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Wenn richtig dummer Haltungsjournalismus auf Intelligenz trifft Melanie Amann im Interview mit Harald Martenstein: Amann: Herr Martenstein, war Ihnen nicht unwohl, dass sich AfD-Mitglieder gefreut haben, dass Sie sich in Ihrer Rede im Hamburger Thalia-Theater gegen ein AfD-Verbotsverfahren ausgesprochen haben? Diese AfD-Mitglieder sind doch nicht normal. Martenstein: Es ist...

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AfD meldet sich zur Kurzintervention. Tonlage: Wenn Sie behaupten, Leute von uns würden Geld aus Russland bekommen, dann nennen Sie hier jetzt Namen, Summen, Belege. Ich habe Stift und Papier. Man muss sich das bildlich vorstellen. Die Fraktion, bei der regelmäßig Immunitäten aufgehoben werden, sitzt da mit Collegeblock und ruft: Beweise bitte. Stegner antwortet trocken: Schön, dass Sie schreiben können. Man war sich da nicht ganz sicher. Und dann der eigentliche Punkt. Er sagt sinngemäß: Die Zeit reicht gar nicht, um alle Verfahren, Urteile und Anklagen gegen Mitglieder Ihrer Fraktion vorzulesen. Körperverletzung. Spionage. Illegale Parteienfinanzierung. Erpressung. Landesverrat. Das sind keine bösen Tweets. Das sind Straftatbestände. Und während die AfD im Bundestag so tut, als würde sie gerade eine wissenschaftliche Beweisaufnahme vorbereiten, arbeitet der Immunitätsausschuss im Dauerbetrieb. Schlafsheep sagt: Es ist schon bemerkenswert, wenn eine Fraktion mit dieser Vita empört ruft: Beweise auf den Tisch! Das ist ein bisschen so, als würde jemand im Blaumann aus einer Goldmine kommen, die Hände voller Nuggets, und fragen: Wo ist denn hier überhaupt Gold? Man kann ja über politische Positionen streiten. Über Energiepolitik, über Rohstoffe, über Außenpolitik. Aber wer permanent im juristischen Nebel steht, sollte vielleicht nicht so laut nach Transparenz rufen. Sonst wird aus der Kurzintervention ganz schnell eine Langzeitdokumentation.

Schlafsheep 📯🇩🇪🇪🇺🇺🇦🌻

28,243 Aufrufe • vor 6 Monaten

Junge Junge Junge. Wer berät Leute wie Chrupalla? Meint er das wirklich ernst? Besitzt dieser Mann so wenig Verstand und politisches Gespür, dass er nicht weiß, dass es nie gut für einen ausgeht, wenn man die Situation russischer Oppositioneller mit der Situation eines AfDler in Deutschland vergleicht und damit widerlichsten Whataboutism betreibt? Russland ist eine Diktatur, in der Oppositionelle unter schlimmsten Bedingungen inhaftiert oder ermordet werden. Und er sitzt da eiskalt und und erwidert darauf, dass man hier ja auch schlimm mit der AfD umgehen würde bzw. schwurbelt sich noch einen zurecht, dass vielleicht sogar der Staat hinter Anschlägen auf Personen wie ihn steht? Und selbst wenn das alles so wäre, wie er sagt und man das vergleichen könne….warum relativiert das eine das andere und müsste man als AfDler dann nicht umso mehr gegen ein Unrechtsregime sein und es nicht noch verteidigen? Von seinem antiamerikanischen Whataboutism (Epstein) und seiner Relativierung des Tiergarten-Mordes, weil man ja auch mal sagen müsse, wer da ermordet wurde, fange ich gar nicht erst an. Unterirdisch. Und deshalb hat sich die europäische Rechte von der AfD abgewandt. Weil diese pro-russische, anti-westliche Haltung einfach komplett lost ist. Das ist der Grund, warum viele Zögern, sie zu wählen und warum die CDU so nie mit ihnen koalieren wird. Ja, man kann immer mit dem Finger auf andere zeigen, aber man muss auch feststellen, dass sich die AfD so nicht koalitionsfähig macht. Das Problem ist, dass die Ost-AfD, in der diese pro-russische, anti-westliche Ausrichtung deutlich stärker vorhanden ist, über die Jahre des Ausschlusses der AfD so mächtig geworden ist, dass diese Leute in der Partei nun den Ton angeben. Was es bräuchte, wäre jedoch eine klar pro-westliche rechte Kraft.

Anabel Schunke

123,967 Aufrufe • vor 9 Monaten