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Willkür oder Inkompetenz? Der EU-sanktionierte 🇩🇪 Journalist Hüseyin Dogru sollte bei der Anhörung im EU-Parlament zu „EU-Sanktionen: Angriff auf Rechtsstaat & Grundrechte“ sprechen. Doch bekam er keine Ausreiseerlaubnis von der #Bundesregierung. Auswärtiges Amt erklärte sich auf Anfrage der EU-Abgeordneten Ruth Firmenich (BSW) für nicht zuständig und verwies auf Bundesministerium...

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Vom Regierungskurs abweichende Meinungen werden zunehmend für illegal erklärt. Politischer Protest ist immer stärker Beschränkungen und Kriminalisierung ausgesetzt. Die EU hat im Sommer erstmals Sanktionen gegen drei deutsche Journalisten verhängt wegen ihrer Berichterstattung zum Ukraine- bzw. Gaza-Krieg. Betroffen sind die Hamburgerin Alina Lipp und der Bremer Thomas Röper, die beide seit längerem in Russland leben, sowie der Berliner Hüseyin Dogru. Sie sollen laut EU durch „Informationsmanipulation“ zu „destabilisierenden Aktivitäten“ beigetragen bzw. „ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ gesät haben. Damit hätten sie „die Stabilität und Sicherheit in der Union sowie mehrerer ihrer Mitgliedstaaten untergraben“ und „Handlungen der Regierung der Russischen Föderation“ unterstützt, unterstellt der EU-Beschluss. Einreiseverbote in die EU, gesperrte Bankkonten, eingefrorene Vermögenswerte – die Sanktionen greifen massiv in elementarste Grundrechte der betroffenen deutschen Staatsbürger ein – ganz ohne Anklage, Anhörung oder Gerichtsurteil. Wer die drei finanziell mittelbar oder unmittelbar unterstützt, oder ihnen auch nur einen Kaffee spendiert, macht sich strafbar. Die EU-Strafmaßnahmen gegen eigene Bürger stellen einen gefährlichen Angriff auf den Rechtsstaat und die Pressefreiheit dar. In Zeiten, in denen wir auf „Kriegstüchtigkeit“ getrimmt werden, sollen kritische Stimmen in einem Präzedenzfall mundtot gemacht werden. Das BSW tritt für den Schutz freier Debatten, das Recht der Öffentlichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden und für die Solidarität mit denen ein, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen – auch wenn sie unbequem sein möge. Widersprechende Meinungen müssen gehört und überprüft werden können und dürfen nicht durch staatliche Zensurinstrumente erstickt werden. Meinungsfreiheit heißt nicht, Freiheit nur für die eigene Meinung. Hier ein Ausschnitt aus meiner Veranstaltung mit dem EU-sanktionierten Journalisten Hüseyin Dogru . #Meinungsfreiheit #Pressefreiheit #Bolz #Todenhöfer

Sevim Dağdelen

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