland. Die beiden Vereine trafen das letzte Mal in den 50er-Jahren aufeinander, genauer gesagt: in der Champions League in der Saison 1955/1956. Darauf nahmen die Fans Bezug. Zudem gibt es in der Essener Kurve, wenn ich das richtig verstehe, eine kultige Bezugnahme auf »Opa Luscheskowski«, einen fiktiven Fan, der bei jedem Heimspiel besungen wird (»Oh Opa Luscheskowski, wo bist du nur geblieben, du kennst den Rot-Weiss Essen schon seit 1907, du warst bei jedem Spiel, nur einmal warst du krank, Oh Opa Luscheskowski, wir schulden dir noch Dank«).
Jan A. Karon128,041 views • 3 months ago

Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Diese Frau arbeitet im Flüchtlingslager in Friedland, das vor gerade einmal einem Monat für bundesweite Schlagzeilen sorgte, weil dort der notorisch aggressive und polizeibekannte Iraker Muhammad A. lebte, der die 16-jährige Ukrainerin Liana K. im Alkoholrausch vor den Zug gestoßen haben soll. Was macht man also in der Position der Flüchtlingshilfe? Man geht zur ARD, berichtet von »traurigen Kinderaugen«, »Spaltung«, »Menschen«, »miteinander reden« und ruft dem Publikum zu: »Kommt gerne mal in das Lager!«. Das ist leider pathologisch. #die100
Jan A. Karon293,117 views • 8 months ago