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Ana Sayfaya Dön

The milk man has arrived! Nothing better than some fresh milk right?🥛 🔥 🇩🇪Der Milchmann ist da! Gibt nix besseres als frische Milch, oder? 🥛 🔥

212,401 görüntüleme • 2 yıl önce •via X (Twitter)

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Benzer Videolar

Das ist ein Dokument, das eigentlich jeder gesehen haben müsste, um zu verstehen, wie gefährlich politische Spielchen mit Diktatoren sind. Was du hier siehst, ist der 22. September 1939 in Brest-Litowsk. Da stehen deutsche Offiziere der Wehrmacht 🇩🇪 und sowjetische Offiziere aus Ruzzland 🇷🇺 zusammen auf einer Tribüne. Sie lachen, sie schütteln sich die Hände, sie rauchen gemeinsam. Es sieht fast kameradschaftlich aus. Aber warum sind die da eigentlich zu „Freunden“ geworden? Das war kein plötzlicher Sinneswandel, sondern eiskaltes Kalkül. Hitler 🇩🇪 wollte Polen 🇵🇱 überfallen, hatte aber Angst vor einem Zweifrontenkrieg. Stalin 🇷🇺 wiederum wollte Zeit gewinnen, um seine eigene Armee aufzurüsten, und er wollte Gebiete zurückhaben, die früher zum Zarenreich gehörten. Also haben sich zwei Erzfeinde – die Nationalsozialisten und die Kommunisten – im August 1939 die Hand gereicht. Der sogenannte Hitler-Stalin-Pakt war wie ein Pakt mit dem Teufel: „Ich lass dich in Ruhe rauben, wenn du mich in Ruhe rauben lässt.“ In diesem Video feiern sie genau das. Der Mann mit dem markanten Gesicht auf der deutschen 🇩🇪 Seite ist General Heinz Guderian, und ihm gegenüber steht der sowjetische 🇷🇺 Panzer-Kommandeur Semjon Kriwoschein. Sie haben an diesem Tag eine gemeinsame Militärparade abgehalten, um der Welt zu zeigen: „Wir gehören jetzt zusammen.“ Bei Sekunde 30 siehst du sie am Tisch über Landkarten gebeugt. Das ist der Moment, in dem sie die Demarkationslinie festlegten. Da sitzen ein paar Männer in Uniform und ziehen mit dem Bleistift eine Linie durch ein fremdes Land 🇵🇱. Sie entscheiden einfach, welcher Teil zu Deutschland 🇩🇪 gehört und welchen Teil sich Ruzzland 🇷🇺 nehmen darf. Die Menschen dort waren ihnen völlig egal. Doch warum wurden sie dann zu Feinden? Weil dieser Pakt auf einer Lüge basierte. Für Hitler 🇩🇪 war Ruzzland 🇷🇺 immer das eigentliche Ziel – er wollte „Lebensraum im Osten“. Er hat den Pakt nur benutzt, um den Rücken frei zu haben, während er Westeuropa überrennt. Und Stalin 🇷🇺? Der hat gehofft, dass sich die Westmächte und Deutschland 🇩🇪 gegenseitig so sehr schwächen, dass er am Ende der lachende Dritte ist. Im Juni 1941, nicht mal zwei Jahre nach diesem Video, hat Hitler 🇩🇪 den Pakt zerrissen und Ruzzland 🇷🇺 überfallen. Aus den Männern, die hier noch zusammen rauchen, wurden Gegner in einem Vernichtungskrieg, der Millionen Menschen das Leben kostete. Das Schlimme ist: Wenn ich heute sehe, was in der Welt passiert, macht mich das fassungslos. Wir sehen genau diese Muster wieder. Wenn ich höre, wie heute – auch in Amerika 🇺🇸 – gefordert wird, man solle die Ukraine 🇺🇦 einfach aufgeben oder einen „Deal“ über ihre Köpfe hinweg machen, dann sehe ich diese Männer von 1939 vor mir. Es ist die gleiche gefährliche Illusion: Dass man Diktatoren besänftigen kann, indem man ihnen gibt, was sie wollen. Wer glaubt, dass ein Rückzug der USA 🇺🇸 oder ein Deal mit Ruzzland 🇷🇺 Stabilität bringt, der hat aus Brest-Litowsk nichts gelernt. Wir erleben gerade, wie rechte Parteien weltweit 🌍 wieder ganz offen die Nähe zu autoritären Herrschern suchen. Sie fordern „Verhandlungen“, was am Ende nichts anderes bedeutet als das, was wir im Video sehen: Wir setzen uns an einen Tisch, ignorieren das Völkerrecht und teilen andere Länder unter uns auf, damit wir unsere Ruhe haben oder billiges Gas bekommen. Wer heute diese Parteien unterstützt, der will genau das zurück. Er will eine Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt und Freiheit verhandelbar ist. Man ignoriert die Geschichte, weil sie unbequem ist. Aber wer die lachenden Gesichter derer betrachtet, die kurz darauf die Welt in Brand gesteckt haben, der sollte wissen: Mit Diktatoren macht man keine Deals, die den Frieden sichern. Man füttert nur das Krokodil in der Hoffnung, dass man selbst als Letzter gefressen wird. Diese Bilder sind eine Warnung, die heute aktueller ist als je zuvor. #BrestLitowsk #Geschichte #UkraineKrieg #NieWieder #Politik #HistoryRepeating #Freiheit

DBerber 🇺🇦

68,235 görüntüleme • 5 ay önce

🚨🔴‼️ Gerade dieses Video gehört zu den Dingen, die mich mitten ins Herz treffen. Jede Faser meines Körpers schreit: ENDLICH sagt's mal einer laut und ohne Filter! ‼️ Danke für diesen brutalen Realitätscheck. Die Regenbogenflagge 🏳️‍🌈 steht heute für fast alles … nur nicht mehr für echte Toleranz und Vielfalt. Sie ist zur Waffe geworden, mit der man Andersdenkende moralisch hinrichtet, ausgrenzt, als Nazi, Putin-Troll, Rechtsradikaler oder was auch immer brandmarkt. Wer nicht 100% auf Linie ist, fliegt raus aus dem "guten" Club. An alle selbsternannten „Gutmenschen“ da draußen, die mit Schaum vor dem Mund jeden niedermachen, der nicht eure Weltanschauung teilt: 👉 Schaut euch das an und schämt euch mal kurz. Eure "Toleranz" ist zur intolerantesten, spaltendsten, indoktrinierendsten Ideologie geworden, die es gibt. Ihr zwingt Kindern Identitäten auf, bevor sie überhaupt wissen, wer sie sind … und nennt das dann "Liebe" und "Vielfalt"? Nein‼️ Das ist Kontrolle‼️ Das ist genau das Gegenteil von dem, was diese Fahne mal symbolisieren sollte. Und ja: 👉 Die schwarz-rot-goldene Fahne steht wirklich für ALLE … ohne ideologische #Gehirnwäsche. Besonders perfide, diese selbsternannten „Gutmenschen“, die vorgeben, für „Buntes“ und Vielfalt zu kämpfen, verbreiten in Wahrheit nur Hass, Ausgrenzung und Hetze gegen jeden, der anders denkt. Aus ethisch-moralischer und wissenschaftlich-anthropologischer Sicht, und erst recht aus echter christlicher Perspektive, wie sie in der Bibel (Genesis 1,27; 2,24; Epheser 5) grundgelegt ist, stehen sie damit gegen die heilige Schöpfungsordnung Gottes: die komplementäre, unauflösliche Einheit von Mann und Frau als Grundlage der natürlichen Familie. Diese #Familie ist das Heiligste, was die Menschheit als Familie ausmacht, der Ort, an dem Kinder in ihrer gottgegebenen Identität geschützt, erzogen und in Liebe zu verantwortungsvollen Personen heranwachsen sollen. Stattdessen wird genau dieser Schutzraum ideologisch untergraben und Kinder zu Objekten einer radikalen Umerziehung gemacht. ☝️Das ist nicht Fortschritt, sondern Verrat an der menschlichen Würde und an Gottes Plan für uns. Wer das nicht mehr ertragen kann: 👉 Blocken & weiterscrollen … aber die Wahrheit ändert sich dadurch nicht. Es ist genau so!! 🔥🇩🇪 #RealTalk #AfD #Familie #ChristlicheWerte #Schöpfungsordnung #Toleranz

Angie B. (Someone)

28,158 görüntüleme • 5 ay önce

⚡️DIE DUMMHEIT HAT AUFGEHÖRT SICH ZU SCHÄMEN⚡️ Als Österreicher ist man ja Kummer gewöhnt. Man sitzt des Öfteren fassungslos vor dem Bildschirm mit dem Gedanken: Oh Gott, hätt er doch einfach nix gesagt. Aber es wird in den letzte Jahren doch etwas viel. In diesem Sinne: "Please, give me a Break!" I mog nimmer. Ja, jetzt ist schon wieder was passiert. Es hat der nächste geistige Großindustrielle gesprochen. #JJ hat sozusagen seine "Love" gespreaded. Man fragt sich für wen? Für die #Hamas? Die kommt bei ihm nämlich recht gut weg bzw. in seiner Kritik gar nicht vor. Sein "Ozean der Liebe" wird hier intellektuell leider eher zur seichten Lagune. Ertrinken kann in diesem seichten Supperl niemand. Nur verzweifeln. Aber der Reihe nach. Der ö. #ESC25 Sieger #JJ hat ein Interview👇 gegeben und sagt darin u.A. Folgendes: 💬 "Ich bin sehr enttäuscht, dass #Russland ausgeschlossen wurde, #Israel aber weiterhin im Wettbewerb ist. Beide sind Angreifer. Sie haben beide den Krieg proaktiv provoziert [...]" Mit keinem Wort erwähnt unser singender Liebesverteiler dabei den beispiellosen Terrorangriff der Hamas, mit 1.200 grausamst abgeschlachteten ZivilistInnen und immer noch entführten Geiseln. Summarische Exekutionen, Geiselnahme, systematische Tötungen von Menschen. Kommt in #JJ s Welt nicht vor. Da war nix. Also nein, wir bekommen leider keine Pause. Wir müssen reden. Nein, es sind NICHT beide der Aggressor. Russland startet einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Israel hat nach Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen das Recht auf Selbstverteidigung. Das ist schon dem Grunde nach nicht dasselbe. Russland hat KEIN Recht diesen Krieg zu führen. Israel sehr wohl. ABER (und das sei hier deutlichst gesagt): ▶️ Auch bei rechtmäßiger Verteidigung ist Israel an das Gebot der Verhältnismäßigkeit gebunden. Die kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung ist auch ein Kriegsverbrechen und es häufen sich die Anzeichen, dass #Netanyahu durch das Abschneiden #Gaza s von Hilfeleistungen, das Auslösen von Hungersnot und das Unterbinden der medizinischen Versorgung genau das duldet oder gar forciert. Dagegen muss die Welt aufstehen, das darf nicht toleriert werden. Es gibt eben auch ein «Ius in bello», also ein Recht im Krieg. Im Gegensatz dazu steht das «Ius ad bellum», das Recht zur Kriegsführung, das es Staaten unter gewissen Bedingungen erlaubt, Gewalt zu gebrauchen. Man kann mit Israel solidarich sein und seine Regierung und die Taten, die sie zu verantworten hat, kritisieren (Zitat: Ralph Janík). #Netanyahu ist nicht Israel. Was #JJ allerdings betreibt, ist eine ungeheuerlich Gleichsetzung, er blendet die Taten der #Hamas aus und nicht nur das: Er gibt Israel sogar die Schuld und spricht dem Land kollektiv das Recht ab sich gegen Terroristen zu verteidigen. Er stilisiert den Verteidiger zum Agressor. Das ist im besten Falle dumm und geschichtsvergessen und im schlimmsten Falle blanker Antisemitismus. Besonders grotesk wird #JJ s Vorhalt, dass Israel am #ESC teilnahm aber eingedenk der Tatsache WER dort sang. Die Sängerin Yuval Raphael ist eine Überlebende der Terroranschläge vom 7. Oktober 2023, soe war damals mit einer Freundin auf dem Nova-Musikfestival, auf dem die Terroristen ein Massaker anrichteten. Sie hat den Terror der #Hamas unter Leichen begraben überlebt und soll nach #JJ Ansicht nicht singen dürfen. #JJ s Gelaber von der Macht der Liebe verliert dabei ein bisserl an Glaubwürdigkeit - es fällt einem schwer hier anderes anzunehmen als eine tiefe Ablehnung Israels insgesamt. Dass ausgerechnet ein Repräsentant Österreichs derartig geschichtsvergessenen Blödsinn von sich gibt ist unfassbar peinlich und schadet dem Land. Doch ist nun zumindest klar, wer den #ESC26 NICHT moderiert. Österreich kann alleine aus seiner historischen Verantwortung heraus so jemanden nicht auf eine Bühne lassen. Allen bitter enttäuschen Fans bleibt nur die Erkenntnis: Ihre Begeisterung war #WastedLove. #Antisemitismus #Dummheit

Legalitätsprinzip

54,792 görüntüleme • 1 yıl önce

Es ist nicht lange her, da musste man noch ins Kino gehen oder ein Netflix-Abo abschließen, um dramatischen Szenen im Weißen Haus beizuwohnen, um mitzuerleben, wie mächtige Männer um den Dritten Weltkrieg streiten. Heute gibt es das alles live im Fernsehen. Wir leben in verrückten Zeiten. Donald Trump will den Krieg in der Ukraine beenden, aber Europa will ihm bei seinen Friedensplänen nicht folgen. Der verheerendste Fehler, der in Kriegen immer wieder gedacht und gemacht wird, ist, den Krieg weiterzuführen, wenn man ihn beenden könnte und müsste, weil man glaubt, es würde noch irgendwie besser werden. Es wird nicht mehr besser. Nie. Mehr Opfer als der Krieg fordert nur der sinnlos verlängerte Krieg. Wladimir Putin ist ein Kriegsverbrecher, ein Verbrecher der Menschheitsgeschichte. Man muss seine moralische Klarheit nicht opfern, um die bitteren Realitäten anzuerkennen. Man muss sich aber ebenso davor hüten, dem Moralismus zu verfallen und für das eigene Gefühl moralischer Überlegenheit immer mehr junge Menschen in den sicheren Tod zu jagen. Einen Krieg nicht begonnen zu haben, entbindet nicht von der Pflicht, ihn zu beenden, besonders wenn man ihn nicht mehr gewinnen kann. Und das ist es, was gerade passiert: Die Ukraine verliert diesen Krieg. Der häufigste Punkt, den wir ständig hören, lautet: Ein Frieden muss für die Ukraine "gerecht und dauerhaft" sein. Das klingt nobel und logisch. Aber die Wahrheit lautet: Putin wird immer Putin bleiben. Kein Deal dieser Welt wird erreichen, dass Putin nicht mehr Putin ist. “Gerechter und dauerhafter Frieden” ist ein unrealistisches Ziel in einem Vertrag. Frieden ist die Voraussetzung für Stabilität, nicht Stabilität für Frieden. Nichts werden die Ukrainer nach allem, was ihnen angetan wurde, jemals als gerecht empfinden; wie könnten sie auch? Und dennoch wird es diesen Friedensschluss geben. Es bringt nichts, alles, was die tapferen Ukrainer zurecht als ungerecht empfinden werden, als “Diktatfrieden” abzutun. Um einen Frieden so sicher, stabil und dauerhaft wie möglich zu gestalten, braucht es nicht zuerst “Boots on the ground”, sondern “Guccis on the ground”. Es braucht Wohlstand. So viel wie möglich davon. Es braucht eine Invasion der Investoren, vor allem aus den USA. Die Europäer glauben immer noch, es brauche Sicherheitsgarantien im AUSTAUSCH für amerikanische Investitionen. Sie verstehen nicht: Amerikanische Investitionen SIND Sicherheitsgarantien. Je mehr Amerika in ein Land investiert, desto geschützter ist das Land vor anderen Mächten. #AchtungReichelt

Julian Reichelt

121,451 görüntüleme • 1 yıl önce

🗯️Verifizierung per Wallet ID? Recht auf Anonymität wäre dann passé. Die Digital ID ist mit so vielen Schlupflöchern konstruiert: sie kann so nur machtpolitisch ausgenutzt werden. Komischerweise legen DSA, Meldestellen & §188 ein Fundament für das Machtinstrument Digital ID.. Wieso ist Verifizierungspflicht womöglich dasselbe wie Klarnamenspflicht? Und alles am Ende noch viel schlimmer? Weil CDU/SPD für ihr Social Media Verbot für Jugendliche die Wallet ID nutzen wollen. Jeder muss sich dann, wenn er Social Media verwenden will, über diese App verifizieren. Die Digital ID kommt Ende 2026 - doch in die Verordnung sind lauter Schlupflöcher eingebaut, die übel enden könnten. Natürlich weiß die Politik genau um darum. Digitale Brieftasche – klingt unglaublich praktisch. Aber wir alle sollten uns im Klaren sein, dass diese Einführung einer digitalen Identität böswillig instrumentalisiert werden kann und man in der baldigen Zukunft in einem digitalen Gefängnis in Europa unter freiem Himmel sich wiederfindet. Nahezu Umkehrbar. ▶️ 📱Sie behaupten die Nutzung der Wallet ID soll „freiwillig“ sein. Doch das Problem beginnt ja bereits in der Praxis: Wer Social Media benutzten will, der muss demnächst höchstwahrscheinlich eine Wallet ID benutzen, um sein Alter ja verifizieren zu MÜSSEN. So entsteht aus der Freiwilligkeit ein de-facto-Zwang. Es droht also schon VOR der Einführung, dass man um eine Nutzung in vielen Bereichen nicht drumherumkommt. Vor allem: weil das Ziel der EU ist: Dass bis 2030 spätestens 80 % der EU-Bürger die APP benutzen. Freiwillige Nutzung ist somit schon jetzt Illusion und Lüge zugleich. ▶️ Jeder Mitgliedstaat entwickelt seine eigene Wallet App, die EU gibt nur technische Standards vor. Das gibt jeder nationalen Regierung erheblichen Gestaltungsspielraum. Und da kommen wir bereits zum nächsten Trick der Verordnung: ▶️🔕Dass angeblich Barrikaden eingebaut sind, um Pseudonymität bei der Anwendung wahren zu können. Beispiel: Wenn nur eine Bestätigung des Alters nötig ist, würde ein Zero Knowledge Proof reichen. Der steht jedoch großteils nur in den Erwägungsgründen der Verordnung drin – nicht als harte Verpflichtung in den verbindlichen Artikeln. Das Recht auf Pseudonymität kann in Wahrheit durch nationales oder EU-Recht eingeschränkt werden. Der Trick: Pseudonymität ist ERLAUBT, aber sie nicht verpflichtend. Die deutscher Regierung kann entscheiden, wie sie das gestaltet. VIEL PLATZ FÜR ZENTRALISIERUNG ▶️Liest man sich die technischen Standards durch, dann sind sie SO GESCHICKT OFFEN formuliert, dass eine Zentralisierung jederzeit nachgerüstet werden kann – ohne die Grundverordnung jemals ändern zu müssen. Nochmal: Es ist architektonisch SO FLEXIBEL ausgestaltet, dass es keinesfalls zukunftssicher dezentral ist. Man hat also in der Formulierung NICHT die Menschen geschützt vor einer Zentralisierung. ▶️💳Heißt seeeeehr wahrscheinlich in der Folge: Sobald die Wallet: in Banken, Versicherungen, Reisen, Sozialsystemen integriert ist, wird man sie de facto brauchen. Deswegen fürchten Digitalexperten ein dystopisches Szenario, und die sind linksliberal! STAAT KOMMT AN DEINEN NAMEN ▶️📲Gehen wir zurück zu Social Media. Es gäbe mehrere Möglichkeiten, wie der Staat herausfinden kann, dass du hinter deinem Klarnamen-Account auf X - wo du einen anonymen Benutzernamen hast - steckst: Wieso sag ich Klarnamen Account? Weil nur 5-10% wirklich anonym (kein echte Mail, keine Telefonnummer, keine IP Verknüpfung) sind, der andere Großteil sind Nutzer im Netz, die Social Media mit ihrer Mail-Adresse benutzen oder mit ihrer Handynummer verbunden sind und einen anonymen Benutzernamen wählen: Sie sind bereits längst mit ihrem Klarnamen verbunden! Nur die wenigstens sind wirklich komplett anonym unterwegs. Deshalb gilt das technisch bereits streng genommen als Klarnamen-Account, wo folgendes bei den meisten dann möglich wäre: 1⃣Du bist bei X mit Klarnamen eingeloggt und verifizierst dein Alter über die Wallet. X verknüpft den Nachweis direkt mit deinem Account. Bei Verdacht auf Straftaten (z. B. Beleidigung oder Hassrede) kann der Staat über den DSA und nationale Gesetze per richterlichem Beschluss von X die Herausgabe der Verknüpfungsdaten verlangen. 2⃣Bisher ist kein Pflicht-Cloud-Backup vorgesehen. Sobald die EU jedoch sicheres Cloud-Backup erlaubt (was bereits angedeutet wurde), liegen Teile deiner Wallet-Daten verschlüsselt bei einem staatlich zugelassenen Provider. Bei richterlicher Anordnung kann der Staat diese Daten entschlüsseln oder direkt verlangen. 3⃣Jede Wallet hat eine „Wallet Unit Attestation“ – ein digitales Zertifikat, das vom Staat ausgestellt wird. Der Staat kann deine Wallet remote prüfen (ob sie echt und aktuell ist). Bei jeder Altersverifizierung (z. B. bei X) kann das Ausweisamt sehen, welche Wallet-ID gerade mit welchem Dienst kommuniziert. So entsteht ein Echtzeit-Protokoll über die Nutzung. 4⃣Auch wenn die Wallet angeblich dezentral ist, muss jeder Dienst (wie X) bei jeder Verifizierung eine zentrale Status-Liste abfragen, die der Staat betreibt. Diese Liste zeigt, ob deine Credential (z. B. „über 18“) noch gültig ist. Der Staat sieht dabei jede Abfrage und kann ein Nutzungsprofil erstellen, das später mit deinem Klarnamen-Account verknüpft werden kann. 5⃣Die Wallet-App wird vom Staat oder einem zertifizierten Anbieter signiert und regelmäßig aktualisiert. Ein Update kann unauffällig neue Funktionen einbauen, z. B. Logging oder automatische Meldungen an den Staat – besonders bei „nationaler Sicherheit“ oder Terrorverdacht. Zusätzlich haben moderne Handys eine sichere Hardware-Zone (Trusted Execution Environment / TEE). In Deutschland darf der Staat bei richterlicher Anordnung auf Teile dieser Zone zugreifen und damit indirekt auf Prozesse der Wallet-App. ➡️ 👁️Am realistischen ist immer Variante 1 für den Staat.Dies kombiniert später der Staat mit Variante 4, für ein vollständiges Profil. Variante 2 wird ab 2027 relevant. Für Härtefälle wie schwere Sicherheitsgefahr 5. ➡️🕶️Wer komplett anonym ist (VPN): bei dem wäre dann Variante 3, besonders 4 (größte Risiko), Variante 5 (Ein Update kann Logging einbauen) möglich. Der Staat sieht dann durch Remote Attestation und Status-Listen-Abfragen, dass diese Wallet-ID bei X war. Wenn er die Wallet-ID aus einem anderen Kontext kennt (z. B. du hast sie bei einer Bank oder Behörde benutzt), kann er dich zuordnen! Theoretisch: Ein reines „over-18“-Proof mit gutem Selective-Disclosure-Design könnte in der Theorie pseudonym bleiben – aber in der Praxis bei Kombi mit anderen Nutzungen (Bank, Behörde) + Plattform-Logs + DSA fast unmöglich. Bedeutet: Vollständige Anonymität ist mit der EU-Wallet praktisch sehr schwer, sobald du sie für Altersverifizierung einsetzt. Das Wallet ist keine digitale Identität sondern ein Identifikationsbooster! Die Altersverifizierung mit der Digital ID Wallet macht es für den Staat wesentlich einfacher, deinen Klarnamen (oder deine echte Identität) rauszufinden. WIEDERRUF DER DIGITAL ID 🔴❗️Wichtig: Die EU setzt nur einen Mindeststandard. Die EU Verordnung schützt nicht vor Wiederruf der Digital ID bei Straftatverdacht wie Beleidigung eines Politikers auf X - sie lässt nationale Gesetzte explizit zu. 🪪🇩🇪 In Deutschland gibt es schon jetzt rechtlich die Möglichkeit, bei Straftat Verdacht den Personalausweis unter bestimmten Bedingungen einzuziehen. Natürlich könnte man es ausweiten, wenn man will. Im Prinzip kann man sagen, der DSA, die nationalen Meldestellen und sogar der Paragraf 188 haben am Ende des Tages ein Fundament geschaffen, dass die Wallet ID zu einem gefährlichen Machtinstrument werden lassen könnte. Nichts daran ist normal. Man hätte es vollkommen anderes inhaltlich und technisch gestalten können. BANKKONTO WIRD MIT MEINUNGEN VERKNÜPFT ⚠️🏦Das Horrorszenario läuft der Wallet ID läuft dann so ab: In die App deines privaten Handys kann alles rein; Deine Wahlberechtigung, Deine Krankheiten, Deine Steuern, Deine Einkäufe, Dein Bankkonto, Deine Reisen. Von da an droht deine sensible Privatsphäre nicht mehr privat zu werden! Die Politik könnte über die Gültigkeitsbedingungen der Digital ID bestimmen, diese nach Belieben anpassen. Etwas in sozialen Medien gepostet, das eine beleidigende Kritik an die Regierung ist? Digital ID gesperrt! Rundfunk, Steuern oder Rechnungen nicht bezahlt? Zu viel CO2 durchs Auto verbraucht? Gesperrt. Ausweiten könnte sich womöglich das sogar auf Wahlen: Bei einer Sperrung der ID Wallet könnte man womöglich nicht mehr wählen. Es wäre also mit solch einer Instrumentalisierung machbar, Menschen gleichzuschalten – wer wagt denn dann noch Kritik an der Politik auf X oder Facebook? Oder nehmen wir die Gefahr der zentralen Verknüpfung: Vielleicht kannst Du bald ohne eine Digital ID nicht mal mehr einen Wohnung mieten, ein Bankkonto haben. Deine Bankkonten, deine Gesundheitsdaten, deine Meinungsäußerungen: werden von nun an miteinander verknüpft. Die Spitze auf diesem anti-freiheitlichen Eisberg ist die neuste Idee der deutschen Regierung aus SPD-Reihen: VPN-Umwege-Verbote. Wer ein VPN Verbot fordert, der hat in Wahrheit all das im Sinn, was ich alles aufzählte. Sie wissen, die Menschen bräuchten natürlich VPN, wenn dies Wirklichkeit werden könnte.. verrückte Zeiten.

Zara Riffler

26,246 görüntüleme • 6 ay önce

⚡️MEINUNGSFREIHEIT - GIBT ES SIE NOCH?⚡️ Markus #Lanz widmete dem Thema eine ganze Sendung. Umfragen werden hüben wie drüben gemacht, in Deutschland wie in Österreich. Was denken die Leute? In einer Sache, wo die Frage statt dessen lauten müsste: Was ist tatsächlich der Fall? Bauchgefühl statt Fakten führt hier in eine trügerische Debatte. Ich halte es tatsächlich für eine der fatalsten Pseudodebatten unserer Zeit, diese aktuell allerorts scheinbar bangen Herzens durch einige Agitatoren gestellte Frage: ▶️ Haben wir noch Meinungsfreiheit? Weil man "darf" ja nix mehr sagen tönt es mancherorts. Als Verfassungsjurist darf ich Entwarnung geben. Ja, natürlich haben wir noch Meinungsfreiheit. Dieses in Umfragen hervortretende "Gefühl" mancher Menschen nicht alles sagen zu können, was man will, hat meist einen einfachen Grund: Ein abnehmendes Bewusstsein dafür, was #Meinungsfreiheit eigentlich bedeutet. Das führt dann bei der Antwort der gestellten Frage oft zu einem fatalen Missverständnis: ▶️ Öffentlicher/heftiger oder zahlreicher Widerspruch auf eine polarisierende Aussage stellt KEINE Einschränkung der Meinungsäußerungsfreiheit dar. Wenn du das Gefühl hast lieber mal jetzt nichts zu sagen, weil dein Umfeld empört/verständnislos reagiert, dann beschränkt dich NIEMAND in deiner Freiheit. Du scheust lediglich die soziale Reaktion deiner Mitmenschen (die oft ein gutes Korrektiv sein kann). So weit, so gut, jetzt wissen wir was Meinungsfreiheit NICHT ist. Doch was ist sie denn dann? Die #Rechtswissenschaft hat da durchaus was zu bieten und ich halte das wirklich für wesentlich, sich das mal faktenbasiert anzusehen: Das Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit bedeutet im Wesentlichen: ▶️ Den Schutz der Bürgerinnen vor STAATLICHEN Eingriffen in ihr Recht sich frei zu äußern. Es war anfangs vor allem ein Verbot der staatlichen Zensur. Ein sog. Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat. Es wird in Österreich im Kern durch zwei Verfassungsbestimmungen definiert. Die Systematik ist aber im Wesentlichen in Deutschland dieselbe. Die ältere Bestimmung ist Art. 13 StGG. Siehe Bild 1👇 Des Weiteren: Art. 10 EMRK. Siehe Bild 2👇 Liest man diese Bestimmung genau, so tritt hervor: ▶️ Diese Freiheit der "freien Rede" bedeutet auch VERANTWORTUNG. Das zu betonen war uns mal so wichtig, dass wir es direkt in die #EuropäischeMenschenrechtsKonvention hineinschrieben. Lest die Bestimmung mal genau👇 Verantwortung. Denn man kann mit dem, was man öffentlich sagt andere Menschen beeinflussen - ihnen sogar schaden. Worte sind mächtig. Der Staat darf daher in dein Grundrecht ausnahmsweise eingreifen und die notwendigen (strafrechtlichen) Schranken setzen - wenn sie unbedingt zum Schutz nötig sind. Liest man Art. 10 EMRK, wird der Rahmen klar, den der Staat setzen darf. So schützt er die Bürger davor, dass ihr Ruf beschädigt wird, ihre Menschenwürde verletzt, oder ihre/die öffentliche/nationale Sicherheit/Gesundheit gefährdet wird mit einfach (straf)gesetzlichen Normen. So ist die üble Nachrede verboten, Hetze gegen ganze Gruppen, Aufrufe zu Gewalt und vor allem auch rufschädigende Lügen. Eine für die Rüpel hier unangenehme Erkenntnis: ▶️ Die schrankenlose Freiheit gibt es nicht. Und es gibt noch etwas nicht: ▶️ Es gibt kein Recht auf "keinen Widerspruch". Wer mit polemischen Aussagen in die Öffentlichkeit tritt, muss auch die Reaktion aushalten, solange diese eben - wie oben erörtert - im gesetzlichen Rahmen bleibt. Das kann durchaus heftig sein. Ja. Aber das war die ursprüngliche Aussage oft auch. Das zweite Missverständnis betrifft, die Gruppe derer, die meinen, dass die Meinungsfreiheit bedeuten würde ALLES sagen zu dürfen. Dem ist eben, wie oben erörtert, aus gutem Grunde NICHT so. ▶️ Denn dort wo die Freiheit der anderen beginnt, endet die eigene. Niemand muss sich übelst beschimpfen lassen oder Lügen über sich tolerieren, die ihm massiv schaden können - auch wirtschaftlich. Und auch der persönliche Erwerb ist eben grundrechtlich geschützt. Wie wir schon sehen ist ein Grundrecht eben nicht nur ein sog. Abwehrrecht gegen den Staat. Das reicht heutzutage nicht mehr aus um die Grundrechte zu schützen. Die Rechtsprechung hat die Grundrechte daher auch dahingehend fortgebildet, als dass sie anerkannt hat, dass diese dem Staat auch eine AKTIVE Handlungspflicht auferlegen. Man nennt das bei uns komischen Juristen: "obligation to fulfill" - also eine "Erfüllungspflicht" des Staates. Siehe Bild 3👇 Das bedeutet, dass der Staat die Träger des Grundrechtes vor Eingriffen in das jeweilige Grundrecht durch Dritte ausreichend AKTIV (durch Regelungen) zu schützen hat - eine positive Verantwortung für den Staat zur Förderung und zum Schutz dieser Freiheit. Doch in den letzten Jahren gab es eine weitere Entwicklung. So sind mit #SocialMedia neben Staaten neue Akteure entstanden, die den öffentlichen Diskurs so sehr dominieren, dass ihre Regeln beinahe so wirksam sein können, wie die eines Staates also eine Art quasi-staatliche Zensur (Plattformmacht). Das wird in einer Demokratie nachvollziehbarerweise zum Problem, wenn nicht mehr das Volk über das gewählte Parlament die Regeln für den demokratischen Diskurs aufstellt, sondern einige wenige Private, oder gar fremde Staaten. Hier ist die Frage zu stellen, wie die Sicherung der Meinungsäußerungsfreiheit in diesem Bereich erfolgt. In der europäischen Rechtsprechung ist inzwischen unstrittig, dass die o.g. Regeln auch in der digitalen Welt gelten. Ein Beispiel: In der Rechtssache Glawischnig-Piesczek konnte die eh. ö. Politikerin gegen Facebook Irland einen Anspruch auf weltweite Löschung eines sie betreffenden ehrverletzenden Beitrags durchsetzen. In den meisten Fällen gestaltet sich solch ein Unterfangen noch als schwierig. Plattformen fremder Länder, oder Plattformen, die so mächtig sind, dass sie sich mit Staaten anlegen. Manch Agitatoren auf solch ungezügelten Plattformen feiern diese scheinbare "totale Freiheit". Die genau so lange währt bis dich der Betreiber - und sei es aus bloßer Willkür - sperrt.. Ich würde vor verfrühter Freude daher warnen. Diese so lästig scheinenden Regeln führen bei deren Außerachtlassen meist in autoritäre Regime. Da darf dann biss auf einige Wenige keiner mehr irgendetwas sagen. #Demokratie #Verfassung

Legalitätsprinzip

16,731 görüntüleme • 1 yıl önce

Momentan werden Sidekicks wie Carina oder #Nella Bösartigkeit, tratschen oder Clout-Chasings vorgeworfen, während #Rezo Rezo bisher kaum kritisiert wird. Nella und Carina Carina Pusch erhalten den Shitstorm ihres Lebens. Fragt man jedoch nach Rezos Rolle, dann wird gesagt: „Ich habe mit ihm gesprochen, er wird sich noch äußern, bla bla.“ Er hat ein kleines und vages Statement rausgehauen, das wars bisher, während kleinere Beteiligte tagtäglich dazu gedrängt werden, sich „gerade zu machen“. Und wenn sie das tun, dann geht der Shitstorm trotzdem weiter. Das Publikum verzeiht einem vermeintlich objektiven Aufklärer handwerkliche Fehler eher als Menschen, denen man unterstellt, aus persönlichem Profit oder Missgunst mitgetreten zu haben. Dieses Verhalten ist zutiefst ungerecht und doppelmoralisch. Während Rezo durch seine immense Reichweite als Brandbeschleuniger den existenziellen Schaden bei #AnnitheDuck überhaupt erst besiegelt hat, treffen die Konsequenzen der späten Aufklärung nun diejenigen, die am wenigsten Hebelwirkung in diesem Skandal hatten. Es zeigt, dass es im Internet selten um echte Gerechtigkeit geht, sondern um ein Ventil für die Wut der Masse – und diese Masse sucht sich instinktiv immer das leichteste Ziel. Den Sündenbock! Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen: Rezos Rolle war verheerend. Es wurde vom „PR-Skandal“ zur „vollständigen Ächtung“: Ohne Rezo wäre die Sache ein schwerer, imagezerstörender Influencer-Skandal geblieben, von dem man sich nach Jahren der Pause und mit viel Glück im kleineren Rahmen hätte erholen können. Aber es gab für Anni keine Alternative mehr. Rezo lieferte durch seine vermeintliche Beweisprüfung die Erzählung, dass es hier nichts mehr zu diskutieren gibt. Er verwandelte einen unübersichtlichen Beziehungsstreit in ein unumstößliches, moralisches Urteil. Er hat dafür gesorgt, dass Sponsoren die Verträge nicht nur auslaufen ließen oder pausierten, sondern die Brücken hinter sich komplett abrissen und Anni in der gesamten Medienlandschaft als absolut toxisch gebrandmarkt war. Sehr wahrscheinlich wäre das Ganze für #AnniTheDuck glimpflicher ausgegangen. Rezos Eingreifen hat die Dynamik des Skandals auf eine Weise verändert, die mit #Mowky|s anfänglichen Anschuldigungen allein kaum möglich gewesen wäre. Ohne Rezos Videos und Stream-Aussagen hätte sich die Situation für Anni vermutlich anders entwickelt. Denn Rezo lieferte das "Gütesiegel" der Glaubwürdigkeit. Mowky war zum damaligen Zeitpunkt eine im Vergleich deutlich kleinere Streamerin. In der Social-Media-Welt gilt Rezo als eine Art "moralische Instanz" und investigative Koryphäe (unter anderem durch seine bekannten Zerstörungs-Videos). Als er sich einschaltete und erklärte, er habe Beweise geprüft und für wahr befunden, wirkte das auf die Öffentlichkeit wie ein unanfechtbares Urteil. Ohne dieses "Gütesiegel" hätten viele Zuschauer und Medien die Vorwürfe von Mowky wahrscheinlich weitaus skeptischer hinterfragt oder als privaten Rosenkrieg abgetan. Erst durch Rezos große Reichweite auf YouTube und seinen Streams wurde das Thema zu einem deutschlandweiten Medienevent. Erst ab diesem Zeitpunkt berichteten auch große Boulevardmedien im großen Stil. Für Firmen und Sponsoren ist das Risiko entscheidend. Solange "nur" eine kleinere Creatorin wie #Mowky Vorwürfe erhebt, warten Firmen oft ab. Wenn jedoch der größte Meinungsblogger Deutschlands ein detailliertes Video mit vermeintlichen Beweisen hochlädt, ist das für Sponsoren ein sofortiges KO-Kriterium. Annis geschäftlicher Ruin (Kündigung von Verträgen, Absagen von Events) wurde durch den massiven Druck, den Rezos Video erzeugte, extrem beschleunigt und besiegelt. Da Rezo sich so absolut positionierte, traute sich kaum ein anderer Creator oder Journalist, öffentlich eine andere Perspektive einzunehmen oder zur Zurückhaltung zu mahnen. Wer Rezo widersprach, riskierte, selbst ins Visier der Community zu geraten. Das führte zu einer absoluten Eigendynamik, in der Anni praktisch keine Chance mehr hatte, sich zu verteidigen. Mowky hat das Feuer zwar entfacht, aber Rezo hat als Brandbeschleuniger gewirkt. Ohne sein Video wäre der Skandal für Anni The Duck mit hoher Wahrscheinlichkeit glimpflicher ausgegangen. Der Imageschaden wäre vermutlich reparabel geblieben und hätte nicht die existenzzerstörenden Ausmaße angenommen. Und erzähl mir bitte nicht, lieber Rezo, dass du von Mowky manipuliert wurdest! Wann reden wir endlich darüber? Jay Riddle KuchenTV

ANNA LÜSE

43,077 görüntüleme • 2 ay önce

🚨 Milk for Gaza’s Children Is Running Out 🚨 🍼 Look at the children’s smiles during the distribution… small smiles rising through hunger, fear, and exhaustion… as if receiving milk brought back a stolen piece of their childhood. 🍼 Watch the children inside the displacement camps… small bodies covered in dust and exhaustion… crying not because they want toys… not because they seek comfort… but because their stomachs have been empty for far too long. This is no longer ordinary hunger… this is babies crying until their voices disappear… and mothers holding empty bottles with nothing left to give. In Gaza today… milk is no longer something simple… it has become life itself. 💔 In Gaza today… a single bottle of milk may be the only reason a child who forgot the meaning of joy can smile again through war, displacement, and hunger. 💔 Watch mothers trying to calm their babies with water instead of milk 💔 Watch children falling asleep from weakness… not peace 💔 Watch how a bottle of milk has become more precious than anything around them Some mothers have stopped eating completely… hoping only that their children survive another day. Some children drink unsafe water because there is no milk left. Some cry for hours until their small bodies collapse from exhaustion. And some mothers sit in silence… with nothing left but prayers and empty arms holding their children. 🍼 Small hands hold empty bottles… waiting for milk that may never come. This is not just aid… this is a fight to keep children alive. ✨ Thank you to the voices trying to make this seen: 🤍 William Menaker (Will 🦥 Menaker) 🔥 Felix (GoliathFan1952) ✨ Eyup Lovely (Eyup Lovely) But thousands of children are still waiting tonight… still hungry… still crying inside tents and displacement camps… 🚨 Do not look away. Help us provide milk for displaced children before more children collapse from hunger and dehydration.

Muhmmed Project𓂆 🇵🇸

31,600 görüntüleme • 3 ay önce

Mir ist bewusst, dass ich mich hier auf einem Kurznachrichtendienst befinde. Trotzdem wird das ein längerer Text. Für wen das hier TLDR ist: Kann ich verstehen. Ich wollte schon länger ein paar Zeilen zu meiner Sicht auf den Antisemitismus schreiben. Nun kam aktuell ein Beitrag von Emrah Erken Emrah Erken 🔥🎺 hinzu, auf dem ich mit ansehen musste, wie zwei junge sogenannte „Palästinenser“ den kleinen Hund eines alten Mannes in dessen Gegenwart erschlagen, und ich will meine Ideen hierzu mit denen zum Antisemitismus verbinden. Ich traue mir ein gewisses Verständnis vom menschlichen Sein, vom Seelenleben des Menschen, und von dessen Wirken in Gruppen zu; als Wissenschaftler bin ich mit der Beziehung von Mensch und Hund beschäftigt. Meine Gedanken, die ich hier aufschreibe, sind durch drei bestimmte Texte wesentlich beeinflusst. Zunächst, von Konrad Lorenz: „Das sogenannte Böse: Zur Naturgeschichte der Aggression“, dann, Sigmund Freud: „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ und, ebenfalls Freud: „Das Unbehagen in der Kultur“. Trotz der Länge meines Textes handelt es sich immer noch um eine drastische Vereinfachung; so manches muss ich angesichts des Mediums regelrecht holzschnittartig darstellen. Konrad Lorenz, Nobelpreisträger für Medizin, und der erste Wissenschaftler, der sein Forschungsgebiet als „Tierpsychologie“ bezeichnete, beschreibt sehr eindrücklich, dass Aggression, beziehungsweise das, was er als Aggression bezeichnet, nämlich der Kampf innerhalb einer Art um Ressourcen wie Territorium, aber auch Wasser, Nahrung, Sexualpartner usw., bei den verschiedenen Arten von Natur aus unterschiedlich aussieht, je nachdem, wie stark eine Spezies von der Natur aus „bewaffnet“ ist. Arten, die nicht oder nur schwach „bewaffnet“ sind, müssen von der Natur in der Ausübung ihrer Aggression nicht besonders gehemmt werden, weil sich ihre Vertreter nicht wirklich gegenseitig verletzen können (z. B. viele Fische). Spezies, die hingegen schwer „bewaffnet“ sind, würden sich ständig gegenseitig umbringen, wenn sie „einfach so“ auf einander los gehen, daher sind sie von Natur aus auf eine Umformung ihrer Aggression angewiesen - Wölfe zum Beispiel. Die entäußern ihre Aggression primär über „Ersatzhandlungen“ wie Ohren anlegen, über Knurren, Zähne zeigen, Zähne fletschen. So müssen sie sich nicht ständig gegenseitig mit scharfen, spitzen Zähnen beißen, und dabei ihr Leben riskieren. Wir Menschen sind von Natur aus nicht gut bewaffnet. Mit unseren Händen können wir würgen, mit den Fäusten schlagen - aber wir haben von Natur aus keine gefährlichen Krallen. Mit unseren bloßen Händen bringen wir uns nicht so schnell um, und mit unseren Zähnen reißen wir keine großen Wunden. Wir benötigten in der Ausübung unserer Aggression kaum eine natürliche Hemmung. Für uns Menschen ergab sich jedoch eine Zäsur, als wir das Werkzeug für uns entdeckt haben. Dann nämlich wurden wir einander sehr gefährlich, und wir hätten uns sicher gegenseitig schnell den Garaus gemacht, wenn wir unsere frühen Werkzeuge (z. B. den Faustkeil) ungehemmt zum Einsatz gebracht hätten. Wir brauchten in unserer vergleichsweise kurzen Menschheitsgeschichte im Gegensatz zu z. B. den Wölfen, deren Umformung oder Hemmung ihrer Aggression etwas naturgegebenes und über lange Zeit hinweg entwickeltes ist, eine Hemmung, die wir uns selbst auferlegen mussten, und die auch noch schnell umfassend „greifen“ musste. Bewerkstelligt haben wir das über Religion und daraus entstehende Kultur. Wechseln wir die Perspektive zu Freud. Freud und Lorenz waren sicher keine Freunde. Lorenz war Opportunist unter den Nationalsozialisten und hat sich antisemitisch positioniert. Freud war Jude und musste vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen - seine fünf Schwestern wurden in der Shoa ermordet. Trotz unterschiedlichster grundsätzlicher Ansätze und Ausgangspositionen finden beide aber zu ähnlichen wissenschaftlichen Ergebnissen. Freud arbeitete die Idee aus, dass wir Menschen, neben unseren lebensbejahenden Bedürfnissen per se AUCH etwas Destruktives in uns tragen, er nannte dies den Todestrieb. Wir Menschen empfinden AUCH von Grund auf Lust an Mord, Folter, Vergewaltigung, Plünderung - und wir müssen diese destruktiven Triebe mühsam einhegen. Diese Idee steht jener der Behavioristen entgegen, die das Destruktive im Menschen als etwas Erworbenes verstehen. Ein einfaches Beispiel zur Illustration. Wenn ein kleines Kind ein Türmchen aus Bausteinen baut, und irgendwann das Türmchen selbst zerstört, dann würde der Psychoanalytiker wahrscheinlich davon ausgehen, dass das Kind Lust beim Zerstören empfindet. Ich persönlich finde, dass man das auch beobachten und einfühlen kann. Im Zweifel zerstört das Kind auch noch die Türmchen der mit ihm spielenden anderen Kinder - und empfindet ganz augenscheinlich auch hierbei Lust. Die Behavioristen würden wohl sagen: „Das Kind hat die Erfahrung gemacht, hat also gelernt, dass es so ein Türmchen nicht ewig hoch bauen kann, und das Türmchen irgendwann von selbst umstürzt. Um sich dem frustrierenden Erlebnis zu entziehen, das eigene Unvermögen aushalten zu müssen, einen beliebig hohen Turm eben nicht errichten zu können, macht das Kind das Türmchen lieber selbst kaputt, als dass es wartet, bis es von selbst umfällt.“ - und hier nun würde ich als Psychoanalytiker sagen, dass dies sicher eine Möglichkeit im Seelenleben des Kindes darstellt, aber dass dies nur eben eine Option ist, während das genuin Destruktive in uns ebenfalls permanent wirkt. Diese Grundannahme der Behavioristen, dass wir Menschen wie ein „weißes Blatt“ auf die Welt kommen und Verhaltensweisen, die wir später an der Tag legen, erlernt sind, greift für mein Verständnis viel zu kurz. Man macht es sich damit zu einfach. Und intuitiv empfinden es wohl auch all jene so, die zum Beispiel nach irgendwelchen Gewaltverbrechen mit Widerwillen und Empörung hören müssen, dass man vor Gericht dem Täter des Verbrechens unterstellt, doch ursprünglich auch nur eine liebenswerte menschliche Seele gewesen zu sein, die durch offenbar frustrierende Erfahrungen, z. B. fehlende soziale Aufstiegsperspektiven, zu dem geworden ist, was sie jetzt ist. Ich denke, was in uns Menschen an Aggressivem steckt, erleben wir immer wieder z. B. im Krieg. Wenn die äußeren Rahmenbedingungen passen, dann begehen wir unglaublich brutale Taten; nicht, weil wir müssen, sondern weil wir wollen - und hier nun auch einmal „dürfen“. Wir Menschen sind oft froh, wenn man uns zumindest zeitweise von der Last der Zivilisation befreit. Unter anderem deshalb wird Putin auch von seinen Landsleuten so gemocht, weil er ihnen, weil er seinen Soldaten erlaubt, pardon, „die Sau raus zu lassen“ - das führt dann u. a. zu Butcha. Eine weitere, wichtige Erkenntnis: Wir haben unsere Kultur, unsere Zivilisation, letztlich den Juden zu verdanken. Seit Moses tanzen wir nicht mehr ums goldene Kalb. Aus Kulten und vielen Gottheiten wurde eine monotheistische Religion. Die Atheisten werden sagen, wir haben G-tt postuliert, die Gläubigen werden sagen, G-tt hat sich uns offenbart. Im täglichen Gebet der Juden „Höre, O Israel, der Herr unser G-tt, der Herr ist eins.“ steckt die Grundlage unserer ganzen Zivilisation und unseres Überlebens als Spezies. Wir bekamen die zehn Gebote, die unser ganzes Miteinanders neu geregelt haben. Es gibt plötzlich, in unglaublicher Klarheit, einen G-tt, der Forderungen an uns richtet, der sagt: „Ich bin der Herr, dein G-tt“, „Du sollst nicht töten“, „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut“ usw. - dies war der Grundstein für unser kultiviertes, zivilisiertes Miteinander. Und dass die Juden uns allen die Kultur gebracht haben, haben wir ihnen nie verziehen. Denn die Kultur steht im Widerspruch zu Teilen unserer Natur, sie ist (auch) Quelle des Leidens. Wir sprechen von kulturellen Errungenschaften, weil wir einen Preis für unser Kultiviertsein zahlen. „Das gern verleugnete Stück Wirklichkeit hinter all dem ist, daß der Mensch nicht ein sanftes liebebedürftiges Wesen ist, das sich höchstens, wenn angegriffen, auch zu verteidigen vermag, sondern daß er zu seinen Triebbegabungen auch einen mächtigen Anteil von Aggressionsneigung rechnen darf. Infolgedessen ist ihm der Nächste nicht nur möglicher Helfer und Sexualobjekt, sondern auch eine Versuchung, seine Aggression an ihm zu befriedigen, seine Arbeitskraft ohne Entschädigung auszunützen, ihn ohne seine Einwilligung sexuell zu gebrauchen, sich in den Besitz seiner Habe zu setzen, ihn zu demütigen, ihm Schmerzen zu bereiten, zu martern und zu töten.“ (Freud) Auch Goethes Imperativ: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“ ist ein Wunsch, ein Versuch, das Aggressive einzuhegen, genauso wie das christliche elfte Gebot: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Was die Juden angeht, haben sie neben dem unverzeihlichen Frevel, uns zum kultivierten Miteinander zu bewegen, auch noch das Pech gehabt, ohne eigenes Land überall auf der Welt verstreut leben zu müssen. Der etwas sarkastische Freud sagt hierzu: „Es ist immer möglich, eine größere Menge von Menschen in Liebe aneinander zu binden, wenn nur andere für die Äußerung der Aggression übrigbleiben. […] Das überallhin versprengte Volk der Juden hat sich in dieser Weise anerkennenswerte Verdienste um die Kulturen seiner Wirtsvölker erworben (…).“ und „Es war auch kein unverständlicher Zufall, daß der Traum einer germanischen Weltherrschaft zu seiner Ergänzung den Antisemitismus aufrief, und man erkennt es als begreiflich, daß der Versuch, eine neue kommunistische Kultur in Rußland aufzurichten, in der Verfolgung der Bourgeois seine psychologische Unterstützung findet. Man fragt sich nur besorgt, was die Sowjets anfangen werden, nachdem sie ihre Bourgeois ausgerottet haben.“ Die Juden sind also nicht nur die, die uns alle unter das Joch der Zivilisation genommen haben (wobei es noch einer Beschreibung bedürfte, warum wir das mit uns machen lassen, sie zwingen uns ja nicht unmittelbar; es gibt aber noch den wichtigen Aspekt des Gewissens und des Schuldgefühls, aber das führt hier zu weit) - sondern sie sind überall auf der Welt „die Fremden“, die sich hervorragend als Zielscheibe für die Aggression der dort lebenden nichtjüdischen Bevölkerung eignen. In modernerer psychologischer Sprache würde man vielleicht von „in-group“ und „out-group“ sprechen, aber auch hier: Das führt zu weit. Für unser heute müssen wir noch folgende Betrachtung mit einbeziehen: Bis vor Kurzem hat der Staat selbst seine Legitimation noch von G-tt bekommen, unsere Monarchen waren Kaiser oder König von G-ttes Gnaden. Aber wir leben heute in einem säkularen Staat, wir vollbringen das Meisterstück, die Gewaltausübung freiwillig an den Staat abzutreten. Nicht, weil G-tt uns befielt, uns an das zu halten, was der Kaiser sagt - wie noch vor ganz kurzer Zeit, sondern weil wir ein Einsehen darein haben, dass es für uns als Gruppe besser so ist. Das ist eine unglaubliche kulturelle und zivilisatorische Meisterleistung. Es juckt uns ständig in den Fingern, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, aber wir haben uns in unserer Gesellschaft darauf verständigt, das nicht zu tun. Davon haben wir etwas: Nämlich Sicherheit. Wir können uns in unserer Gesellschaft einigermaßen sicher sein, nicht vom Nachbarn morgens mit dem Baseballschläger erwartet zu werden, weil ihm unsere Musik gestern Abend zu laut war. Die Sicherheit macht uns viel möglich, wir können uns um so Dinge kümmern wie Wissenschaft, Kunst, Schönes. Aber wir zahlen einen Preis, nämlich den, dass wir uns wider unsere Natur „verbiegen“ müssen, bis hin zur Neurose. Nun gibt es Gesellschaften, die die Gewaltausübung nicht an den Staat abtreten. Wo z. B. das Recht des Stärkeren gilt. Gesellschaften, die sich nicht der Last unserer Zivilisation unterwerfen. Die lassen ihren brutalen, sadistischen, aggressiven Trieben relativ freien Lauf. Wenn wir Menschen aus diesen Gesellschaften in unserer aufnehmen, torpedieren wir unser fragiles und junges säkulares Gesellschaftssystem, da es schon mühevoll genug ist, Menschen, die innerhalb unseres Systems sozialisiert sind, dazu zu bewegen, sich weiterhin an unsere kulturellen Gepflogenheiten zu halten. Menschen, die nicht in unserer Gesellschaft sozialisiert sind, müssten erst einmal davon überzeugt werden, dass unsere Kultur erstrebenswert ist. Arroganterweise setzen wir dies gerne voraus. Wir erwarten von Migranten, dass sie sich von sich aus an unsere Gepflogenheiten halten. Und wir brechen dies in der politischen Debatte gerne herunter auf die Gesetzestreue - das allein reicht aber mitnichten! Es geht doch eigentlich um die Art, wie wir mit einander umgehen, und das lässt sch nicht vollständig über Gesetze abbilden. In einer Art anmaßender Überheblichkeit gehen wir interessanterweise gerne davon aus, dass alle Menschen erst einmal gut sind, und Frieden und zivilisiertes Miteinander wollen. Wir sollten den Menschen zuhören, wir sollten ihre Taten beobachten - und uns mühsamerweise ein eigenes Bild machen. Und wenn es Gesellschaften gibt, die eine Vernichtung ihres Nachbarstaates Israel fordern, dann sollten wir sie ernst darin nehmen - und nicht, weil wir eine Zweitstaatenlösung elegant finden würden, denen unterstellen, dass sie sie auch gut finden. Also, noch einmal: Eigentlich soll uns zunächst die Religion, dann die Kultur, die aus ihr entsteht, vor unseren eigenen destruktiven Trieben, vor Teilen unserer wahren Natur schützen. Selbst das gelingt schon nur bedingt und manchmal reicht Kultur allein auch nicht aus. Ich habe noch Interviews mit Marcel Reich-Ranicki vor Augen, der von seiner Zeit im Warschauer Ghetto berichtete, und die Peiniger der Juden dort als teilweise sehr kultivierte Menschen beschrieb. Meine Schilderung bis hier hin zeigt auf, dass menschliche Gesellschaften in unterschiedlichem Maße die aggressiven Triebregungen der in ihr lebenden Menschen einhegen, sie verbieten und unterdrücken - und dadurch auch zu unterschiedlich stark ausgeprägtem Widerwillen gegen die eigene Kultur führen. Nun gibt es jedoch auch noch Gesellschaften, die das Konzept von Kultur in gewisser Hinsicht pervertieren, in dem sie die destruktiven Triebe sogar fördern bzw. in negativer Hinsicht pflegen und „kultivieren“. Gesellschaften, in denen der Tod der international beliebtesten „out-group“, nämlich der Juden, Ziel ist, und der gewaltsame Tod eigener Familienangehöriger, und sogar der eigene gewaltsame Tod als etwas erstrebenswertes angesehen wird. Dann sind wir bei den sogenannten „Märtyrern“, bei den zivilen Schutzschilden, die dieses Schicksal teilweise sogar bereitwillig annehmen, und wir sind beim siebten Oktober und der ausgelassenen Stimmung beim Morden, Foltern und Vergewaltigen… Wir sind bei dem, was Douglas Murray Douglas Murray gerne (und korrekterweise) als den „death cult“ bezeichnet, und ich gerne als Anti-Kultur oder pervertierte Kultur bezeichnen möchte. Das, was uns vor dem Aggressiven in uns beschützen soll, wird hier benutzt, um genau dies zu fördern. Das Pflegen und „Ausarbeiten“ dessen, was in vielen anderen Kulturen als verabscheuungswürdig angesehen wird, kommt für meinen Geschmack in der öffentlichen Debatte noch zu kurz. In diesen Gesellschaften wird nachgewiesenermaßen mit Kindern bereits trainiert, grausam zu sein. Diese Grausamkeit wird spielerisch erlaubt, wenn Kontaktsituationen mit „dem Feind“ nachgespielt werden, sie wird aber auch quasi probatorisch über echte, ausagierte Grausamkeit Tieren gegenüber geübt. Ebenfalls zutiefst menschliche Eigenschaften wie Einfühlung und Mitgefühl sollen hierbei gezielt „abtrainiert“ werden. Die organisierten, und, wie man heute so schön sagen würde: „strukturellen“ Grausamkeiten Tieren gegenüber sind gut dokumentiert. Man kann einfach Google bemühen. Ich möchte hier nur ein konkretes Beispiel aufgreifen, nämlich den institutionalisierten Hass auf Hunde in jenen Gesellschaften. Hunde sind eine ganz besondere Spezies. Gerne als „der beste Freund des Menschen“ bezeichnet, ist diese Spezies als einzige dadurch entstanden, dass sie sich auf den Menschen hin entwickelt hat, quasi sich selbst auf den Menschen zugeschnitten hat. Die aktuelle Forschung bezüglich der Hunde lässt uns davon ausgehen, dass ursprüngliche Ideen zur Domestikation des Wolfes hin zum Hund, die besagten, dass der Prozess von uns Menschen ausgegangen sein dürfte, zum Beispiel über die Adoption von verwaisten Wolfwelpen, falsch sind. Wir glauben heute sagen zu können, dass der Prozess der Annäherung des Wolfes an den Menschen von den Wölfen ausgegangen ist, und zunächst über epigenetische Vorgänge sich die Wölfe verändert haben, die veränderten Wölfe dann einen Überlebensvorteil hatten, und die epigenetischen Prozesse zu genetischen wurden. Ein zahmer Wolf ist noch kein Hund. Hunde haben Fähigkeiten, über die (unseres Wissens nach) keine andere Spezies verfügt. Hunde haben beispielsweise eine eigene „theory of mind“ vom Menschen; eine artübergreifende Meisterleistung! Das kann kein anderes Tier. Hunde können im Gesicht eines menschlichen Gegenüber besser dessen Gemütszustand ablesen, als ein anderer Mensch dazu in der Lage wäre; und das tun die Hunde nur mit uns, sie machen dies nicht unter einander. Auch können Hunde am sich verändernden Geruch unseres Körpers Rückschlüsse auf unser Stresslevel ziehen. Manchmal liest man sogar, dass Hunde die besseren Menschen seien. Das bezweifle ich, aber sie sind mit ziemlicher Sicherheit doch eines: ein Beispiel dafür, wie ein gutes Miteinander sogar zwischen Spezies aussehen kann. Sie sind ein Symbol für das, was wir Menschen, wenn wir zivilisiert sind, sogar einer anderen Art gegenüber in der Lage sind, auszuleben. (Und im Übrigen, was uns in der Hundeerziehung manches mal im Wege steht. Wir übertragen unsere zwischenmenschliche Aggressionshemmung auf den Hund und schaffen es dann nicht mehr, dem Hund zu vermitteln: „Tu`s, weil ich es Dir sage!“). Als die Hamas mit exakten Grundrissen der Häuser in die Kibbuze eingefallen ist, hatten die Täter zu den Häusern nicht nur Listen der dort lebenden Menschen, mit Namen, sondern auch der dort lebenden Hunde, mit Namen! Dass diese Hunde dort getötet wurden, geschah gezielt - und war von vorn herein Teil des Plans. Die Barbaren wissen, dass es unter kultivierten, zivilisierten Menschen üblich ist, die Hunde als Familienmitglieder zu betrachten und sie zu lieben. Sie wurden getötet, um uns, den ganzen zivilisierten Westen, zu demütigen, und uns um so mehr das Herz zu brechen. Ich bin in meinem Leben viel gereist, aber mir ist noch keine Stadt begegnet, in der ich so viele Hunde und ihre Besitzer gesehen habe, wie Tel Aviv. Der Gegensatz von Juden - Grundlage unserer Kultur und Zivilisation - Hunde als einzige Spezies, die ihr Dasein darauf begründet hat, sich auf den Menschen hin zu entwickeln - zivilisierter Umgang mit eben jener Spezies, die uns so nah ist, dass wir sie (im Westen) als Familienmitglieder betrachten einerseits, und Gesellschaften, die einen „Death Cult“ betreiben - eine Art „Antikultur“ bzw. „Antizivilisation“ - Hass auf Hunde als Symbole zivilisierten Zusammenlebens - (andererseits) ist nach meinem Dafürhalten kein Zufall. Und so war es sicher auch kein Zufall, dass in Nazi-Deutschland Juden die Haltung von Hunden (und anderen Haustieren) untersagt wurde, sie ihre Hunde ausliefern mussten, und deren Hunde ebenfalls systematisch (!) getötet wurden. Im Film „Waltz with Bashir“ beginnt der Plot damit, dass ein ehemaliger israelischer Soldat Albträume hat, weil er im Krieg hatte Hunde töten müssen; sein schlechtes Gewissen verfolgte ihn über Jahre in den Schlaf. Die Barbaren hingegen töteten zum Beispiel am 07. Oktober, aber auch zu anderer Gelegenheit, mit Begeisterung, filmten sich dabei und veröffentlichten ihren Blutrausch völlig schamlos und ohne Anzeichen eines schlechtes Gewissens. . Theodor W. Adorno stellte fest, dass Antisemitismus keine Meinung, sondern ein Affekt sei, und sich mit Argumenten deshalb nicht bekämpfen lasse. Gegen Antisemitismus muss der Staat mit Autorität oder Gewalt vorgehen. Ich möchte hinzufügen: er sollte es auch im ureigensten Interesse tun, eben weil Antisemitismus ein Ausdruck von Kultur- und Zivilisationsfeindlichkeit ist, die in zweiter Linie auch den säkularen, demokratischen Staat angreift und unterminiert - wobei wir noch einen weiteren kurzen Exkurs unternehmen müssen. Die internationale Linke, die sich einerseits gerne in antifaschistischer Tradition sieht, zeichnet sich andererseits durch ausgeprägten Antisemitismus aus. Dies ist nur auf den allerersten Blick ein scheinbarer Widerspruch. Auf den zweiten Blick erklärt sich dies schnell: Die Linke ist daran interessiert, die gegenwärtigen gesellschaftlichen Gefüge zu zerstören, und die Wirtschaftsordnung, also die soziale Marktwirtschaft bzw. den Kapitalismus abzuschaffen. Die Juden bieten sich einmal mehr als Projektionsfläche an; an ihnen wird im heute der neomarxistische Klassenkampf 2.0 abgearbeitet. Man beobachtet wirtschaftliche Erfolge - und schon wird die Prosperität Israels zum Hassobjekt der Kommunisten und Sozialisten, womit einmal mehr auch gleich alle Juden ins Visier geraten. Ein besonders pikantes Detail in diesem Kontext ist, dass es eine Gruppe von Neomarxisten gibt, welche die Vordenker der gesamten „postkolonialen“ Ideologien sind, hierunter explizit auch die „Queer-“, „Gender-“ und „Critical Race-“ Ideologie, sowie der „Intersektionalismus“. Diese modernen Marxisten bemühen sich, bestehende Gruppen zu infiltrieren, was ihnen teilweise auch gut gelingt. So ist die Schwulenbewegung, der es lange Zeit nur darum ging, zu erreichen, dass Schwule und Lesben keine Bürger zweiter Klasse, oder gar Kriminelle mehr sind, inzwischen von den Anhängern der „Queer-“ Ideologie gekapert worden. Diese tun nun gerne so, als seien alle Schwulen auch gleichzeitig queer. Die linksextremen „Queers“ sind strukturell antisemitisch, was nun mitnichten auf alle Schwulen zutrifft, jedoch entsteht in der Öffentlichkeit häufig ein anderes Bild, weil die linksextremen „Queers“ sich klar gegen Israel positionieren und die absurde „Queers for Palestine“-Bewegung ins Leben gerufen haben. Es ist dabei mitnichten so, dass die Schwulen zu dumm wären, zu verstehen, was man mit ihnen in Gaza machen würde. Es sind die linksextremen „Queers“, die sich gegen Israel und die Juden positionieren, und damit auch gegen Rechtsstaatlichkeit, Kultur und ein zivilisiertes Miteinander in unserer Gesellschaft. Eine bemerkenswerte Parallele gibt es zwischen diesen relativ jungen Ideologien und den angestammten Feinden Israels, den sogenannten „Palästinensern“: Beiden ist zu eigen, sich eigene Wahl-Identitäten zuzulegen. Ob sich ein Sänger „Nemo“ als „nonbinär“ bezeichnet, und von der ganzen Welt fordert, fortan so angesehen und angesprochen zu werden, oder sich ein in Kairo geborener Ägypter hinstellt, sich plötzlich als „Palästinenser“ bezeichnet und erwartet, dass man diese selbst gewählte Identität akzeptiert - ich sehe da keinen Unterschied. Auf die historische Nähe der Linken zu den sogenannten „Palästinensern“ will ich nicht weiter im Detail eingehen, ich erinnere nur an die Beziehungen zwischen der „Rote Armee Fraktion“, der "Deutschen Demokratischen Republik“ und den sogenannten „Palästinensern“. Ich stamme aus der ehemaligen DDR und sehe Honecker und Arafat noch Bruderküsse austauschen… Ein letzter Aspekt. Das Phänomen „Antisemitismus“ führt uns vor Augen, dass unsere bisherige Betrachtung im politischen Diskurs, ob etwas links oder rechts ist, oder sich vor oder hinter einer Brandmauer befindet, doch eine furchtbar eindimensionale Einordnung war. Die Hufeisentheorie, dass sich linksextreme und rechtsextreme Positionen annähern, ist bereits ein dynamischeres Modell, dass sozusagen eine zweite Dimension mit einbezieht. Aber wir müssen wohl die Perspektive wechseln und eine dritte Dimension einbeziehen: Die Frage ist doch nicht so sehr, ob man eher links oder eher rechts steht, sondern wie tief wir sinken wollen. Die zentrale Frage ist, wie wir es mit unserer Kultur, unserem Zivilisiertsein künftig halten möchten. Die Idee des dreidimensionalen Modells stammt nicht von mir. Ich habe sie aus der Rede von Ronald Reagan vom 27. Oktober 1964 „A Time For Choosing“. Da sagte er: „You and I are told increasingly we have to choose between a left or right. Well I'd like to suggest there is no such thing as a left or right. There's only an up or down - [up] man's old-aged dream, the ultimate in individual freedom consistent with law and order, or down to the ant heap of totalitarianism.“ Vielleicht ist die Zeit, zu wählen, jetzt dringlicher denn je. Ich beende diesen Text mit einem Video. Ein musikalisches Gebet für Israel, aufgenommen 2017 in Amsterdam; wir hören die drei New Yorker Kantoren Azi Schwartz, Netanel Herstik und Yaakov Lemmer.

Andreas Sobottka

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