
Jan A. Karon
@jannibal_ • 66,002 subscribers
Recherche: @glut_magazin • Worte: @jungefreiheit • Autor: »Bastardmoderne« (TUMULT/GHV)
Shorts
Videos

Tatort aus meiner Heimat Ludwigshafen, also der Stadt, die in manchen Stadtteilen so überfremdet ist, dass man kaum deutsche Kinder einschulen kann und auf ein deutsche Lokal 15 Dönerläden folgen. Im Tatort geht es dann um Jugendbanden, die Bankautomaten sprengen (!), Leute abziehen und in Spielecasinos abhängen. Und wie stellt der Tatort sie dar? So stellt er sie dar. (Immerhin reden sie sehr authentisch und sagen so Dinge wie „voll krasse Scheiße“.) Das ist alles nur noch ein nicht enden wollender Fiebertraum, und Junge, Junge, Junge, ist das alles unterirdische Filmkunst. Weg damit.
Jan A. Karon64,218 Aufrufe • vor 4 Tagen

Es ist eine ganz eigene Art moralischen Bankrotts: Der prominenteste Komiker des Landes wird als Sachverständiger zum AfD-Verbot in den Landtag geladen – und begründet ein Verbot, das in Thüringen rund 40 Prozent der Wähler ihre Partei nehmen würde, mit dem Nationalsozialismus, mit Buchenwald und mit seinem kommunistischen Großvater, der von der NSDAP verfolgt wurde. Dazu diese bedeutungsschwangere Mimik und Gestik. Dabei gibt es keine, ich wiederhole: keine, belastbaren Hinweise auf auch nur entfernte Parallelen zwischen AfD und NSDAP. Kerkelings Ausführungen sind unanständig und unappetitlich, gleichzeitig aber auch unfreiwillig komisch, weil sie eine Art spätbundesrepublikanischer Psychose und den Zustand völliger Hilflosigkeit zeigen.
Jan A. Karon131,915 Aufrufe • vor 18 Tagen

Langsam dämmert es auch den Leitmedien, in diesem Fall Giovanni di Lorenzo von der ZEIT, dass sich die Folgen der gescheiterten Migrationspolitik keinem normalen Menschen mehr vermitteln lassen und zu den stärksten Treibern des AfD-Zulaufs gehören. Anlass ist ein grausamer Fall aus Köln, bei dem drei Südosteuropäer einen Rentner zu Tode folterten, seinen Ehering raubten und später nicht abgeschoben wurden. Di Lorenzo hat, selbstredend, Recht, wenn er sagt, dass man ein solches Versagen keinem Menschen mehr vermitteln könne. Nur kommt di Lorenzos Diagnose viel zu spät und fällt noch immer viel zu weich aus. Fälle wie dieser sind keine Einzelfälle, die man betrauern und abhaken könnte. Sie bestimmen die Nachrichtenseiten im Wochentakt. Folgerichtig kennt so gut wie jeder jemanden, der davon betroffen ist und/oder Personen kennt, die betroffen sind. Parallel dazu wird nur ein Bruchteil der Straftäter, Abgelehnten, Integrationsverweigerer, Islamisten und Sozialbetrüger abgeschoben. Parallel dazu kommen Jahr für Jahr weit über hunderttausend neue Antragsteller hinzu. Parallel dazu wird eingebürgert, was das Zeug hält – während über die Frage, wer eigentlich noch einreisen soll und wer nicht, seit einem Jahrzehnt nicht entschieden wird. Parallel dazu verändert sich die Demografie – und deine weißen Kinder sind plötzlich die nahezu einzigen, die im Sportverein Deutsch sprechen. Was di Lorenzo also schildert, ist 2026 das bare Minimum und nur der offensichtlichste Beleg dafür, dass hier etwas ganz grundsätzlich nicht mehr stimmt. Die Kritik müsste aber viel tiefer gehen und die Maßnahmen folglich auch größer ausfallen als die Ausweisung von brutalen Gewaltverbrechern wie denen aus Köln. Nach Jahren und Jahrzehnten (Mia V. in Kandel war 2017) und etlichen Opfern dieser Politik fällt der Groschen nun auch ihm und der ZEIT. Too little, too late, aber immerhin.
Jan A. Karon300,546 Aufrufe • vor 1 Monat

Seit heute ist GLUT online. Es ist ein Herzensprojekt und der Versuch, eine zeitgeistkritische Redaktion für Investigativ- und Qualitätsjournalismus aufzubauen, die es so noch nicht gibt in Deutschland. Dieses Unterfangen wird aber nur funktionieren, wenn es genug Menschen gibt, die bereit sind, uns mit einem (kleinen) Beitrag zu unterstützen. Deshalb bitte ich Sie heute das erste Mal, mich und uns auf diesem Weg zu unterstützen, sollten Sie einen kleinen Beitrag monatlich übrig haben. Hinter uns steckt kein Mäzen, kein Verein, keine Stiftung, keine Partei. Wir gründen aus Leidenschaft mit unserem Ersparten, wollen aber mittelfristig die größten journalistischen Talente in diesem Land an uns binden und Recherchen veröffentlichen, die Impact haben. Jedes Abonnement, jede einmalige Unterstützung fließt in den Aufbau dieser Redaktion. (Nein, aus mir wird kein Vorzeigekonservativer mehr – und Björn verzweifelt daran –, aber mit 18 wollte ich mal Rapper werden. Und wer mich schon immer gestikulierend in einer Tiefgarage sehen wollte, kommt jetzt auf seine Kosten.)
Jan A. Karon142,284 Aufrufe • vor 21 Tagen

Ulf Poschardt ist zwei Tage auf der Buchmesse, macht ein Foto mit Fiume, führt ein Gespräch mit Kositza – und die Lage auf BlueSky wird prompt dramatisch. Die Plattform wird zu einer einzigen Salzgrube. Volksverpetzer schreibt Artikel über Attentäter, weil: „Austausch“ gesagt. Nazi-Vorwürfe. „Nazi aber slawische Namen höhö“-Gotchyas. Faschismus. Liane Bednarz. Enteignungswünsche. Übelstes ad hominem und „Lookism“. Ich liebe es bisschen. Aber der Befund dahinter ist ein ernster: Ein bestimmtes NGO-Medien-Milieu hat völlig verlernt, dass man miteinander redet oder sich austauscht. Es wurde sozialisiert mit dem Glauben, dass man rechte(re) Menschen und Meinungen ausschließt und ausschließen muss. Und es hat noch immer nicht ansatzweise verstanden, wie sehr sich die politische Lage in diesem Land verändert hat. Das wird noch verheerend, wenn Staatsgelder gestrichen werden.
Jan A. Karon53,677 Aufrufe • vor 9 Tagen

🔴 Aktuelle Situation Berliner Strasse in Zehlendorf: Würde sagen 60 Wagen von Malteser, DRK, ASB, Zivilschutz, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bereiten koordinierte Versorgung für Altersheime und Krankenhäuser vor. Stromausfall in Berliner Südwesten wird noch tagelang andauern. Evakuierungen und Notunterkünfte in Turnhallen und Schulen werden vorbereitet, heisst es hier. Diese seien aber wegen Schulferien vielerorts geschlossen und nicht beheizt. Nach wie vor Temperaturen am Gefrierpunkt und immer wieder Netzausfall.
Jan A. Karon823,827 Aufrufe • vor 9 Monaten

Die Gesprächsführung von Dunja Hayali im Interview mit Alice Weidel war unjournalistisch und zeugte erneut von handwerklichem Versagen. Statt aus Neugier auf den AfD-Parteitag und echten kritischen Nachfragen gespeist zu sein, folgte sie einem ideologischen Fragenkatalog, den eine links ausgerichtete Redaktion vorgegeben hatte – und den Hayali abgesegnet haben muss. Die ersten Fragen zu Wahlprozenten und Wiederwahlergebnissen von Weidel/Chrupalla waren schlicht irrelevant. Danach setzte Hayali zur üblichen »Rechtskeule« an, brachte Sellner, Höcke und Extremismus – und mischte eigene parteiische Wertungen (»Die Zuschreibung des Verfassungsschutzes ist richtig«, »die Opferrolle, gerne ein andermal«, Möller in einer Kontinuität mit Neonazis) mit Suggestivfragen. Das ist nicht nur wenig clever (weil es dem Gesprächspartner nichts entlockt), sondern verhindert von vornherein jedes echte Gespräch. Wichtige und naheliegende Fragen blieben hingegen komplett aus: Wie will die AfD trotz Mainstream-Ablehnung Gestaltungsmacht erlangen? Was plant sie in Ländern wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern? Wie steht es um die Ost-West-Konfliktlinien und die Brandmauer-Debatte? Wie will sie neue Wählergruppen erschließen? Stattdessen wirkte das Gespräch wie ein Tribunalversuch, dessen einziges Ziel es war, Weidel in die Defensive zu drängen und ihr Dinge in den Mund zu legen. Hayali würde ein derartiges Interview mit keinem anderen wiedergewählten Parteivorsitzenden führen. Das Ergebnis ist eine so offensichtlich voreingenommene Gesprächsführung, dass sie für kritische Zuschauern kaum Erkenntnis bringt, sondern vor allem Trotz erzeugt. Und: Es ist journalistisch extrem dünn, wie schon mehrfach bei Hayali.
Jan A. Karon300,528 Aufrufe • vor 3 Monaten

Die für mich verstörendste Szene dieses recht spröden Miosga-Abends: Die »Feminist Fight Club«-Aktivistin (und angehende Juristin) Theresia Crone fordert als eine Art Fazit der Sendung, dass »Mittäterschaft« bei Männern nicht rein strafrechtlich definiert werden sollte, sondern dann beginnen muss, wenn auf Partys ein starker Drink gemischt oder in der Jungenumkleide ein Witz über sexualisierte Gewalt gemacht wird. Und dass es eine Art Kultur der Ächtung an Universitäten und Schulen für solches Verhalten bräuchte. Hä? Bitte was?
Jan A. Karon481,574 Aufrufe • vor 6 Monaten

Völlig dystopisch: Nach dem Stromausfall fährt die Polizei durch das menschenleere, stockfinstere und zugeschneite Berlin-Nikolassee und teilt per Lautsprecher mit, man solle für die Abendstunden batteriebetriebene Leuchten und Taschenlampen bereithalten. So gut wie die ganze Bewohnerschaft hat das Viertel zu dem Zeitpunkt schon verlassen. Szenen wie aus dieser Blackout-Serie, aber real. NIUS
Jan A. Karon651,510 Aufrufe • vor 9 Monaten

Es gibt die merkwürdige Art auf sozialen Medien, die migrantischen Ausschreitungen und Gewaltakte in Frankreich als „Bildungsproteste“ zu beschönigen. Dabei sind es Symptome einer scheiternden Einwanderungsgesellschaft. Sie zeigen zweite und dritte Generationen von Einwandererfamilien, die sich nie als Teil dieser europäischen Republik begriffen haben – und die sich immer wieder verschiedene Anlässe (Fußball, Bildung, Polizeigewalt) suchen, um Innenstädte kurz und klein zu hauen. Das gilt es klar zu benennen.
Jan A. Karon38,299 Aufrufe • vor 16 Tagen

Im ZDF läuft heute zur Primetime der Film »Eine bessere Welt« über Hass im Netz gegen eine Wissenschaftlerin, die mit migrantischem Mann liiert ist und als grüne Idealistin beschrieben wird, und die wegen eines Talkshowauftritts zur Zielscheibe von Rechten wird. Im Film spielt Dunja Hayali Dunja Hayali, außerdem hat Kayla Shyx (bekannt aus dem Rammstein/Lindemann-Komplex) eine Rolle, mehrfach wird für HateAid geworben und in beratender Funktion trat Mobilitätsexpertin Katja Diehl auf. 😍
Jan A. Karon417,569 Aufrufe • vor 7 Monaten

🔴 In Hamburg kassiert die afghanische Familie B. mit fünf Kindern 6.700 Euro Bürgergeld monatlich . Zeitgleich arbeitet das Familienoberhaupt in einem florierenden Supermarkt, der Lebensmittel aus dem Orient verkauft. Der Sohn flext mir schnellen Autos, dicken Uhren und Pferdeausflügen auf Social Media. Ohnehin fällt auf: Die Bürgergeldempfänger leben in einer abgeschotteten Großfamilien-Community, sprechen nach Jahren kein Deutsch. Und: Die Rolle von »fördern und wohnen«, einer stadteigenen Gesellschaft, wirft Fragen auf: Diese kassiert 5.100 Euro im Monat für die Unterbringung der Migranten in provisorischen Modulcontainerwohnungen. Verdient hier über Umwege die Asylindustrie? Recherche mit Björn Harms.
Jan A. Karon743,194 Aufrufe • vor 1 Jahr

Das ZDF hat eine vollkommen antijournalistische, bisweilen groteske Doku über den YouTuber Marcant veröffentlicht. Sie ist 27 Minuten lang und gleicht einer Mischung aus Heldenporträt und Biopic. Es ist dabei geradezu lachhaft, wie sehr die Macher verweigern, jedwede kritische Auseinandersetzung mit einem polarisierenden und dezidiert linken YouTuber zu wagen. Es gibt keine kritische Nachfrage, keine Gegenstimme, keine Konfrontation. Mitarbeiter mit Kamera bei Demos werden verpixelt und jede Aussage von Marcant ohne Einordnung wiedergegeben. Dafür wird der Rechte Michael Brück in der Bauchbinde (!) »Neonazi« genannt, was mEn in einer Bauchbinde eine völlig unzulässige Wertung ist. Teilnehmer von rechten Demos werden, mal wieder, unisono verallgemeinert, ohne sich die Mühe zu machen, diese zu begreifen oder mit ihnen auf Augenhöhe zu sprechen. Marcant wird dann wiederum beim Bowlen und bei einer Preisauszeichnung als honoriger Typ dargestellt, der zur Verbesserung der Gesellschaft beiträgt, und der – dann wird es besonders absurd – von irgendwelchen Omas als Paradebeispiel dafür genannt wird, dass mit Rechten endlich mal wieder gesprochen würde. Dieses Porträt ist ein absoluter Unfall.
Jan A. Karon173,562 Aufrufe • vor 3 Monaten

Die Frage, die ich mir im Zusammenhang mit der neuen Haftbefehl-Doku stelle, ist folgende: Der größte Influencer einer ganzen Generation von muslimischen Jugendlichen ist binnen Monaten zum kokaininduzierten Pflegefall geworden, der von seinem Bruder in ein Heim in der Türkei eingesperrt werden musste, weil er sich die Nasenscheidewand ausgeräuchert hat. Wenn das größte Rolemodel der Generation Allah neben Giga-Stardom buchstäblich alles verkörpert, was schlecht ist – also Junkie wird, körperliches Wrack, abwesender Vater und Ehemann sowie die ganzheitliche Glorifizierung eines kriminellen Lifestyle-Entwurfs –, und ihm zeitgleich Millionen Jugendliche nacheifern, was sagt das über unsere Gesellschaft? Und die nachfolgende Generation?
Jan A. Karon567,447 Aufrufe • vor 11 Monaten

Die ZEIT (in Person von Robert Pausch) behauptet, die SPD hätte auf die Wahl von AfD-Mann Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten einen „historischen Moment“ erkannt. Die SPD sei, so der Autor Pausch, die einzige Partei, die für diesen einmaligen Prozess Worte gefunden habe. Ich halte diese Argumentation für geradezu unfreiwillig komisch, geradezu lächerlich. In dieser gratismutigen Inszenierung von bürgerlichem Antifaschismus liegt nämlich ein Grundfehler der Bundesrepublik, die eine Art Replikation von NS-Widerstand in die Jetztzeit übertragen will. Das ist vermessen, ahistorisch, kontrafaktisch und vor allem falsch. Diesem Gedankengut und ihrer Haltung muss die Haftbefehl-Doktrin „Ich nehm dir alles weg“ entgegen gesetzt werden, weil du nicht auf Augenhöhe sprechen kannst, wenn andere politische Strömungen dich als Wiederkehr von Hitler definieren. Gespräch mit Vadim Derksen für JUNGE FREIHEIT:
Jan A. Karon18,010 Aufrufe • vor 9 Tagen

Habe heute zwei Stunden im Seniorenheim König in Berlin-Nikolassee verbracht und mit Menschen vor Ort gesprochen. Dort zeigte sich eine absolut desolate Situation: Seit vier Tagen harren 84 Bewohner, darunter etliche Palliativpatienten und Senioren mit Pflegegrad 4 und 5 sowie viele demente Menschen, bei 16 Grad Raumtemperatur aus. Zwischenzeitlich lief eine demente Bewohnerin in die Kälte und musste eingefangen werden. Der Strom reicht dabei gerade so, um Kaffee zu kochen und die Räume zu beheizen – und das nur, weil die Leitung selbst einen Generator besorgt hat. Ohne ihn wäre die Lage noch katastrophaler. Man sei seit Samstagmorgen 6:00 Uhr im Dauereinsatz, Tag und Nacht, wurde mir erzählt. Die Mitarbeiter arbeiten mit Taschenlampen um den Hals und schleppen teilweise die Bewohner, da der Fahrstuhl stillsteht. Keine Notrufanlage, kein Licht in den Fluren. Die Menschen saßen mitunter abends bei Kerzenschein am Tisch. Die Belegschaft stemmt derweil das Unmögliche: Elektrische Betten lassen sich nicht verstellen, also müssen Pfleger die Bewohner mittels eigener Kraft verrücken. Ernährungspumpen wurden von Mitarbeitern nach Hause genommen, um sie aufzuladen, und am nächsten Tag wieder mitgebracht. Seit Tagen fährt das Team in die Stadt, um die Wäsche im Waschsalon zu reinigen. Der kleine Generator vom THW, der am Sonntag kam, muss alle zwei Stunden bei Minusgraden im Garten mit Benzin befüllt werden. Zudem wurde mir geschildert, dass die Kommunikation zwischen Feuerwehr, THW und Politik partout nicht funktioniere. Niemand wisse, an welchem Anschlusspunkt des Stromnetzes das Heim sei. Anrufe um Hilfe blieben über mehrere Tage folgenlos, bis dem Heim die Evakuierung drohte. Man habe vier Tage aus eigener Kraft gestemmt, ohne Hilfe zu erfahren, teils mit schlaflosen Nächten. Es fehle Priorisierung, und immer wieder werde das Problem an die nächste Ebene delegiert – ohne dass am Ende etwas passiert. Eigentlich sagte Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU), man habe Sorge getragen, dass alle 74 Pflegeheime im betroffenen Gebiet mit Strom versorgt werden. Wegner hat insofern Recht, als dass das Pflegeheim in Nikolassee Strom hatte. Doch dieser wird aus Notgeneratoren gewonnen, reicht gerade so, und die Gesamtsituation ist für alle Beteiligten eine absolute Zumutung. Immerhin kamen heute, nach vier Tagen, Hilfskräfte des THW und sorgten für zumindest etwas Abhilfe. Aber dennoch: absolut erschreckende Zustände, und das bei denjenigen, für die unsere Gesellschaft eigentlich vorrangig Sorge tragen muss.
Jan A. Karon407,510 Aufrufe • vor 9 Monaten

Ich bin late to the party, aber komme, immerhin verspätet, zu der Einsicht, dass ihr den VAR nicht genügend hasst und er den Sport zerstört. Kroatien dominiert in der zweiten Halbzeit des Sechzehntelfinales gegen Portugal nach Belieben, gerät in der Nachspielzeit (ungerechterweise) in Rückstand, kämpft sich aber erneut zurück und schießt ein Ausgleichstor, dass das gesamte Stadion in Ekstase versetzt. Jeder »eye check« und jede Video-Wiederholung des Ausgleichtreffers von Gvardiol muss dabei zu der Erkenntnis kommen, dass das Tor regulär ist, weil beim Kopfball von Matanovic de facto kein Kontakt zum Ball bestand und danach der Ball nochmal von einem Portugiesen gespielt wurde. Es meldet sich aber ein Videokeller, der in solch einer generischen Situation, der nicht mal eine eindeutige Fehlentscheidung zu Grunde lag, den Schiedsrichter zum Bildschirm ruft, um dann per Signal-Visualisierung einer transienten Welle zum Schluss zu kommen, dass Matanovic den Ball irgendwie mit Haarspitzen gestreift haben muss – und das Tor aberkannt wird. Als der Schiedsrichter seine Roboter-Entscheidung verkündet, ist das Spiel bereits mehrere Minuten unterbrochen, eine große Traube von Fußballern hat sich um ihn gebildet, um nur entweder euphorisch oder maximal enttäuscht darauf zu reagieren, weil jeder weiß, dass hier eine Technologie über Spielausgang entscheidet (und in diesem Fall sogar besonders verheerend, weil die Entscheidung falsch ist). Ich schwöre: Diese Technik und damit einhergehende Reformen machen Fußball kaputt. Ich habe dafür nur Hass übrig. (via ZDF)
Jan A. Karon151,508 Aufrufe • vor 3 Monaten

Absolut gruselige Situation an den Lahnwiesen nahe der Stadtwerke. 15 Polizisten müssen seit einer Stunde 3 AfD-Politiker schützen, die eingekesselt sind und nicht rauskommen. Es regnet inzwischen. Hunderte vermummte Antifas außenrum. Die Eingekesselten werden dauernd geschmäht, mit Bonbons beworfen (!), dauernd ertönen linksradikale Chöre. Mobmentalität. #gi2911
Jan A. Karon367,102 Aufrufe • vor 10 Monaten

»Und wenn Christian postet, wird direkt bestellt, Mitternacht am Handy, halbe Ware ausverkauft, weltweit Rabattcode, ready, Warenkorb maximal, More ist kein Hobby mehr, More ist Schicksal: Wir sind die More Sekte, jeden Morgen Ritual, Shake Sirup Ritual, Christian Wolf vorneweg wie ein General.« Im Late-Stage-Kapitalismus hat es der dubiose Selbstoptimierer und Influencer namens Christian Wolf geschafft, dass ein riesiger Teil seiner lemminghaften Followerschaft Videos zu einer Markenhymne dreht, um Loyalität zu bekunden, weil sie … sich morgens … Pulver ins … Wasser … mischen – auf der Suche nach einem gesünderen Leben, Muskelaufbau und Selbsterlösung. Ganz Tiktok und Instagram sind voll von diesen Videos. Seine Follower sehen sich als Teil einer »Sekte«, wie sie selbst schreiben. Diese Leute (auffällig viele Frauen) folgen einem Personenkult und sind die Ernährungsversion von Scientology, die ein Heilsversprechen in Form von Shakerpulver entdeckt hat. Ich hasse alles daran, ich hasse diesen Scam, ich hasse diesen Marktwirtschaft. Bastardmoderner Kapitalismus.
Jan A. Karon93,631 Aufrufe • vor 2 Monaten

Am Pohlsee in Wannsee sind wegen des Stromausfalls ganze Keller mit Abwasser übergelaufen, mehrere Häuser betroffen, bei einigen Bewohnern stand das Wasser 14 Zentimeter hoch. Ursächlich: eine defekte Hebeanlage (die Häuser liegen am See und die Abwasser müssen nach oben gepumpt werden). Gestern und heute lief das Wasser dann aus den Toiletten in die Keller. Eine Frau berichtet mir von Teppichen und Büchern, die gänzlich zerstört wurden. Viel schlimmer aber noch: Die ganzen Häuser riechen nach Scheißhaus, teilweise schwimmen Exkremente rum. Folglich müssen die ohnehin ausgekühlten Häuser gelüftet werden, weil es bestialisch stinkt. Interessanterweise wurde der THW zur Hilfe gerufen, musste aber wieder abreisen, weil er ohne Strom nicht abpumpen kann. Jetzt machen es zwei Perser mittels Aggregator, die ganz nebenbei auch Wertschätzung … für die gefluteten Teppiche haben
Jan A. Karon305,154 Aufrufe • vor 9 Monaten